Markt Steinwiesen Markt Steinwiesen
Durch den regelmäßigen Austausch untereinander sollen die Herausforderungen der Energiewende besser und effektiver gemeistert werden

Energiesparen im Verbund

04.12.2019 Kommunales EnergieEffizienzNetzwerk Oberfranken II – Markt Steinwiesen beteiligt sich an kommunalem Netzwerk.

Foto: privat
Miteinander die Energiewende vor Ort gestalten: Diesem Ziel haben sich die zwölf Kommunen aus Oberfranken verschrieben

Gemeinsam mit elf anderen Kommunen aus Oberfranken will Steinwiesen in den kommenden drei Jahren die Energiewende vor Ort voranbringen und in eigenen Gebäuden möglichst viel Energie sparen. Vor wenigen Tagen startete das mittlerweile zweite „Kommunale Energieeffizienznetzwerk Oberfranken“ (kurz: keeno II), das von der Energieagentur Nordbayern mit Sitz in Kulmbach betreut wird. Die geografische Ausdehnung des Netzwerks reicht von Steinwiesen, Rödental und Schwarzenbach am Wald im Norden des Regierungsbezirks bis Betzenstein und Plech an der Grenze zu Mittelfranken.

Die teilnehmenden Kommunen möchten durch die energietechnische Betreuung der Energieagentur und durch regelmäßigen Austausch untereinander in vierteljährlichen Netzwerktreffen die praktischen Herausforderungen der Energiewende besser und effektiver meistern. Die Erfahrung aus anderen Netzwerken hat gezeigt, dass es im Verbund tatsächlich schneller geht. Deshalb fördert der Bund auch den Aufbau solcher Netzwerke, die zunächst auf einen Zeitraum von drei Jahren ausgelegt sind, mit einer Quote von 50-70 Prozent.

Das kommunale Netzwerk soll vor allem ein Zusammenschluss für Praktiker sein. Unter der Anleitung der Energieagentur Nordbayern führen alle teilnehmenden Gemeinden zum Beispiel ein detailliertes Energiemanagement für ihre wichtigsten kommunalen Liegenschaften ein. Dadurch werden nicht nur die jeweiligen Energieverbräuche regelmäßig und möglichst akkurat erfasst. Durch Witterungsbereinigung werden auch die einzelnen Jahre miteinander vergleichbar, weil zum Beispiel die Einflüsse eines besonders kalten oder warmen Winters herausgerechnet werden können. Erst durch ein solches Management kann die Wirksamkeit von Sanierungen und Effizienzmaßnahmen zuverlässig beurteilt werden. Im Rahmen der Betreuung kümmern sich die Fachleute der Energieagentur in regelmäßigen Begehungen auch um energetische Schwachstellen in den Gebäuden. Alle teilnehmenden Kommunen erhalten dadurch Vorschläge zu wirtschaftlich sinnvollen Optimierungsmaßnahmen und neutrale fachliche Begleitung bei der Umsetzung.

Zusätzlich bietet die Energieagentur in ihrem Netzwerk noch Schulungen für kommunale Energiebeauftragte an. Diese Mitarbeiter sollen in die Lage versetzt werden, in den Heizungsanlagen der von ihnen betreuten Gebäude ineffiziente Einstellungen, kritische Defekte und andere Schwachstellen selbst erkennen zu können.

Etwa alle drei Monate finden gemeinsame Netzwerktreffen zu unterschiedlichen Themen statt. Dabei geht es nicht nur um Einsparmöglichkeiten, sondern alle Aspekte der kommunalen Energiewende, von der Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik bis zur Stromerzeugung durch PV-Module auf dem Rathausdach. Der Vorteil eines Netzwerkes: Hier können sich alle Kommunen einbringen, die bereits Erfahrungen sammeln konnten. Davon profitieren dann andere Teilnehmer, die eine solche Maßnahmen vielleicht noch vor sich haben.

Das erste Arbeitstreffen im Netzwerk „keeno II“ ist für den 22. Januar 2020 geplant.

Netzwerkteilnehmer:
- Gemeinde Ahorntal (BT)
- Stadt Bad Staffelstein (LIF)
- Stadt Betzenstein (BT)
- Stadt Lichtenfels (LIF)
- Markt Marktleugast (KU)
- Markt Mitwitz (KC)
- Gemeinde Nagel (WUN)
- Markt Plech (BT)
- Stadt Rödental (CO)
- Stadt Schwarzenbach am Wald (HO)
- Markt Steinwiesen (KC)
- Stadt Weismain (LIF)

Ansprechpartner Energieagentur Nordbayern GmbH:
Wolfgang Böhm, Netzwerkmanager
09221 / 82 39 11
boehm@ea-nb.de

Markus Ruckdeschel, Presse- & Öffentlichkeitsarbeit
09221 /82 39 26
presse@ea-nb.de

Kategorien: Rathaus