Markt Steinwiesen Markt Steinwiesen
Der Rathausplatz mit Kirche, Pfarrzentrum und Rathaus
Der Ködelblick oberhalb der Trinkwassertalsperre Mauthaus
Teichmühle Steinwiesen
Blütenpracht in der Bahnhofstraße
Sonnendurchfluteter Hochwald
Sonnenuntergang über der kath. Kirche "Mariä Geburt" Steinwiesen
Ruhebank am "Nurner Brocken"
Sonnenuntergang oberhalb von Steinwiesen

„Es ist vollbracht“

29.06.2017 Am Weihefest der Pfarr- und Wallfahrtskirche „Mariae Geburt“ den Segen zum Abschluss der Baumaßnahmen erbeten.

Steinwiesen (sd) Mit einer feierlichen Segnung wurden die behindertengerechte Erschließung des Pfarrsaals und der Pfarrkanzlei, sprich dem Aufzug und der barrierefreien Toilette, sowie der Brandschutzmaßnahmen und dem neu gestalteten Kirchenvorplatz unter den Schutz und Segen Gottes gestellt. Am Tag der Kirchweih der Pfarr- und Wallfahrtskirche „Mariae Geburt“, 120 Jahre nach dem Umbau des Gotteshauses mit dem Anbau der Seitenschiffe wurde nun ein letzter Bauabschnitt gesegnet. Pfarrer Richard Reis dankte allen Pfarrangehörigen, die so gut finanziell mitgeholfen haben. Sein besonderer Dank galt auch dem Architektenbüro Schöttner und dem Marktgemeinderat.

Reis konnte berichten, dass seit dem Anfang der Bauarbeiten an Kirche und Kindergarten mit dem Anbau der Kinderkrippe über drei Millionen Euro verbaut wurden. Nun ist es fertig, das Ensemble mitten in Steinwiesen. Bürgermeister Gerhard Wunder bezeichnete es einmal als „Schatzkästchen von Steinwiesen“. Und tatsächlich ist das gesamte Ensemble mit Kirche, Rathausplatz, Rathaus, Kirchenvorplatz und Heimatmuseum sowie der kompletten brandschutzmäßigen Ertüchtigung des Pfarrheims ein Gesamtbild geworden, das einem Schatzkästchen sehr nahe kommt.

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Die Segnung des Kirchenvorplatzes, des Aufzuges und aller Maßnahmen wurde von den Vereinen mit ihren Fahnen und der Bevölkerung begleitet

Werdegang der Sanierung
„Aber es war irgendwie ein Kreuzweg. Bereits vor vier Jahren haben die Planungen für einen Außenaufzug begonnen, doch trotz einem ‚OK‘ von Seiten des Denkmalschutzes kam der Plan nicht zum Tragen – es passte manchem einfach nicht“, führte Pfarrer Richard Reis aus. Also wurde wieder umgeworfen, diskutiert, anpasst, neu geplant usw. Nach der Kirchensanierung und der Teuerung des Kirchturms war der Aufzug aus Geldmangel in weite Ferne gerückt und an eine Sanierung des Kirchplatzes wie geplant nicht mehr zu denken. Und wieder wurde geplant, verworfen, neu geplant usw. Die Option der städtebaulichen Förderung kam wieder ins Spiel, aber es mussten leider viele Ideen geändert und Abstriche hingenommen werden, um in den Genuss zu kommen. Endlich konnte es im Mai 2016 losgehen und die Arbeiten zogen sich ein ganzes Jahr hin. Die Firmen, die wirklich ein Angebot abgaben, waren total überlastet und so zögerte sich nicht nur der Umbau hinaus. „Aber für eines bin ich sehr dankbar. Die Arbeiten waren immer gut begleitet vom Segen des Herrn, unfallfrei und unter seinem Schutz“, schickte Pfarrer Reis ein Vergelt’s Gott nach oben. Denn so wie es in der Lesung geheißen hat „Wenn der Herr nicht das Haus baut, müht sich jeder umsonst, der daran baut!“ Unter den Klängen des Musikvereins Steinwiesen und der Chorgemeinschaft Steinwiesen/Nurn und der Teilnahme der Vereine mit ihren Fahnen und der Bevölkerung segnete Pfarrer Reis nun das Gebäude und die Außenanlagen mit Weihwasser.

An diesem feierlichen Tag wurde bereits nach der Kirchenparade der örtlichen Vereine und der politischen und kirchlichen Gremien ein Hochamt zum Kirchweihfest gefeiert. Der Musikverein Steinwiesen und die Chorgemeinschaft Steinwiesen/Nurn umrahmten den Gottesdienst. Mit dem „De teum“ klangen die Stimmen und Instrumente gewaltig durch das 541jährige Gotteshaus zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen.

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Der neue Aufzug wird von Pfarrer Richard Reis unter den Schutz Gottes gestellt

Worte von Bürgermeister Gerhard Wunder
Bürgermeister Gerhard Wunder bezeichnete die Segnung des Kirchenvorplatzes für einen sehr schönen Abschluss der langen Bauarbeiten. „Es war uns den finanziellen Aufwand wert, um das Ensemble Kirche, Rathaus und Heimatmuseum mit den Plätzen so schön zu gestalten. Es ist eine Aufwertung des gesamten Ortsbildes und ein Musterbeispiel der Zusammenarbeit zwischen Staat und Kirche“, betonte Wunder. Den Kostenanteil der Gemeinde bezifferte er auf 83.000 Euro. Dieser ergibt sich aus der 60%igen Förderung der förderfähigen Kosten von 208.000 Euro. Vom Staat kamen somit 125.000 Euro. Für die Kirche stehen noch etwa 250.000 Euro Kosten an.


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