Markt Steinwiesen Markt Steinwiesen
Der Rathausplatz mit Kirche, Pfarrzentrum und Rathaus
Der Ködelblick oberhalb der Trinkwassertalsperre Mauthaus
Teichmühle Steinwiesen
Blütenpracht in der Bahnhofstraße
Sonnendurchfluteter Hochwald
Sonnenuntergang über der kath. Kirche "Mariä Geburt" Steinwiesen
Ruhebank am "Nurner Brocken"
Sonnenuntergang oberhalb von Steinwiesen

40 Jahre Frankenwaldvereins-Ortsgruppe Nurn

19.05.2017 Bekenntnis zur Heimat, Kultur, Natur und Tradition.

Nurn – Ihr 40-jähriges Bestehen feierte die Ortsgruppe (OG) Nurn des Frankenwaldvereins (FWV) mit einem Fest- und Unterhaltungsabend. Beim Kommers bezeichnete Bundestagabgeordneter Hans Michelbach das Wirken des Jubelvereins als ein Bekenntnis zur Heimat und örtlichen Gemeinschaft. Landrat Klaus Löffler rief dazu auf, den Zusammenhalt weiterhin zu pflegen und mutig zu sein, „dann ist mir um die Zukunft nicht bange“. Bürgermeister Gerhard Wunder verdeutlichte die Wichtigkeit des Frankenwaldvereins für den Tourismus in der Marktgemeinde.

Begonnen hatten die Feierlichkeiten im Anschluss an die Kirchenparade mit einem Festgottesdienst, der von Pfarrer Richard Reis in der St.-Michaels-Kirche zelebriert wurde. Den Festkommers im Mehrzweckhaus umrahmten der örtliche Musikverein unter der Leitung von Wolfgang Schrepfer und die Chorgemeinschaft Steinwiesen-Nurn mit Dirigentin Karina Klaumünzer. Bei der Begrüßung konnte Obmann Karlheinz Deuerling auch mehrere befreunde Abordnungen von FWV-Ortsgruppen willkommen heißen.

Einen umfangreichen Rückblick in die 40-jährige Vereinsgeschichte gab Ehrenobmann Albin Deuerling. Dabei erinnerte er daran, dass aus einer gemütlichen Stammtischrunde zu nächtlicher Stunde heraus die Idee zur Gründung eines seinerzeit zehnten Vereins in Nurn geboren wurde. Der inzwischen 81-Jährige informierte über die weitere Entwicklung und die vielen Aktivitäten. Deuerling resümierte: „Ich glaube schon, dass unsere Arbeit maßgeblich mit zur Erhaltung des Brauchtums, der Wiederbelebung alter Sitten und der Heimatpflege, aber auch der Förderung des Fremdenverkehrs und nicht zuletzt zur Kameradschaftspflege beigetragen hat.“ Allerdings wollte die Ortsgruppe nicht mit Aufsehen erregenden Einzelmaßnahmen das Interesse der Öffentlichkeit auf sich lenken. Vielmehr habe man es verstanden, mit einer soliden, kontinuierlichen und effektiven Arbeit sowie der Zusammenarbeit mit den weiteren örtlichen Vereinen das Ansehen des Steinwiesener Gemeindeteiles zu heben und zu stärken.

Bevor die weiteren Redner ans Pult traten, wartete die Chorgemeinschaft mit erfrischendem Gesang auf, wobei die Lieder „Sing mit mir“ und „Als Freunde kamen wir“ sowie der „Colonel Bogey-Marsch“ die Anwesenden zum Mitmachen anregten.

MdB Hans Michelbach bezeichnete die FWV-Ortsgruppe als einen guten Botschafter für Heimat, Kultur, Natur und Tradition. Die Ortsgruppen allgemein seien ein Ort, wo sich der Mensch wohl fühlen und etwas mit gestalten könne. MdL Jürgen Baumgärtner unterstrich, dass derartige Vereinigungen einen wichtigen Beitrag für die Frankenwaldregion leisten und auch in den nächsten Jahren gebraucht würden. Mit großer Freude wurde sein „Geburtstagsgeschenk“, die Einladung der Nurner Vereine zu einem Besuch in den bayerischen Landtag, aufgenommen.
Bürgermeister Gerhard Wunder verwies darauf, dass die FWV-OG Nurn in fester Verbindung mit dem Hause Deuerling stehe. Nicht nur, dass in der dortigen Gaststätte die Geburtsstunde war, sondern weil der „geistige Vater“ Albin viele Jahre als Obmann selbst an der Spitze stand und aktuell sein Sohn Thomas stellvertretender Obmann sei. Aufgrund des umfangreichen und guten Wandernetzes im Rodachtal würden vor allem die Wegewarte eine wertvolle ehrenamtliche Tätigkeit verrichten. Mit dem Grönemeyer-Zitat „Heimat ist kein Ort, sondern ein Gefühl“ verwies das Gemeindeoberhaupt darauf, dass derjenige, der dieses Gefühl aufgesogen habe, auch bereit sei die Heimat zu erhalten.

Josef Daum, der stellvertretende Hauptvorsitzende des Frankenwaldvereins mit Sitz in Naila, hob hervor, dass die OG Nurn sich unter den insgesamt 61 Gruppierungen als eine lebendige Gemeinschaft entwickelt habe und viele Aktivitäten nachweisen könne. Schon mehrmals habe sich der Jubiläumsverein als vorbildlicher Ausrichter von Sternwanderungen ausgezeichnet. So sei es nicht verwunderlich, dass auch heuer die Herbststernwanderung wieder auf den Höhen des Frankenwaldes nach Nurn führe. Mit netten Glückwunschworten wartete Obfrau Jessica Deuerling-Feil vom Patenverein, der Nachbarortsgruppe Steinwiesen, auf. Jens Kremer von der Raiffeisen-Volksbank und Marco Kotschenreuther von der Sparkasse hatten ebenso ein Jubiläumspräsent parat, wie die Redner zuvor.

Bei den Ansprachen wurde mehrmals der Name eines Mannes genannt, der einen wesentlichen Beitrag mit dazu leistete, dass die FWV-OG Nurn ins Leben gerufen wurde. Es war Siegfried Petrikowsky, der seinerzeit als Obmann in Steinwiesen fungierte. Seinen Bemühungen war es mit zu verdanken, dass es in Nurn vor vier Jahrzehnten zur Gründung kam. Petrikowsky erhielt hierfür viel Beifall der Besucher.

Geehrt wurden Mitglieder, die seit 40 Jahren der OG die Treue halten. Von diesem Personenkreis waren anwesend: Angelika Deuerling, Anneliese Deuerling, Albin Deuerling, Andreas Deuerling, Fritz Deuerling, Gebhard Deuerling, Helmut Deuerling, Karlheinz Deuerling, Wolfgang Deuerling, Kunigunda Förtsch, Otto Förtsch, Hans Merkl, Josef Müller, Otto Weiß und Bernhard Wunder. Elf weitere zu Ehrende mussten sich entschuldigen lassen. Im Anschluss an den Festkommers spielte die Blaskappe des Musikvereins Nurn zur Unterhaltung auf, wobei Julia Greser und Jürgen Eckert mit ihren Gesangsbeiträgen überzeugten. hf / Hans Franz

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