Markt Steinwiesen Markt Steinwiesen
Der Rathausplatz mit Kirche, Pfarrzentrum und Rathaus
Der Ködelblick oberhalb der Trinkwassertalsperre Mauthaus
Teichmühle Steinwiesen
Blütenpracht in der Bahnhofstraße
Sonnendurchfluteter Hochwald
Sonnenuntergang über der kath. Kirche "Mariä Geburt" Steinwiesen
Ruhebank am "Nurner Brocken"
Sonnenuntergang oberhalb von Steinwiesen

Aus dem Rathaus

28.11.2016 Matthias Beetz als neuer Feldgeschworener der Gemarkung Neufang vereidigt – Edwin Kotschenreuther wurde verabschiedet.

Steinwiesen (sd) Das kommunale Ehrenamt der "Feldgeschworenen" geht bis ins 14. Jahrhundert zurück und ist somit eines der ältesten noch erhaltenen Ämter der kommunalen Selbstverwaltung in Bayern. Auch in Zeiten digitaler Flurkarten seien die Grenzhüter als Bindeglieder zwischen Bürger und Gemeinde gefragt, erklärte Bürgermeister Gerhard Wunder bei der Verabschiedung und Neuberufung am Donnerstag im Rathaus. Feldgeschworene werden auf Lebenszeit gewählt. Oberstes Gebot für sie ist absolute Verschwiegenheit. Sie sind dabei, wenn Grenzen abgemarkt werden, das heißt, bei der Neuvermessung oder Teilung von Grundstücken. Durch Aufdecken oder Anbringen von Grenzzeichen machen sie die Grenzen für jedermann erkennbar. Ortskenntnisse und ein „Händchen“, um bei Grenzstreitigkeiten eingreifen zu können und eine große Portion soziales Engagement gehören dazu.

Aus gesundheitlichen Gründen musste Edwin Kotschenreuther aus Neufang sein Amt als Feldgeschworener niederlegen. Bürgermeister Gerhard Wunder dankte ihm und meinte, dass für die Berufung eines Feldgeschworenen die Feldgeschworenenvereinigung selbst verantwortlich ist, jedoch die Entlassung vom Marktgemeinderat genehmigt werden muss. Edwin Kotschenreuther geht nach 13 Jahren in den Ruhestand. Er war stellvertretender Obmann in Neufang und für Obmann Heinrich Bätz eine große Hilfe. Leider macht die Gesundheit nicht mehr so mit, sodass er sein Amt niederlegen musste. Doch sein Nachfolger steht schon neben ihm. Matthias Beetz aus Berglesdorf/Neufang legte nun vor Bürgermeister Gerhard Wunder und dem Vorsitzenden der Feldgeschworenenvereinigung im Landkreis Kronach, Baptist Vetter, den Eid ab. „Wir haben nun wieder einen „Siebener“, der sicher genauso gewissenhaft seine Pflichten erfüllen wird“, sagte Vetter. Siebener deshalb, weil früher in jeder Gemeinde sieben ehrbare Bürger als Feldgeschworene vereidigt wurden. Der Name hat sich bis heute erhalten. „Als Hüter der Grenzen und Abmarkungen im Gemeindegebiet arbeiten wir natürlich Hand in Hand mit den Vermessungsbeamten des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Kulmbach/Kronach zusammen“, betonte Vetter und übergab eine Warnweste an den neuen Feldgeschworenen Matthias Beetz, damit auch jeder weiß, wenn Beetz dabei ist, ist ein Siebener da.

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Matthias Beetz legt den Feldgeschworenen-Eid vor Bürgermeister Gerhard Wunder (li) und Baptist Vetter (2. V. re) ab. Mit im Bild der Sachbearbeiter der Gemeinde Steinwiesen, Yannic Wildner


Kategorien: Rathaus