Markt Steinwiesen Markt Steinwiesen
Der Rathausplatz mit Kirche, Pfarrzentrum und Rathaus
Der Ködelblick oberhalb der Trinkwassertalsperre Mauthaus
Teichmühle Steinwiesen
Blütenpracht in der Bahnhofstraße
Sonnendurchfluteter Hochwald
Sonnenuntergang über der kath. Kirche "Mariä Geburt" Steinwiesen
Ruhebank am "Nurner Brocken"
Sonnenuntergang oberhalb von Steinwiesen

Bericht Grenzer-Stammtisch

21.09.2018 Grenzer-Stammtisch-Ausflug zu geschichtlich historischen Stätten.

Der auch in der Bevölkerung sowie bei  den Kur- und Feriengästen beliebte und immer stark besuchte Grenzer-Stammtisch hatte zur Fahrt nach Leipzig ins „Runde Eck“ und anschließendem Besuch des Stasi-Führungsbunkers in Machern eingeladen. Am Samstag den 15. September früh um 07:00 Uhr ging es mit dem Bus los.

Ebenso wie die monatlich stattfindenden Stammtische, war auch der Bus bis auf den letzten Platz ausgebucht. Bei strahlendem Sonnenschein wurden sie  um 10:00 Uhr am „Runden Eck“ zur Führung durch einen Historiker bereits erwartet. Das fast schon etwas komisch anmutende „Runde Ecke“ hat seit dem Ende des zweiten Weltkrieges sehr bewegte Zeiten durchgemacht. So waren es zunächst die Amerikaner, danach die Russen die sich dieses Gebäude als Hauptquartier auserkoren hatten, bis sich nach der Gründung des Ministeriums für Staatssicherheit in der ehemaligen DDR die Bezirksverwaltung der  Stasi Leipzig darin ihr Refugium errichtete. So blieb das bis zum Ende der DDR, wobei  gerade diesem Gebäude eine Schlüsselfunktion bei den friedlichen Montags-Demonstrationen zukam, für die die Stasi aufgrund der Gewaltfreiheit keinen rechten Notfallplan hatte, was dann letztendlich und maßgeblich zum Zerfall der DDR führte.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen in einer urigen Gaststätte mit eigener Craft-Beer-Brauerei ging es direkt weiter nach Machern.   Dort ging es, völlig unscheinbar durch eine beschauliche Kleingartenanlage an einen Metallzaun. In diesem großzügig umzäunten Areal befindet sich die in über mehrere Jahre hinweg still und heimlich gebaute Bunkeranlage. Diese gut getarnte Anlage, immerhin für 100 Personen, ist heute ein Museum und Zeuge eines recht fragwürdigen Systems. Anlagen dieser Art gibt es in der ehemaligen DDR in der Nähe jeder Stasi-Bezirksverwaltung.

Die auf 2 Stunden angesetzte Führung, wurde durch viele Fragen und  Ausführungen von selbst Erlebtem der teilweise sach- und fachkundigen Mitglieder des Grenzer-Stammtisches deutlich überzogen. Dabei zeigten sich auch die relativ jungen Museumsmitarbeiter  sehr interessiert, da auch für sie selbst manche Information aus erster Hand neu war.

Auf der anschließenden Rückfahrt im Bus konnte man zunächst eine sehr nachdenkliche Stimmung bemerken, bei der sicher so mancher das gerade erlebte, gesehene und erfahrene für sich rekapitulierte.

Nach einem abschießenden gemeinsamen Abendessen in Frössen in der Gaststätte „Zum Krämerfeld“,  war man dann gegen 21:00 Uhr wieder zurück in Bad Steben.  Für die „Macher“ im Grenzer-Stammtisch um Otto Oeder, Katja Singer und Günter Heinze, macht diese Ausfahrt fast schon Lust auf mehr, durch das einhellige Feedback aller Teilnehmer dieser Ausfahrt, die sich für die perfekte Organisation, das gute Timing und die vielen gewonnenen Eindrücke bedankten.

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