Markt Steinwiesen Markt Steinwiesen
Ein Gruppenbild des neugewählten Marktgemeinderates Steinwiesen in Corona-Zeiten. In der Mitte erster Bürgermeister Gerhard Wunder

Drei neue Räte wurden vereidigt

12.05.2020 Frank Hauck (CSU) als 2. Bürgermeister neu gewählt, Thomas Reißig (CSU) bleibt als dritter Bürgermeister im Amt.

Von links 3. Bürgermeister Thomas Reißig (CSU), Gisela Schmermer (neu, CSU), 2. Bürgermeister Frank Hauck (CSU), Evi Sesselmann (neu, SPD), Ewald Rehm (neu, SPD) und Bürgermeister Gerhard Wunder.  Fotos: Susanne Deuerling
Die neuen Gemeinderäte und -rätinnen sowie Bürgermeister stellen sich vor

Neuer zweiter Bürgermeister
Steinwiesen (sd) Einen Führungswechsel an der „verlängerten“ Spitze gab es im Steinwiesener Gemeinderat.

Bei der Wahl zum zweiten Bürgermeister standen Frank Hauck (CSU) und Jürgen Deuerling (SPD) zur Wahl. In geheimer Wahl konnte Hauck 12 und Deuerling 5 Stimmen erringen. Somit wird Frank Hauck in den nächsten sechs Jahren den Posten des zweiten Bürgermeisters übernehmen. Er tritt hier in große Fußstapfen, denn Bruno Beierlorzer (CSU) bekleidete das Amt 30 Jahre lang. Nun hat er sich aus dem Gemeinderat verabschiedet und gibt sein Amt in andere Hände.

Zur Wahl des dritten Bürgermeisters stellte sich ebenfalls Jürgen Deuerling (SPD), er musste sich jedoch auch hier der Übermacht der CSU-Fraktion geschlagen geben. Deren Kandidat Thomas Reißig (CSU) aus Neufang konnte sich souverän mit 12 Stimmen durchsetzen, auf Deuerling entfielen 5 Stimmen. Somit gibt es in Steinwiesen einen neuen zweiten Bürgermeister, der anschließend von Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) vereidigt wurde.

Neue Gemeinderäte
„So wahr mir Gott helfe“ - Ebenfalls vereidigt wurden die neuen Marktgemeinderäte Gisela Schmermer, Steinwiesen (CSU), Evi Sesselmann, Nurn (SPD) und Ewald Rehm, Neufang (SPD). Bei den Fraktionssprechern gab es keine Änderungen. Für die CSU ist weiterhin Jürgen Eckert (Stellvertreter Markus Merkl) und für die SPD Jürgen Deuerling (Stellvertreterin Brigitte Geiger) aktiv. Erfreulich ist, dass man die „Frauenquote“ für diese Legislaturperiode um 300 % von 1 auf 3 erhöhen konnte. Nun sind mit Brigitte Geiger und Evi Sesselmann (beide SPD) und Gisela Schmermer (CSU) drei weibliche Marktgemeinderätinnen im Gremium.

Marktgemeinderat für die neue Legislaturperiode 2020 – 2026
Das Gremium setzt sich wie folgt zusammen:

1. Bürgermeister Gerhard Wunder, 2. Bürgermeister Frank Hauck, 3. Bürgermeister Thomas Reißig, Fraktionsvorsitzender Jürgen Eckert, Günter Partheymüller, Andreas Müller,  Gisela Schmermer, Michael Schmittdorsch, Udo Trebes, Markus Merkl, Christopher Müller, Rudi Kotschenreuther (alle CSU), Fraktionsvorsitzender Jürgen Deuerling, Brigitte Geiger, Ewald Rehm, Evi Sesselmann, Robert Unglaub (alle SPD)

In seinen Ausführungen sagte Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) Dank für den großen Vertrauensbeweis der Bürger. „Sie haben entschieden, wer in den nächsten sechs Jahren die Kommunalpolitik in Steinwiesen leitet“. Ein gutes Klima im Gemeinderat zwischen beiden Fraktionen sei notwendig, um die Politik und die anstehenden Aufgaben zu meistern und mit einem guten Ergebnis zu bewältigen. Es sei wichtig, trotz Bürgernähe nicht nach dem Mund zu reden. Soziale Kompetenz und Glaubwürdigkeit seien nur zwei der Kriterien, die den Bürgern wichtig sind. Der Gemeinderat bildet die Grundlage für das demokratische Leben in der Gemeinde. Wunder informierte über die Bayerische Gemeindeordnung, in der die Kompetenzbereiche des Bürgermeisters und des Gemeinderates klar abgegrenzt sind. In Steinwiesen wird Partei übergreifend und zum Wohle der Bürger gearbeitet. Die kommunale Selbstverwaltung ist das Kernstück der Kommunalpolitik. Sie sagt, welche Aufgaben von den Gemeinden zu erfüllen sind. Pflichtaufgaben sind hier die Versorgung mit Energie, Wasser, Abwasser, der Sachaufwand für die Grundschule, der Feuerschutz sowie die Unterhaltung der Gemeindestraßen und die gemeindlichen Gebäude. Die sogenannten freiwilligen Aufgaben umfassen in erster Linie Einrichtungen wie Spielplätze, Hallen- und Freibäder, Erholungseinrichtungen sowie die Förderung des Tourismus. Auch in den kommenden sechs Jahren soll Steinwiesen wieder ein Stück nach vorne gebracht werden. Mit einer aktiven Bürgergesellschaft profitiert die Kommune zukunftssicher, innovativ und menschlich. Und deshalb werde man auch zukünftig die Anerkennungskultur gezielt weiterentwickeln. „Wir sind auf das ehrenamtliche Engagement der Bürger angewiesen und zeigen dies auch durch unsere Wertschätzung“, betonte Wunder. Als Herausforderung bezeichnete er die demographische Entwicklung, man wolle hier mit dem Leerstandsmanagement, mit dem Zuzug junger Familien und dem Projekt „in der Heimat wohnen“ dagegenwirken.

Viele neue Projekte kommen auf den neuen Marktgemeinderat und den Bürgermeister zu. Mit der Stärkung des Grundschulstandortes, der Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen, dem interkommunalen Entwicklungskonzept und erheblichen Investitionen in Wasser und Abwasser sei man gut ausgelastet. Aber neben den Pflichtaufgaben sollte immer noch Platz für Visionen bleiben. In einem kurzen Ausblick sprach Bürgermeister Gerhard Wunder über die Energiewende, den Klimaschutz und den Erhalt der Grundversorgung in Steinwiesen. Nach der Corona-Krise werden auf die Gemeinde sicher Belastungen zukommen, die es zu meistern gilt. „Es liegt an uns, Zukunft positiv zu gestalten. Städte und Kommunen müssen sich den Herausforderungen stellen und wir werden gemeinsam unseren unermüdlichen Einsatz für unsere Heimatgemeinde Steinwiesen leisten“, bekräftigte Wunder. „Arbeiten wir gemeinsam in den nächsten sechs Jahren dafür, Steinwiesen wieder ein Stück nach vorne zu bringen. Gott schütze unseren Heimatort“, schloss der Bürgermeister seine Ausführungen.

Beschlüsse
Die Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts sowie die Geschäftsordnung für den Marktgemeinderat Steinwiesen konnte jeweils einstimmig auf den Weg gebracht werden.

Für die Schulverbandsversammlung wurden Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) als geborenes Mitglied sowie Michael Schmittdorsch (CSU) und als Vertreterin Gisela Schmermer (CSU) nominiert.

Für die Verbandsversammlung des Zweckverbandes zur Wasserversorgung wurden Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU, geborenes Mitglied) sowie Thomas Reißig (Stellv. Rudi Kotschenreuther, beide CSU) und Günter Partheymüller (CSU, Stellv. Ewald Rehm (SPD) nominiert.

Für den Aufsichtsrat der Regenerativen Energie- und Wärmelieferungsgesellschaft Steinwiesen mbH stehen nun die drei Vertreter Rudi Kotschenreuther (CSU, Stellv. Frank Hauck,) Udo Trebes (CSU, Stellv. Markus Merkl) und Jürgen Deuerling (SPD, Stellv. Brigitte Geiger) zur Verfügung.

Heiratsstandesbeamter
Einstimmig wurde vom Marktgemeinderat der 1. Bürgermeister Gerhard Wunder zum Heiratsstandesbeamten im Standesamtsbezirk Steinwiesen für 2020/2026 bestellt.

Ausschüsse des Marktgemeinderates
In die jeweiligen Ausschüsse wurden je 4 CSU-Marktgemeinderäte und 2 SPD-Marktgemeinderäte plus jeweils Stellvertreter gewählt.
Die Ausschüsse sind:
- Finanz- und Rechnungsprüfungsausschuss
- Bauausschuss
- Ferienausschuss

Jugendbeauftragte
Als Jugendbeauftragte wurde neu Gisela Schmermer (CSU) eingesetzt.

Mühlenverein
Beim Mühlenverein vertritt Günter Partheymüller Steinwiesen.

Sonstiges, Fragen
Robert Unglaub (SPD) fragte an, ob man schon sagen kann, was man mit der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED eingespart hat. Kämmerer Rainer Deuerling entgegnete, dass man genaue Zahlen erst am Jahresende sagen könne.

Jürgen Deuerling (SPD) fragte nach, in welchem Zeitraum das Schwimmbad nach grünem Licht nach der Corona-Krise öffnen könne. Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) konnte berichten, dass die Vorarbeiten wie Reinigen und Ausbessern fast erledigt sind. Am neuen Saunagarten wird noch gebaut. Aber das Erlebnisbad könnte innerhalb von 2 Tagen öffnen, das Freibad mit Befüllen und Beheizen ca. 5 – 7 Tage. „Wir werden alle Vorarbeiten leisten, um nach Genehmigung sofort reagieren zu können“, sagte Wunder.

Kategorien: Rathaus, Marktgemeinderat