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Herrlicher Wintertag
Schneetürme auf dem Gartenzaun

Diamantene Hochzeit in Nurn

14.11.2016 Ilse und Franz Deuerling seit 60 Jahren verheiratet.

Nurn – Seit 60 Jahren sind Ilse und Franz Deuerling ein Herz und eine Seele. Nun feierten der echte Nurner und seine aus Aschau im Chiemgau stammende Frau das seltene Jubiläum der Diamantenen Hochzeit im Kreise zahlreicher Verwandter und Bekannter.

Begonnen hatten sie ihren Festtag an jenem Ort, an dem sie vor sechs Jahrzehnten am Traualtar den Bund der Ehe eingingen: in der Nurner St.-Michaels-Kirche. Da dieses Gotteshaus nur rund 30 Meter von ihrem Wohnhaus entfernt ist, genügte ein „Sprung“ über die Kreisstraße hinweg, um mit weiteren Angehörigen und Gläubigen sich dort an jenem Tag zu erinnern, wo beide sich das Ja-Wort gaben. Da im Jahre 1956 auch die Nurner Kirche eingeweiht wurde, waren Ilse und Franz Deuerling das seinerzeit zweite Ehepaar, das in dem neu erbauten Gotteshaus getraut wurde.

Dass der Dankgottesdienst von der Chorgemeinschaft Steinwiesen-Nurn unter der Leitung von Karina Klaumünzer festlich umrahmt wurde, hatte unter anderem seinen Grund darin, weil Franz Deuerling heute noch aktiver Sänger dieser Vereinigung ist. Der 81-Jährige gehört damit einem Männer-Sextett in der aus rund 30 Mitgliedern bestehenden Sängergruppierung an. Seine Verdienste für eine über 50-jährige aktive Sängerzeit würdigten bereits der Fränkische Sängerbund, der Deutsche Chorverband und die Marktgemeinde Steinwiesen mit der Goldenen Ehrennadel.

Das diamantene Ehepaar ist vielen Heimischen deshalb bekannt, weil Franz Deuerling ab dem Jahre 1960 in seinem Heimatort einen Friseursalon, der inzwischen von seiner Tochter Bärbel Wich geführt wird, hatte. Bevor Franz Deuerling 1959 den Meisterbrief des Friseurhandwerks in Händen hielt, war er unter anderem beruflich in Aschau tätig, wo er dort auch seine Frau Ilse kennen lernte. Dass die Oberbayerin im Frankenwald geblieben ist, begründete sie am gemeinsamen Ehrentag mit den Worten: „Wenn ich keine so gute Schwiegermutter gehabt hätte, wäre ich nicht hier geblieben.“ Da noch heute gute Verbindungen ins Chiemgau bestehen, stehen dortige Besuche auf dem Jahresprogramm des Jubelpaares. Die weiteste Anreise nach Nurn hatte diesmal Sohn Frank, der seit langem im westfälischen Selm verheiratet, beheimatet und beruflich tätig ist. Neben den beiden Kindern gratulierten unter anderem vier Enkel und zwei Urenkel sowie Bürgermeister Gerhard Wunder. Er übermittelte auch die Glückwünsche des Landkreises.

Ein Ständchen brachte der Musikverein Nurn, bei dem Franz Deuerling viele Jahre als Blasmusiker wirkte, dar. Zu den weiteren Gratulanten gehörten die Vertreter des Sportvereins, der Frankenwaldvereins-Ortsgruppe und der Kirchenverwaltung. hf

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