Markt Steinwiesen Markt Steinwiesen
Der Rathausplatz mit Kirche, Pfarrzentrum und Rathaus
Der Ködelblick oberhalb der Trinkwassertalsperre Mauthaus
Teichmühle Steinwiesen
Blütenpracht in der Bahnhofstraße
Sonnendurchfluteter Hochwald
Sonnenuntergang über der kath. Kirche "Mariä Geburt" Steinwiesen
Ruhebank am "Nurner Brocken"
Sonnenuntergang oberhalb von Steinwiesen

Aus dem Marktgemeinderat

01.02.2021 Baugrundstücke in Neufang, Kulturhalle in Steinwiesen und zahlreiche Beschlüsse gab es in der letzten Gemeinderatsitzung.

Bauen in Neufang
Steinwiesen (sd) Bereits in der Sitzung vom 29.09.2020 gab es die Anfrage nach Bauplätzen in Neufang. Damals schien niemand bereit, im Kerngebiet zu verkaufen. Daraufhin wurden alle betreffenden 29 Eigentümer angeschrieben, die in diesem Gebiet Grundstücke besitzen. Die Resonanz war folgende: Zwei sind verkaufsbereit, 21 lehnen das ab und sechs haben nicht geantwortet. Nun soll es ein Gespräch mit den bauwilligen jungen Leuten und Verkaufswilligen geben, sobald Corona dies wieder zulässt.

Wenn es keine andere Möglichkeit gibt, wird über eine Ausweitung des bestehenden Baugebiets nachgedacht. Dies ist jedoch nicht so einfach, da man sich der Initiative „Innen statt Außen“ angeschlossen hat. Es gibt dann noch die Möglichkeit, dass die Gemeinde Eigentümern die Grundstücke zu einem Preis unter der Kaufpreissammlung abkauft und nach Erschließung wieder an Bauwillige verkauft mit der Auflage, in einem bestimmten Zeitraum zu bauen. Sollte dies nicht geschehen, geht das Grundstück zurück an die Gemeinde. Rudi Kotschenreuther (CSU) meinte, man solle auf jeden Fall eine Versammlung halten und die jungen Leute einladen und ihnen die Möglichkeiten aufzeigen. Evtl. wäre es auch hilfreich, sechs oder sieben Parzellen zu erschließen, damit dann hier gebaut werden darf. „Wir müssen hier am Ball bleiben und die Jungen im Ort halten“, sagte Kotschenreuther. Dieser Meinung war auch der Fraktionsvorsitzende der CSU, Jürgen Eckert, man solle alles dafür tun, damit die Heimatgemeinde Zukunft hat.

Generalsanierung Kulturhalle Steinwiesen
Aufgrund des Einsatzes von Landtagsabgeordneten Jürgen Baumgärtner wurde das Projekt wieder in die Nordostbayerninitiative aufgenommen und das heißt, 90% Förderung. Die Gesamtkosten stehen mit 4.374.000 Euro im Raum, davon wären 3.750.000 Euro förderfähig. Im Rahmen der Projektförderung werden vorläufig 3.375.000 Euro bewilligt. Das Ziel ist nun, das Projekt mit diesem Kostenrahmen durchzuführen. Dazu bedarf es ein Nutzungskonzept, eine Übersicht der zu erwartenden Einnahmen, den Beschluss des Marktgemeinderates und die Stellungnahme der Rechtsaufsicht. Bei der Nutzung ist auf jeden Fall klar, dass die Halle für die Vereine und Institutionen der Großgemeinde Steinwiesen gedacht ist.

Der Innenabriss bzw. die Entkernung sollen im März/April durch eine Firma beginnen, erste Ausschreibungen folgen im Sommer 2021. Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) bedankte sich besonders bei Jürgen Baumgärtner für die große Unterstützung für die Wiederaufnahme in das Förderprogramm der Nordostbayerninitiative, außerdem bei Frau Maier von der Regierung Oberfranken. Das Ziel, die förderfähigen Kosten nicht zu überschreiten und Einsparungsmöglichkeiten zu suchen, sowie einen Teil der Mehrkosten über andere Finanzierungsprogramme abzudecken, ist nun bekannt. Die beiden Fraktionen waren sich einig, dass man die Sanierung der Kulturhalle auf jeden Fall durchziehen muss, ab er dabei auch auf die Kosten geachtet werden soll. Für Jürgen Eckert (CSU) soll die Halle zweckmäßig, praktisch und in einem vernünftigen Kostenrahmen umgebaut werden. Einstimmig beschloss deshalb das Gremium, die Generalsanierung der Kulturhalle durchzuführen, dem Förderbescheid vom 08.12.2020 zuzustimmen und die Förderfähigen Kosten nach Möglichkeit nicht zu übersteigen.

Informationen aus dem Gemeinderat
Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) informierte darüber, dass der Markt Steinwiesen in diesem Jahr keine Stabilisierungshilfen bekommt. Die bayernweit geltenden Maßstäbe greifen diesmal in Steinwiesen nicht, weil nach dem Erhalt von fünf maligem Erhalt der Stabi strengere Vorschriften gelten. Es werde aber auch weiterhin die Stabilisierungshilfen beantragt, dazu wird die Haushaltskonsolidierung weitergeschrieben. Erfreulich ist, dass die Überbrückungsbeihilfe für Gewerbesteuerminderung für 2020 im Zuge des Gewerbesteuerausgleichsvollzugsplans für Bayern auch für Steinwiesen mit 136.000 Euro zu Buche schlägt.

Sachstand zum Brückenneubau der KC 16 über die Rodach und den Mühlgraben in Richtung Nurn:
Die Baukosten werden bei 3,1 Millionen Euro liegen, davon ist der Herstellungskosten-Anteil für den Landkreis 2,15 Mio und für das Staatliche Bauamt 980.000 Euro. Im Februar 2021 soll die Ausschreibung beginnen, sodass es einen geplanten Baubeginn für den 30. April 2021 geben wird. Die voraussichtliche Fertigstellung ist für Oktober 2022 geplant. Möglich ist ein vorzeitiges Bauende. Der Förderantrag liegt der Regierung vor und ist für das Kontingent 2021 vorgemerkt. Die Gemeinde Steinwiesen und das Bauamt werden sich rechtzeitig um Umleitungsmöglichkeiten bemühen. Der Schwerlastverkehr soll auf jeden Fall über Nordhalben umgeleitet werden. Jürgen Eckert (CSU) fragte nach, wie es denn dann mit dem Straßenausbau der KC 16 in Richtung Nurn sei. Bürgermeister Wunder meinte, dass dies geprüft werden soll und nach der Fertigstellung der Brücke evtl. in Angriff genommen werden könnte.

Mobilfunkmast in Nurn: Der Bauplan der Deutschen Funkturm GmbH ist eingegangen und die Verzögerung erklärt sich daraus, dass erst ein geeigneter Standort für die Mobilfunk-Gegenstelle für die Richtfunkverbindung gefunden werden musste. Die Gemeinde erstellt zurzeit die Unterlagen für die Baugenehmigung. Ende des Jahres will die Telekom den Mast in Betrieb nehmen.

Förderprogramm Bärwurzwiesen
Die ökologische Bildungsstätte Oberfranken startet ein Projekt „Bärwurzwiesen und -weiden im Naturpark Frankenwald“ In zehn Gemeinden des Landkreises Kronach und der umliegenden Städte und Gemeinden des angrenzenden Landkreises Hof soll dieses Gemeinschaftsprojekt verwirklicht werden. Das Ziel ist es laut Bürgermeister Gerhard Wunder in Zusammenarbeit mit den örtlichen Landwirten, Bärwurzwiesensaatgut aus dem Frankenwald zu gewinnen. Die über vier Jahre dauernde Maßnahme kostet 800.000 Euro und wird mit 90 Prozent vom Staat gefördert. Kosten in Höhe von 1400 Euro im Jahr würden auf die Gemeinde zukommen. Im Gemeinderat herrschte hier jedoch eine gewisse Skepsis. Die Fraktionen waren sich einig, dass man sich das Projekt einmal vorstellen lassen wolle und erst dann entscheiden werde. Es soll nun Dietrich Förster von der Ökologischen Bildungsstätte für die nächste Sitzung eingeladen werden und weitere Informationen geben.

Fond für Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung Metropolregion Nürnberg
Die Metropolregion Nürnberg möchte einen gemeinnützigen Verein ins Leben rufen, der den Klimaschutz und die Nachhaltigkeitsprojekte auf dem Gebiet der Metropolregion fördert. Für Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) ist dies für so eine kleine Gemeinde wie Steinwiesen keine Option. Dieser Meinung war das gesamte Gremium und lehnte einen Beitritt ab. Man unterstütze zwar die Metropolregion, aber nicht in einem Verein.

Sachstand Postgarten
Rainer Kober hat eine Grobplanung über die Gestaltung des Postgartens der Gemeinde zur Verfügung gestellt. Hier wurden die Vorstellungen und Ideen der Bürger eingearbeitet, die bei der Ideenwerkstatt am 15. Oktober 2020 erarbeitet wurden. Es wurde ein Lärmschutz mit „Schaufenster“, zwei Eingänge zur Nordhalbener Str. hin und einer zum Wohnprojekt Gerberhaus eingeplant. Im Inneren des Gartens ein Spielhügel, Sitzstufen, Kräuterbeete und Stauden, Sandkasten, Fitnessecke, überdachte Pergola und auch ein Platz zum Boulespiel. Außerdem Bänke, eine Hängematte, Bäume und einen geschwungenen Weg. Ob und wie dies zu verwirklichen sein wird, muss jedoch noch genau untersucht werden. Die vorläufigen Gesamtkosten würden sich mit diesem Entwurf auf ca. 276.000 Euro belaufen. Die Gemeinde Steinwiesen kann unter gewissen Voraussetzungen, die vertraglich festgesetzt werden, Fördergelder beantragen. Es ist jedoch sicher, dass man finanziell nicht belastet wird und die Kosten ausschließlich vom Initiator Rainer Kober selbst getragen werden.

Bayerischer Landeswettbewerb 50 Jahre Städtebauförderung in Bayern
2021 feiert die Städtebauförderung ihr 50-jähriges Jubiläum. Seit 50 Jahren unterstützt der Freistaat die bayerischen Kommunen mit der Städtebauförderung dabei, ihre Stadt- und Ortsteile fit für die Zukunft zu machen. Aus diesem Anlass lobt das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr einen Bayerischen Landeswettbewerb unter dem Motto „Gemeinsam Orte gestalten“ aus. Für die Teilnahme musste ein Plakat in DIN A0 erstellt und eingereicht werden. Gemeinsam mit Sarah von Poblocki von der Fa. DSK wurde dieses erstellt, was einen erheblichen Aufwand bezüglich der Fotos darstellte, Urheberrecht usw. Doch Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) war stolz auf das Ergebnis, das eingereicht wurde. Auf Nachfrage, ob es auch einen Gewinn gibt, meinte Wunder, es gebe Anerkennung und Wertschätzung bayernweit.

Anfragen
Brigitte Geiger (SPD) regte an, im nächsten Mitteilungsblatt geschlossen als Marktgemeinderat solidarisch für den Einzelhandel im Gemeindegebiet aufzutreten. Man könne hier genauso wie im Internet anrufen, bestellen, abholen oder liefern lassen. Unterstützen und zum Durchalten animieren sollte man auch nach außen zeigen und ein Vorbild sein. Der Vorschlag wurde einstimmig angenommen.

Rudi Kotschenreuther (CSU) fragte nach, ob es noch ein Programm gebe, das bei der Anschaffung einer Wärmebildkamerad für die Freiwillige Feuerwehr Neufang greift. Geschäftsleiter Rainer Deuerling musste dies leider verneinen. Kotschenreuther meinte, man wolle die örtlichen Firmen um Spenden bitten und auch den Markt Steinwiesen. Bürgermeister Gerhard Wunder riet ihm, der Kommandant soll die Wärmebildkamera auf die Bedarfsliste der Feuerwehr setzen und anmelden, dann werde man über einen Zuschuss reden können.

Bauanträge
Claudiu Casu, Steinwiesen
Nutzungsänderung Wohnung in Dart- und Billardraum, Kronacher Str. 23, Steinwiesen

Sascha Kuhla, Steinwiesen
Neubau eines Einfamilienhauses in Bungalowbauweise, Eisenhammer, Steinwiesen
Der Bauherr muss die Wasser- und Abwassererschließung selbst tragen

Harald Kotschenreuther, Birnbaum
Umbau des derzeitigen Viehstalles zu einer Gerätehalle für landwirtschaftliche Maschinen und Einbau einer Hackschnitzelheizung mit Hackschnitzellager


Kategorien: Rathaus, Marktgemeinderat