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Sonnenuntergang oberhalb von Steinwiesen

Dienstjubiläum

07.11.2017 Seit 40 Jahren ist Gertrud Schubert für Kinder da.

Neufang - Die Leiterin der Neufanger Kita, Gertrud Schubert, feierte 40-jähriges Dienstjubiläum. Thomas Pyka, Geschäftsführer der katholischen Kindertagesstätten im Dekanat Kronach, überreichte ihr hierfür die Ehrenurkunde des Freistaates Bayern.

Ein ganzes Haus voller lebendiger Kinder - Daran erfreut sich Gertrud Schubert auch nach 40 Arbeitsjahren jeden Tag aufs Neue. So lange übt sie nun schon ihren Beruf als Erzieherin aus, den sie - wie sie bekundet - über alles liebt. Fast ihre ganze Laufbahn - 39 Jahre - verbrachte sie in der Katholischen Kita St. Laurentius Neufang, der sie über diesen Zeitraum als Leiterin vorsteht. Anlässlich dieses schönen Jubiläums bereiteten ihr das Team sowie die Jungen und Mädchen der Kita eine kleine Feier mit einem ganz auf sie zugeschnittenen Programm.


Jubiläumsempfang der Kinder für Gertrud Schubert

Vieles habe sich, so Gertrud Schubert, in den vergangenen 40 Jahren verändert. Geblieben ist die Liebe zum Beruf. „Mich faszinieren Kinder: Sie sind stark, echt und äußern frei ihre Gefühle. Sie wissen, was sie wollen. Sie sind voller Liebe und lernen mit Intensität und Lust. Sie erforschen und entdecken ihre Welt und rühren etwas in uns Großen an, was Erwachsene in diesem Ausmaß nicht mehr können“, zeigte sie sich sicher. Es gebe Momente im Beruf Erzieherin, die seien unbeschreiblich schön: zum Beispiel das Vertrauen, das sich zu Kindern aufbaut und ihre oft spontan gezeigte Zuneigung. „Kinder bereiten mir Freude, sie schenken Optimismus, Lebensschwung und Gemeinschaft. Sie bringen uns zum Lachen. Sie fordern auf zu Aufrichtigkeit und zum Jungbleiben. Kinder können Ärger vertreiben, lindern Schmerzen, verringern unsere Sorgen und Ängste“, freute sie sich.

Glücksmomente und Alltagsstress gemeinsam mit dem pädagogischen Team zu teilen, machten jeden Tag aufs Neue wieder neugierig und Lust. „Jede Erzieherin weiß, in welcher Geschwindigkeit die komplexen Aufgaben für uns in den vergangenen Jahren zugenommen haben“, erklärte sie. Ein Beispiel: 1978 waren es drei Mitarbeiterinnen in diesem Haus, inzwischen sind es zwölf Kolleginnen. „Die Pädagogik hat sich komplett verändert und ebenso das Bild vom Kind: Kinder verfügen über natürliche Gaben und Potenziale von ungeheurer Vielfalt und Vitalität. Wir Erzieherinnen sind Ansprechpartnerinnen und Begleiterinnen kindlicher Lernprozesse“, zeigte sie sich sicher. Dabei habe sie sich nicht nie gescheut, neue Wege bei der Erziehung und Bildung von Kindern zu gehen. Ein Anliegen war ihr, durch kontinuierliche Fortbildungen dafür kompetent zu bleiben. Es mache Spaß, so in Bewegung zu sein, immer wieder Neues zu lernen und Standpunkte neu zu finden.  All diese Herausforderungen, Erfahrungen und Erkenntnisse und vor allen Dingen die Rückmeldungen durch die Kinder und ihre Eltern sowie Kolleginnen seien für sie seit jeher Quellen für ihre Motivation. „Viele Kinder verbrachten ihre ersten Lebensjahre mit uns - und das sechs bis acht Stunden am Tag: Eine Herausforderung, eine große Verantwortung aber auch jede Menge Lust, diese Aufgabe bis zum Rentenalter zu übernehmen“, bekundete sie.

Die Kinder hatten mit den anderen Mitarbeiterinnen schöne Lieder vorbereitet, die sie zum Besten gaben. Namens des Teams gratulierte die stellvertretende Kita-Leiterin Yvonne Siegel zum 40. Jubiläum. Auch sie verwies auf die veränderten Strukturen der Kinderbetreuung und das damit verbundene erweiterte Arbeitsfeld. Den Schritt vom Kindergarten zur Kindertagesstätte mit der Betreuung von Klein- und Schulkindern habe ein Umdenken erforderlich gemacht - wie auch bauliche Veränderungen. Im Mai 2015 habe man neue Räumlichkeiten in der generalsanierten und um acht Krippenplätze erweiterten Kita bezogen. Als Erzieherin und insbesondere als Leiterin bedürfe es starker Nerven, eines großen Selbstbewusstseins, Empathie, Flexibilität, Sozial- und Führungskompetenz sowie Teamfähigkeit - Dies alles zeichne die Leiterin in hohem Maße aus.      


Kita-Leiterin Gertrud Schubert wurde zu ihrem Dienstjubiläum mit vielen guten Wünschen, Geschenken und Liedbeiträgen bedacht

Thomas Pyka überreichte der Jubilarin die von der bayerischen Staatsministerin Emilia Müller unterzeichnete Ehrenurkunde des Freistaates Bayern. 40 Jahre als Erzieherin tätig zu sein und davon 39 Jahre lang in der Leitung, sei ein wahrlich außergewöhnliches Jubiläum. So habe sie nach ihrer Ausbildung lediglich ein Jahr im Gundelsdorfer Kindergarten gearbeitet, bevor sie ihren Dienst in Neufang angetreten habe. Er dankte für die sehr gute Zusammenarbeit ebenso wie der Vorsitzende des Kindergartenfördervereins, Rudi Gareis. Dieser verwies darauf, dass es damals Heinz Hausmann gewesen sei, der sie für den Posten als Leiterin empfohlen habe. „Eine gute Empfehlung“, stellte er fest. Was sie in den vergangenen 39 Jahren für den Kiga und zugleich auch für Neufang geleistet habe, sei aller Ehren wert. „Wir sind sehr froh, dass sie hier arbeiten“, würdigte Pfarrer Richard Reis, der die Glückwünsche der Katholischen Kirchenstiftung übermittelte. Seitens des Elternbeirats gratulierte die Vorsitzende Isabell Kotschenreuther. Sichtlich gerührt bedankte sich Gertud Schubert für die vielen guten Wünsche und Geschenke. hs

Kategorien: Kindergarten