Markt Steinwiesen Markt Steinwiesen
Der Rathausplatz mit Kirche, Pfarrzentrum und Rathaus
Der Ködelblick oberhalb der Trinkwassertalsperre Mauthaus
Teichmühle Steinwiesen
Blütenpracht in der Bahnhofstraße
Sonnendurchfluteter Hochwald
Sonnenuntergang über der kath. Kirche "Mariä Geburt" Steinwiesen
Ruhebank am "Nurner Brocken"
Sonnenuntergang oberhalb von Steinwiesen

Bürgermeister Wunder informierte über die Gemeindeentwicklung

09.12.2019 Bei den Bürgerversammlungen in den Ortsteilen des Marktes Steinwiesen waren zahlreiche Besucher.

Das Rathaus in Steinwiesen

Nurn/Neufang/Birnbaum (sd) Bürgermeister Gerhard Wunder präsentierte jeweils einen detaillierten und umfangreichen Verwaltungsbericht über das vergangene Jahr und für die einzelnen Ortsteile.

Er zeigte den Bürgerinnen und Bürgern alle gegenwärtigen und zukünftigen Aufgaben der Gemeinde auf.

Wortmeldungen und Diskussion
Nurn

Thomas Förtsch, Nurn 11 wollte wissen, warum bei der Erneuerung der Straße KC16 nicht gleich Strom mit verlegt wurde, so dass die noch existierenden „Dachständer“ hätten abgebaut werden können. Bürgermeister Wunder gab bekannt, dass Bayernwerk im Vorfeld der Straßenarbeiten informiert wurde, jedoch der Zeitraum bis zum Beginn der Arbeiten dort nicht ausgereichte um die Umsetzung bzgl. Verlegung der Stromleitungen einzuplanen. Weiterhin erläuterte BGM Wunder, dass in die neue Straße zwar auch Leerrohre für eventuelle Glasfaseranbindungen verlegt wurden. Die Glasfaserleitung selber müsse jedoch später vom jeweiligen Anbieter verlegt werden.

Anneliese Deuerling, Nurn 24 fragte an, ob und wann geplant sei, dass die komplette Straße durch Nurn ausgebaut wird. Erster Bürgermeister Wunder erklärte, dass dies aktuell nicht geplant sei. Rainer Deuerling ergänzte, dass die Straße inkl. der alten Gusswasserleitungen aufgrund deren Beschaffenheit auf jeden Fall irgendwann gemacht werden müsse. Derzeit sind jedoch die Baukosten sehr hoch. Man rechnet damit, dass man das Projekt gegebenenfalls in ein bis zwei Jahren angehen könnte.

Matthias Förtsch, Nurn 108 fragte nach, ob der Ködelweg aufgeschüttet und gewalzt werden könnte, da hier derzeit viele Autos fahren und der Weg dadurch beschädigt wird. Bürgermeister Wunder gab bekannt, dass dies schon passiert sei, jedoch der Weg aufgrund der aktuellen Wetterlage nicht richtig befestigt werden kann. Man werde hier im Frühjahr nochmals nacharbeiten.

Johann Franz, Nurn 9 stellte kurz das Buch von Friedrich Bürger vor, dass Bilder von Nurn beinhaltet. Bei Interesse könne dies für 10 Euro erworben werden.

Neufang

Marko Kotschenreuther, Neufang 243, Bernd Haderlein, Neufang 120, Rudolf Kotschenreuther, Neufang 157, beschweren sich hinsichtlich des momentan bestehenden Mobilfunknetzes, das in keiner Weise flächendeckend sei, wenn nur eine Firma, wie z.B. die Telekom, präsent sei. Aus ihrer Sicht ist Neufang so auf keinen Fall voll erschlossen, wenn andere Anbieter nicht berücksichtigt sind. Sie fordern eine schnellstmögliche Prüfung und Abklärung, da dies für die Zukunft sehr wichtig sei. Bürgermeister Gerhard Wunder teilt mit, dass eine nochmalige Prüfung bei den zuständigen Stellen veranlasst werde. Er weist auch deutlich darauf hin, dass eine Durchführung der Maßnahme nur mit einer Förderung ermöglicht werden kann.  MdL Jürgen Baumgärtner wurde bereits gebeten, sich für die Änderung der Förderrichtlinie einzusetzen. Letztlich liegt dann die Entscheidung beim Marktgemeinderat.

Heinrich Bätz, Neufang 20, trägt hinsichtlich eines Holzlagersammelplatzes für die Forstwirtschaft die Bitte vor, ob nicht zur Erleichterung der An- und Abfahrt der Lkw’s eine geeignete Flurbereinigungsfläche der Gemeinde zur Anmietung zur Verfügung gestellt werden könne. Bürgermeister Wunder sagt eine Überprüfung durch die Verwaltung, Herrn Roland Zwosta, zu.

Marko Kotschenreuther, Neufang 243, fragt an, warum auf den Kreisstraßen nach Steinberg und Steinwiesen keine Mittelstreifen, die seines Erachtens früher vorhanden waren, mehr markiert werden. Bürgermeister Wunder antwortet, dass eine gewisse Mindestbreite der Grund sein könnte. Es werde eine rechtliche Klärung vorgenommen.

Landrat Löffler sagt Herrn Kotschenreuther eine schriftliche Antwort durch das Landratsamt zu.

Helmut Backer, Neufang 138, kritisiert den Ausbau der Straße zum Feststadel und bezeichnet diese als „Rüttelpiste“. Seines Erachtens habe der Bauhof die Spitzgrabensteine nicht richtig gesetzt und so könne der Firma Schmittnägel kein Vorwurf gemacht werden. Thomas Föhrweiser, Neufang 28, schließt sich den Ausführungen Backers an und weist auf die dadurch entstandenen Dellen und somit auch Wasserpfützen hin. Bürgermeister Wunder erläutert, dass ein nicht optimaler Ausbau erfolgt sei. Man habe bereits mit der Firma Schmittnägel Gespräche wegen einer Nachbesserung geführt. Ein Neubau wäre wesentlich teurer gekommen. Die Straße sei jedenfalls besser als zuvor und man habe eine bessere Zufahrt zum Feststadel geschaffen.

Bernd Haderlein, Neufang 120, Thomas Föhrweiser, Neufang 28, Marco Wich, Neufang 214, bitten um Auskunft in Sachen Kulturhalle Steinwiesen bezüglich der Planung, Unterhaltung und Strukturen. Man habe schon Absagen erhalten, weil die Halle belegt sei. Es heiße sogar, dass gewisse Stammvereine ein Vorrecht hätten. Nachdem es sich um eine gemeindliche Halle handelt, stelle sich die Frage nach den von der Gemeinde festgesetzten Unterhaltungskosten, Miete, Endreinigung usw. und ob nach der Generalsanierung auch noch die Gemeinde allein zuständig sei. In den Gemeindeteilen handeln die Vereine eigenständig. Bürgermeister Wunder weist darauf hin, dass hier Äpfel mit Birnen verglichen werden und die Kulturhalle eine Halle für alle Vereine in der gesamten Großgemeinde sei. Es werden voraussichtlich ca. 3,7 Millionen Euro Kosten anfallen. Man werde diese Generalsanierung durchführen, zumal eine 90 %-ige Förderung für eine Mischnutzung gegeben sei.

Diese Fördermittel stehen bis 2022 zur Verfügung. Bis dahin muss die Modernisierung abgeschlossen sein. Zurzeit laufe der Architektenwettbewerb. Diese Kulturhalle in Steinwiesen ist immer schon eine Einrichtung der Gemeinde für die gesamte Großgemeinde. Das Mehrzweckhaus in Nurn und der Feststadel in Neufang sowie auch jetzt das Gemeinschaftshaus in Schlegelshaid waren Bürgerwünsche und werden auch entsprechend durch die Bürger und Vereine dieser Ortsteile unterhalten. Jeder Verein, der die Halle in Steinwiesen nutzt, müsse Miete zahlen. Bezüglich der künftigen Miete nach der Generalsanierung müsse man erst die Kosten abwarten. Belegungswünsche sind mit Hausmeister Harald Schwägerl abzusprechen. Außerdem haben sich die Vereine aus Steinwiesen schon mit viel Eigenleistung in die Sanierung eingebracht.

Michael Förtschbeck, Neufang 5, begrüßt die vom Bauhof auf der Straße aufgebrachten Markierungen „Vorsicht Kinder“. Er schlägt jedoch vor, künftig die Abgrenzungen erst nach dem Trocknen zu entfernen, um eine weitläufige Abzeichnung durch Reifenspuren auf dem restlichen Straßenstück zu vermeiden. Bürgermeister Wunder sagt eine Benachrichtigung des Bauhofes zu.

Franz Kotschenreuther, Neufang 32, spricht auch im Bezug auf das bestehende Gewerbegebiet das Problem des Oberflächenwassers an. Der Hauptkanal reiche nicht mehr aus und man hätte beim Wasserleitungsbau entsprechende Vorkehrungen mit treffen müssen. Bürgermeister Wunder führt aus, dass die Anlage bereits in den 70-er Jahren gebaut wurde und die Dimension nunmehr insgesamt nicht mehr ausreiche. Er weist auf die bekannten Probleme beim Anwesen Günther Bätz und auf der Kreisstraße beim Park am Feuerwehrhaus hin. Es müssen in Zukunft neue Berechnungen gemacht werden und demzufolge werden dann auch große Investitionen anstehen.

Rudolf Kotschenreuther, Neufang 157, beschwert sich darüber, dass bei den neu anzuteerenden Kanalschächten im Gebiet „Hohler Steig“ über Nacht die Deckel neben den Schächten gelegen haben. Er weist auf die große Gefahr bei offenen Schächten hin und hofft, dass dies nie mehr vorkommt. Zum Glück sei weiter nichts passiert. Bürgermeister Wunder wird beim Bauhof eine Klärung herbeiführen. Er konnte im Gemeinderat berichten, dass die Schmutzfänge noch drin waren und so die Gefahr nicht so groß war. „Aber das darf natürlich nicht passieren“, sagte Wunder.

Marko Kotschenreuther, Neufang 243, bedankt sich herzlich bei Bürgermeister Wunder für den Einsatz und die Bemühungen beim Erwerb der Raiffeisenräume im Musikheim durch den Markt Steinwiesen. Der Musikverein selbst hätte diesen Erwerb nicht schultern können. Diese Räume stehen jetzt dankenswerter Weise dem Musikverein Neufang zur Verfügung.

Sebastian Kotschenreuther, Neufang 13, weist auf Beschädigungen (Risse, Dellen, Setzungen) auf dem gepflasterten Gehsteig zwischen den Anwesen Müller und Rost hin. Nicht nur für Rollstuhlfahrer sei dies eine Gefahr. Bürgermeister Wunder erläutert, dass der Gehsteig in Eigeninitiative von den Neufanger Bürgern gepflastert wurde. Er werde eine Überprüfung durch den Bauhof vornehmen lassen.

Landrat Klaus Löffler spricht sich lobend über den hervorragenden ausführlichen Rechenschaftsbericht des Bürgermeisters aus. Er bedankt sich auch bei den Gremien für die bestens geleistete Arbeit über Parteigrenzen hinweg. Er sieht den Markt Steinwiesen in eine gute Zukunft gehen. Das ehrenamtliche Engagement und eine große Heimatverbundenheit seien auch für ihn als Landrat immer ganz wichtig. Auch der Landkreis Kronach befindet sich auf einem guten Weg, was Landrat Löffler anhand verschiedener Planungen und Projekte aufzeigte.

Birnbaum

Söllner Joachim, Birnbaum 89, fragte an, ob die Möglichkeit bestünde in Birnbaum auf der Kreisstraße eine Zone 30 einzurichten. Bürgermeister Wunder erklärte hierzu, dass dies sehr schwierig sei, da sich die Verkehrsregeln ändern bzw. dies auch Einschränkungen für die Bürger bedeuten würde. Er werde dies in Absprache mit dem Landratsamt Kronach und der Polizei prüfen lassen. Es wäre eventuell sinnvoller, Geschwindigkeitsanzeigetafeln zu installieren.

Münzel Klaus, Birnbaum 5, bedankte sich bei Bürgermeister Gerhard Wunder für seine geleistete Arbeit, da langsam auch das Finale ansteht und alles sehr schön geworden ist. Bürgermeister Wunder führte aus, dass die Grundlage gelegt sei und jetzt die Bürger gefordert werden um den Zustand durch Pflege zu erhalten.

Beetz Günter, Birnbaum 80a, gab ein Lob der TG Birnbaum an Herrn Bürgermeister Wunder, und stellte heraus, dass es sehr gut ist, dass der Dank auch direkt von Bürgern kommt.

Weiterhin stellte Herr Beetz heraus, dass Heinz Kolb beim Dank nicht vergessen werden darf, da er tagtäglich auf der Baustelle war und den Kontakt zu den Firmen und der Gemeinde gehalten hat und auch viele gute Anregungen im gesamten Projekt mit eingebracht hat. Bezüglich des Winterdienstes machte Herr Beetz darauf aufmerksam, dass der Winterdienstunternehmer auf die neuen Verhältnisse hingewiesen werden sollte, und die Gemeinde als auch die Bürger Ihre Anlagen sichern und kennzeichnen sollen. Hierzu erklärte Bürgermeister Wunder, dass der Winterdienst bei der jährlichen Besprechung auf die Neuerungen hingewiesen wurde, und sich der Unternehmer schon ein Bild vor Ort gemacht hat.

Gareis Gerhard, Birnbaum 53, erklärte, dass es schön gewesen wäre, wenn die ausführenden Firmen auf Privatflächen hingewiesen worden wären. In seinem Fall hat eine Firma Sachen auf seinem erst hergerichteten Privatgrundstück ohne Rücksprache zwischengelagert. Bürgermeister Wunder erklärte hierzu, dass die beschädigte Fläche selbstverständlich im Frühjahr wieder hergerichtet werde.

Böhnlein Josef, Birnbaum 18, erklärte, dass fremde Radfahrer häufig bei seinem Anwesen vorbeifahren und dann später wieder zurückkommen, nachdem sie bemerkt haben, dass sie sich verfahren haben. Demzufolge sollte doch evtl. ein Wegweiser aufgestellt werden. Bürgermeister Wunder erklärte, dass man hier evtl. einen Wegweiser anbringen sollte.

Stöcklein Georg, Birnbaum 93, erkundigte sich nach dem Sachstand bezüglich des Verkaufs der Gemeindewiesen, wieso er als Verkäufer die Notarkosten übernehmen solle und in der Vereinbarung ein anderer Preis genannt ist als vereinbart. Bürgermeister Wunder erklärte hierzu folgendes; die Verhandlungen laufen über das Amt für ländliche Entwicklung in Bamberg, wo er sich über den Sachstand erkundigen werde. Weiterhin wird in diesem Zusammenhang die Kostenübernahme der Notarkosten durch den Markt Steinwiesen sowie die irrtümlich angegebenen Preisunterschiede für den Verkauf geklärt.

Ebertsch Stefan, Birnbaum 82 A, regte an, in Birnbaum Richtung Leitsch das Schild „Räum- & Streudienst“ zu erneuern. Weiterhin bat Herr Ebertsch in der Leitsch beim ehemaligen Sägewerk einen Straßenwegweiser aufzustellen, welcher den Weg nach Birnbaum über Neufang beschreibt.


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