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Die „Unglaublichen“ erobern das Rathaus

16.11.2016 Der rote Robert ist zurück auch ohne Gemeinderatswahlen – Bürgermeister Gerhard Wunder muss das Feld räumen.

Steinwiesen (sd) Ein „Unglaub(liches)“ Prinzenpaar regiert seit dem 11.11. in Steinwiesen. Robert I. und Sabine I. vom Hause Unglaub haben die Schlüssel des Rathauses an sich genommen und somit Bürgermeister Gerhard Wunder abgesetzt. Robert I., hier als der „rote Robert“ vorgestellt, ist kein Fremder in den heiligen Hallen, die gerade von außen neu gestrichen wurden. Jedoch nur von vorne, wie Feilo (Jürgen Feil) in seinem Prolog verlauten ließ. Robert I. genießt es, mit seinen Elferräten viel „Rot“ ins schwarze Rathaus zu bringen, stechen die Mannen mit ihren roten Jacken doch aus der Menge heraus. Genauso wie die hübschen Mädels der Prinzengarde, die ebenfalls in rot-weiß auftreten. Und so sagten Robert I. und Sabine I. in ihrer Antrittsrede auch ganz deutlich, was sie denken. „Unglaublich aber war, wir sind das neue Steinwiesener Prinzenpaar“. Die beiden sind große Faschingsnarren und seit Jahren aus dem Steinwiesener Fasching nicht wegzudenken. Robert I. schießt jedes Jahr mit der Kanone Blacky I den Fasching beim Büttenabend ein und vertritt als Elferrat die Narren vom Podium aus. Sabine I. trainiert die Jugendgarde und ist bei Aufführungen der Elferratsfrauen stets an vorderster Front. Außerdem arbeiten die beiden viel im Hintergrund, damit Steinwiesen eine Faschingshochburg bleibt. Mit einer kleinen Träne verabschiedete sich das letztjährige Prinzenpaar Frank I. und Carina I. und übergaben das Zepter an die neuen Regenten.

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Das neue Prinzenpaar der Faschingshochburg Steinwiesen: Die „Unglaublichen“ Robert I. und Sabine I

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Das neue Kinderprinzenpaar Heidi I. und Hannes I

Das Kinderprinzenpaar kommt auch aus faschingsbegeisterten Familien. Zumindest die beiden Mütter sind richtige Faschingsnarren. Hannes I. kommt aus einem Steinwiesener „Fürstenhaus“ und Heidi I. ist „dem Kolb Frank seine“. Hand in Hand wollen sie in den Fasching starten und dem Gerhard zeigen, wie man das Regieren richtig macht. Auch das kleine Prinzenpaar vom Vorjahr, Michelle I. und Jakob I. (der mit dem tollen Lachen), übergab die Herrschaft an Hannes I. und Heidi I. und wünschte genau so viel Spaß. Damit das Niveau der Veranstaltung etwas gestiegen ist, hat Bürgermeister Jens Korn seinen besten Musikanten Lasse aus der Stadt mitgebracht, der mit dem Schifferklavier für Unterhaltung sorgte. Närrisch dabei waren auch die Kneipenstürmer aus Nurn.

Der große Redner Präsident Wieland war diesmal nur in Bildform vorhanden. Doch mit Feilo hatte er einen exzellenten Vertreter, der die kleinen Spitzen an Politik und vor allem Bürgermeister Wunder und den Bürgermeistern aus Wallenfels, Marktrodach und Nordhalben austeilte. Wobei Nordhalben flachfiel, denn „wer nicht da ist, wird nicht gezählt“. Die Rede ward von Wieland geschrieben und deshalb kamen die Lacher auch oftmals später – doch Feilo nahm es mit Humor: „Bin der Wieland – Intelligenz muss man erst kopieren können“, was ihm verdiente Ovationen einbrachte. Bürgermeister Wunder wurde einmal gelobt: „Es flüstert nur noch auf den Straßen“ und dann getadelt: „und husten tun nur noch die Gassen“. Zugvogel „Nobby“ Norbert Gräbner hatte sich beim Urlaub in Ägypten extra beeilt, um am 11.11. dabei zu sein und nur die Küsse der Mädels von Prinzengarde konnten den „halberfrorenen“ retten. Er bedankte sich ganz herzlich bei Jens Korn, der ihm letztes Jahr angeboten hatte, ein Seminar mit dem Thema „Wie kandidiere ich erfolglos als Landratskandidat?“ durchzuführen und ihm zu helfen. „Es hat geklappt, er hat mir geholfen. Mit einem solchen Berater kommt man eben voran“, sagte Gräbner lachend und meinte, dass er dem Rodachtal als Bürgermeister erhalten bleibe und weiterhin am 11.11. dabei sein kann.

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Feilo (Jürgen Feil) vertrat den verhinderten Präsident Wieland Beierkuhnlein

Bürgermeister Jens Korn aus der Stadt war eigentlich „stinksauer“ wegen des Zeitungsberichts des Lügensagervereins. Eine Kooperation mit Nordhalben hätte er Gerhard Wunder nicht zugetraut. Deshalb werde er sich nun nach Süden orientieren und mit Marktrodach paktieren. „Steinwiesen war mir immer der liebste Ort zwischen Erlabrück und Rieblich. Aber nun werden wir zwei Wasserrutschenbürgermeister eine Rutsche von Dörnach nach Zeyern bauen mit Zwischenstopp zum Haxenessen“, meinte Korn „durchaus ernst“.

Gerhard Wunder bestätigte, dass der Lügensagerverein das Beratergremium Nummer 1 im Rathaus sei. Und den Wieland habe man auf ein Präsidentenseminar geschickt, denn nachdem Trump Präsident in Amerika ist, habe auch Wieland Chancen, denn beide hätten eine gute Frisur, viel Erfolg bei Frauen und auch sonst so einige Gemeinsamkeiten. „Vielleicht kann uns Trump helfen, die Immobilienprobleme mit dem Aparthotel zu lösen“, meinte Feilo. Der Humor geht in Steinwiesen eben nicht verloren und so begab sich die lustige Narrenschar in den Grünen Baum, wo bis in die Morgenstunden mit Tschito und Lasse „der Bär tanzte“.

Kategorien: Rathaus, Veranstaltungen