Markt Steinwiesen Markt Steinwiesen
Winter an der Ködel
winterliche Felder bei Nurn
Eingebettet in Schnee
Winterlicher Sonnenuntergang
Herrlicher Wintertag
Schneetürme auf dem Gartenzaun

Der "Tag des Städtebaus" in Steinwiesen

24.05.2016 Ausstellung zum „Tag des Städtebaus“ am 21.05.2016 im "Gerberhaus" in Steinwiesen

Steinwiesen. Zum Tag des Städtebaus wurde vom Markt Steinwiesen eine Ausstellung im Stadtumbaubüro im Gerberhaus durchgeführt. Unter dem Motto „Wie kann sich Steinwiesen entwickeln“ wurden die Ideen und Betrachtungen der Hochschule Coburg sowie des Büros DSK den Besuchern dargestellt. Zur Eröffnung der Ausstellung begrüßte Bürgermeister Gerhard Wunder einige interessierte Bürger sowie die Marktgemeinderätin Brigitte Geiger und die Marktgemeinderäte Frank Hauck und Richard Rauh. Von „Steinwiesen aktiv“ waren Wieland Beierkuhnlein sowie Rainer Kober anwesend, die sich ebenfalls sehr für die Ideen der Studenten interessierten. Bürgermeister Gerhard Wunder führte aus, dass verschiedene Objekte in Steinwiesen von den Studenten begutachtet wurden. Gemeinsam mit dem Büro DSK, welches ein generationenübergreifendes Wohnraumkonzept erarbeitet, wurden so verschiedene Objekte untersucht. Die Nutzung von Leerständen spielt dabei eine ganz besondere Rolle. So informierte das neue Stadtumbaumanagement mit dem Büro Planwerk und DSK über die verschiedenen Fördermöglichkeiten im Bereich der Leerstände. Das Sanierungsprogramm des Marktes Steinwiesen hob Bürgermeister Gerhard Wunder hervor. Objekte, die im Sanierungsgebiet liegen, können mit 30 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst werden. Nähere Auskünfte über das Förderverfahren können im Rathaus Steinwiesen eingeholt werden.

Bezüglich der Umwandlung von Leerständen ging es vor allem um die Bereiche Tourismus, betreutes Wohnen und hochwertiger Wohnraum. Die Hochschule Coburg favorisierte für hochwertigen Wohnraum den Bereich „An der Rodach“. Von der Brücke beim alten Rathaus bis zur Ankerbrücke bieten sich die dortigen Anwesen und Scheunen an, hochwertigen Wohnraum zu schaffen. Im Bereich des „Betreuten Wohnens“ wurden die Objekte beim ehemaligen Schleckermarkt sowie das Wohn- und Geschäftshaus in der Nordhalbener Straße näher untersucht. Weitere Schwerpunkte waren die Bereiche in der Ortsmitte beim Gerberhaus und bei der Rodachbrücke, der Gasthof „Grüner Baum“, das Aparthotel Frankenwald sowie verschiedene Baulücken für touristische Nutzung.

Gerhard Wunder erklärte, dass es Wunsch der Regierung von Oberfranken sei, das ein bis zwei Projekte noch in diesem Jahr begonnen werden. Hierzu werden Fördermittel der Städtebauförderung zur Verfügung gestellt. Wichtig sei, dass man auch private Investoren aus der Region für das eine oder andere Projekt gewinnen kann. Ebenso will man Kontakt mit der Caritas sowie dem BRK aufnehmen, wenn es um „Betreutes Wohnen“ oder um andere Betreuungsformen geht. Letztlich können die Projekte nur umgesetzt werden, wenn die Menschen vor Ort davon überzeugt werden, dass sich die Investitionen in diese Leerstände auch rentiert. Dazu will man eine positive Stimmung in der Gemeinde und im oberen Rodachtal erzeugen.

Die Ausstellungsbesucher diskutierten sehr angeregt über die einzelnen Vorschläge. Besonders der Vorschlag, den Radweg von Erlabrück kommend auf die alte Bahntrasse zu verlegen, fand großen Zuspruch. In diesem Zusammenhang haben die Studenten vorgeschlagen, von den Tennisplätzen bis zur Firma Kober verschiedene Aktionsbereiche anzulegen. Die Vorschläge reichen von einer gärtnerischen oder landwirtschaftlichen Nutzung für Spiel- und Sportzwecke mit der Nutzung der Wasserflächen an der Rodach bis hin zum Besuch der Porzellanfabrik in Steinwiesen. Letztlich sollte der Radweg dann beim ehemaligen Bahnhof in den Ort geführt werden, um auch dort die Geschäftswelt zu beleben. Bürgermeister Gerhard Wunder bedankte sich bei den Besuchern für das rege Interesse und versprach, dass weiterhin wichtige Informationen an die Bürger weitergegeben werden. Der von der Regierung von Oberfranken erstellte Flyer über die verschiedenen Fördermöglichkeiten von Haussanierungen liegt im Rathaus Steinwiesen auf und kann dort abgeholt werden. Letztlich dient auch der Tag des Städtebaus dafür, die Förderung des Staates herauszustellen. Der Markt Steinwiesen ist zusammen mit der Stadt Wallenfels im Förderprogramm für kleinere Städte und Kommunen und genießt so in den letzten Jahren hohe Staatszuschüsse. Wir wollen alles dafür tun, dass sich ein Leben im Ländlichen Raum und in unserer Heimat weiter lohnt, so Bürgermeister Gerhard Wunder abschließend.

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