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Beim Musikverein Nurn

08.05.2019 Jürgen Eckert zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Nurn – Zu einer „musikalischen Stunde“ mit Ehrungen zahlreicher Aktiver hatte die Blaskapelle des Musikvereins Nurn ins Mehrzweckhaus eingeladen. Im Mittelpunkt des Abend stand ein Mann, dessen Name stets mit dem Verein verbunden sein wird: Jürgen Eckert. Als 25-Jähriger hatte er die Nachfolge von Bruno Franz als Erster Vorsitzender angetreten und stand in den folgenden 23 Jahren ununterbrochen an der Spitze des örtlichen Kulturträgers. Seit der Nichtmehrkandidatur von Eckert im Jahre 2016 leitet ein Führungstrio den Verein. Nun wurde Jürgen Eckert, der nach wie vor als aktiver Flügelhornist mit der Kapelle verbunden bleibt, für sein langjähriges, verdienstvolles Engagement zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Zusätzlich wurde ihm vom Nordbayerischen Musikbund (NBMB) für seine langjährige Funktionärstätigkeit die goldene Ehrennadel verliehen.

Als Sprecher der Vereinsleitung machte Maximilian Sesselmann deutlich, wie Vereine ohne einen „Macher“ wie ein Jürgen Eckert dastünden. Eckert sei in die großen Fußstapfen des Gründungsvorsitzenden Bruno Franz getreten und habe viel Verantwortung übernommen. „Du hast Höhen und Tiefen durchlebt, jedoch nie deine Linie verloren und so unseren Verein geprägt.“ Durch seine ehrliche und direkte Art habe Eckert zwar nicht immer alle freudig gestimmt, jedoch habe er damit Probleme spontan angesprochen und diese zum Wohle des Musikvereins aus der Welt geschafft. Sesselmann listete Aktivitäten in der Ära Eckert auf, die allen noch in bester Erinnerung seien. Hierzu gehörten unter anderem die Anschaffung einer neuen Tracht, die Organisation vier großer Jubiläumsfeste, ein Megaevent mit den „Troglauer Buam“ oder der unzähligen alljährlich wiederkehrenden Anlässe im Ort.

Zu Beginn der Veranstaltung hatte Alexander Franz die Gäste begrüßt und darauf hingewiesen, dass der Abend ein gewisser Streifzug durch die Blasmusik sei und man dabei dem Alltagsstress entrinnen sollte.

Der Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes, Wolfgang Müller, ging in seinen umfangreichen Ausführungen zunächst auf die Wichtigkeit des Ehrenamtes ein. Leider würden sich immer mehr Menschen ins Private zurückziehen und eine gewisse Einzelkämpfer-Mentalität an den Tag legen. Die Musikvereine im Frankenwald würden einen sehr wichtigen Teil des gesellschaftlichen Zusammenlebens bilden und die Geselligkeit sowie den Zusammenhalt einer Gemeinschaft in erheblichem Maße fördern. Wenn ein Verein funktionieren soll, dann setzte dies eine beherzte Arbeit, einen engagierten Vorstand, eine kontinuierliche Jugendarbeit und einen professionell agierenden Dirigenten voraus. In Nurn treffe dies zu, wobei er hierbei besonders auch die Spielfreude der Blasmusiker und des aus Steinwiesen stammenden Dirigenten Wolfgang Schrepfer würdigte. Neben dem bisherigen Vorsitzenden Jürgen Eckert hätten auch sein Vorgänger Bruno Franz und der einstige Dirigent Anton Deuerling dem Musikverein Nurn den Stempel aufgedrückt.


Der vom Musikverein Nurn zum Ehrenvorsitzenden ernannte Jürgen Eckert (rechts) erhielt vom Kreisvorsitzenden des Nordbayerischen Musikbundes, Wolfgang Müller, die Goldnadel angehängt. In der Bildmitte Josef Müller, der schon 60 Jahre lang aktiver Musikant ist und ebenfalls mit der Goldnadel ausgezeichnet wurde

Neben der Auszeichnung für Jürgen Eckert wurden noch weitere Personen für ihr langjähriges Musizieren mit der entsprechenden Ehrennadel und Urkunde vom NBMB durch Kreisvorsitzenden Müller und seinem Stellvertreter Alexander Klug geehrt.

Die Goldnadel konnte Josef Müller in Empfang nehmen, der es auf die stolze Zahl von bislang 60 Jahren aktives Musikzieren brachte. Der Geehrte Baritonspieler war schon vor der Gründung des Musikvereins bei der seinerzeitigen Kapelle Hofmann aktiv. Die Goldnadel des NBMB erhielten auch Andreas Deuerling und Martin Franz (beide 40 Jahre) sowie Katja Lunk und Alexander Franz (je 30 Jahre). Die Silbernadel für 25 Jahre ging an Tobias Deuerling und für 20 Jahre an Kerstin Förtsch. Für ihr zehnjähriges Musizieren wurden Johannes Klug, Max Eckert und Julia Greser ausgezeichnet. Eine weitere Ehrung wurde Wolfgang Schrepfer seitens des Musikvereins, bei dem er inzwischen 15 Jahre lang als Dirigent tätig ist, zuteil.

Der stellvertretende Bürgermeister Bruno Beierlorzer meinte, dass die Ehrungen gezeigt hätten, dass sich die Kapelle auch auf ältere Musikanten verlassen könne. Die junge Vereinsführung, die sich stabilisiert habe, leite das „Musikerschiff“ in einem ruhigen Fahrwasser. Ihre nächst größere Aufgabe sei das Kreismusikfest im nächsten Jahr.

Das musikalische Abendprogramm, durch das Johannes Klug führte, hatte mit dem „Coburger Marsch“ begonnen. Es folgten Polkas, Märsche sowie romantische und wohltönende Musikstücke vom Egerland und Böhmen. Die vorgetragenen Melodien bereiteten unter den Zuhörern viel gute Laune, sodass der verdiente Beifall nicht ausblieb. hf

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