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Erstklässler und Vorschulkinder auf großer Fahrt

04.08.2016 Sonderfahrt mit der Rodachtalbahn – Alfred Stöcker erklärt den Schienenbus.

Steinwiesen (sd) Den Schülern und Schülerinnen der ersten Klasse der Grundschule Steinwiesen und den Kindern aus den Kindergärten „St. Laurentius“ Neufang und „St. Marien“ Steinwiesen, die heuer und im nächsten Jahr in die Schule kommen, wollten die Eisenbahnfreunde Rodachtalbahn e.V. eine Freude machen. Deshalb organisierten sie eine Sonderfahrt mit der Museumsbahn von Steinwiesen nach Nordhalben und zurück, um ihnen zu zeigen, wie schön so eine Fahrt sein kann. Mit Rolf Schierer am Führerstand, Gunnar Hölzig als „Winker“ an den Bahnübergängen und Alfred Stöcker am Mikrofon verflog die Zeit im Nu.

Vor der Abfahrt belehrte Alfred Stöcker die vielen kleinen Fahrgäste über die Sicherheitsvorkehrungen. Vor allen Dingen darüber, dass die Schienen kein Spielplatz, keine Rennstrecke und kein Radweg ist. „Ein Zug kann viel langsamer anhalten als ein Auto, weil er viel schwerer ist, da ist es sehr gefährlich, sich auf den Gleisen aufzuhalten“, verdeutlichte Stöcker“. Interessiert lauschten die Kinder, als Stöcker die verschiedenen Schilder an der Bahntrasse erklärte H-Tafel heißt Halten, P-Tafel heißt Pfeifen und das Andreas-Kreuz zeigt den Autofahrern, dass der Zug immer Vorfahrt hat.

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Los geht’s mit dem „Roten Brummer“

Während der Fahrt im Motorwagen VT 798731-6 erklärte Alfred Stöcker die 11 km lange Strecke der Museumsbahn. In einer 30 minütigen Fahrzeit werden 100 Höhenmeter überwunden. Liegt Steinwiesen auf 362 m über NN, so befindet sich der Bahnhof Nordhalben bereits auf 462 m über NN. Aufgrund der kurvenreichen Gleisstrecke beträgt die Höchstgeschwindigkeit 50 km/h. Zwei Motoren mit je 150 PS lassen den „Roten Brummer“ durch die herrliche Landschaft gleiten. Das Fahrzeug wiegt 21 Tonnen, wurde bei der Fa. MAN in Nürnberg gebaut und vor 50 Jahren in Dienst gestellt. Stöcker berichtete über die Geschichte der Bahnstrecke Kronach-Nordhalben. Nachdem 1895 mit dem Bau begonnen und am 26. Juli 1900 die Strecke als Nebenbahn eingeweiht wurde, feierte sie 2015 das 110 jährige Jubiläum. Bis zum Jahr 1976 gab es noch Personenverkehr und bis 1994 Güterverkehr auf dieser Strecke. Danach wurde sie stillgelegt, bis sie die Eisenbahnfreunde im Herbst 2007 als Museumsbahn wieder eröffneten. Zum Glück wurden die alten Holzschwellen bereits in den 60er Jahren nach und nach durch Stahlschwellen ersetzt, sonst wäre dies nicht möglich gewesen.

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In Mauthaus wird eine Weiche erklärt. Links Gunnar Hölzig, rechts Alfred Stöcker

An der Zwischenstation Dürrenwaid informierte Stöcker über den früher dort vorhandenen Hauptverladepunkt hauptsächlich für die Firmen AMA und Faber Castell. Am Endbahnhof Nordhalben erfuhren die Schüler und Schülerinnen Interessantes über den Bahnhof, den Lokschuppen und den Güterschuppen. Die Rodachtalbahn unterliegt den Auflagen der Deutschen Bahn. So müssen auch ausgebildete Lokführer den Schienenbus fahren. Die Schüler und Schülerinnen wurden von Lokführer Rolf Schierer sicher die 11 km lange Strecke hin und zurück befördert.

Infos über die Museumsbahn, Fahrplan und Fahrpreise unter www.rodachtalbahn.de

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Alfred Stöcker erklärt den Kindern, wie die beiden Wagen zusammengekoppelt sind

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Julia (Mitte) und ihre Freundinnen machen Brotzeit vor dem Bahnhof in Nordhalben

Kategorien: Schule, Kindergarten