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Florianstag und Fahrzeugübergabe bei der Feuerwehr Nurn

18.05.2016 Im Rahmen eines dreitägigen Festes übergab die Marktgemeinde nun offziell ein neues Fahrzeug an die Nurner Feuerwehr.

Nurn – Bereits seit Anfang Februar verfügt die Freiwillige Feuerwehr Nurn über ein neues Fahrzeug. Nachdem inzwischen die kirchliche Segnung erfolgt ist, fand nun im Rahmen eines dreitägigen Festes die offizielle Übergabe durch die Marktgemeinde statt. Eingebunden in dieses Ereignis war auch der diesjährige Florianstag, der alle Jahre abwechselnd von einer der vier Feuerwehren in der Großgemeinde Steinwiesen ausgerichtet wird.

Begonnen hatten die Feierlichkeiten mit zwei musikalischen Auftritten. Waren es am ersten Abend die „Wickendorfer Musikanten“ die für Stimmung und gute Laune sorgten, so „krachte“ am zweiten Tag die vierköpfige Gaudiband „Rotzlöffl“ aus der Oberpfalz auf. Der Sonntag begann mit der Kirchenparade und dem Festgottesdienst, der von der Chorgemeinschaft Steinwiesen-Nurn gesanglich umrahmt wurde. Pfarrer Reinhold Reis nannte es eine „schöne Sache“, dass die Feuerwehren alljährlich dem Schutzheiligen Florian gedenken und den Tag mit einem Dankgottesdienst beginnen. Hinsichtlich des neuen Fahrzeugs meinte der Geistliche, dass Gott bei den Einsätzen bei den Wehrleuten sein werde, damit diese wieder gesund zu ihrem Heimatort zurückkehren.

Im großen Festzelt beim Mehrzweckhaus blickte nach der Begrüßung durch Feuerwehrvereins-Vorsitzenden Reinhard Förtsch Kommandant Jörg Greser nochmals auf die vorbereitenden Gespräche mit dem Gemeinderat wegen der Neuanschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeugs (TSF) sowie der weiteren Vorgehensweise zurück. „Ein Traum wurde wahr, als am 2. Februar das Fahrzeug aus Rendsburg von sechs Personen endlich abgeholt werden konnte“, so Greser. Seine vielen Dankesworte gingen unter anderem an den Bürgermeister und seinen Gemeinderäten, die letztlich „grünes Licht“ gaben, an seinen Vorgänger Edgar Hader, der in seinen Bemühungen wegen der Beschaffung nie nachließ und an Kämmerer Rainer Deuerling, der viel Arbeit zu bewältigen hatte und ein umkompliziertes Miteinander praktizierte.

Zweiter Bürgermeister Bruno Beierlorzer ging wie zuvor auch schon Reinhard Förtsch auf die Verehrung und das Wirken des Heiligen Schutzpatrons Florian näher ein. Frauen, Männer und Jugendliche würden ihr ehrenamtliches Engagement bei den Feuerwehren stets unter diesen Schutzheiligen stellen.

Sehr zufrieden zeigte sich der Redner mit der Bereitschaft der Feuerwehren des Marktes Dienst zu leisten. Es dürfe aber nicht verkannt werden, dass die gesellschaftliche Entwicklung hinsichtlich der Erwartungshaltung der Bevölkerung bei den Rettungsdiensten seine Spuren hinterlässt. „Es bedarf einer ständigen Anstrengung immer wieder zu werben, zu bitten, in den Rettungsdiensten mit zu wirken.“. Wegen des neuen Fahrzeugs erklärte Beierlorzer, dass nicht die Feuerwehr ein neues Auto will, sondern es von der Gemeinde gebraucht wird, um ihrer Pflichtaufgabe zur Bereitstellung der notwendigen Löschgeräte nachzukommen. Der Kaufpreis des Nurner TSF mit der Ausstattung eines Beleuchtungssatzes sei bei knapp 105.000 Euro gelegen, wovon 77.037 Euro Eigenanteil auf die Gemeinde entfielen.

Groß war der Katalog an Dankesworten den der stellvertretende Bürgermeister einen großen Kreis aussprach, der zur Verwirklichung der Neuanschaffung beigetragen hat. An den über das gesamte Gesicht strahlenden Kommandanten Jörg Greser überreichte Beierlorzer schließlich den Schlüssel für das neue Fahrzeug.
Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger, der in Begleitung von Kreisbrandinspektoren und Kreisbrandmeister nach Nurn gekommen war, stellte fest, dass das neue Auto kein Spielzeug für die Wehr sei, sondern eine Notwendigkeit für die Bevölkerung. Dies bedeute auch ein Stück Lebensqualität in der Gemeinde. Nicht nur an die anwesenden Wehrfrauen und Wehrmänner gewandt, sondern auch die Wehrleute des gesamten Landkreises mit eingebunden, sagte Ranzenberger abschließend: „Ich weiß, dass ich mich auf Euch verlassen kann.“

Ehrungen
Da genau vor 30 Jahren in Nurn der Feuerwehrverein ins Leben gerufen wurde, übereichten Vorsitzender Förtsch und Kommandant Greser Urkunden an die seinerzeitigen Gründungsmitglieder. Dies waren folgende Personen:
Gebhard Deuerling, Helmut Deuerling, Norbert Deuerling, Rudolf Deuerling, Thomas Deuerling, Ulrich Deuerling, Otto Förtsch, Reinhard Förtsch, Thomas Förtsch, Bruno Franz, Hans Franz, Michael Franz, Oskar Franz, Manfred Greser, Armin Hader, Edgar Hader, Eduard Hader, Hans-Josef Hader (Haus-Nr. 160 und 283), Siegmund Hader, Alfred Klug, Helmut Klug, Michael Klug, Rudolf Klug, Josef Schuberth, Stephan Schuberth, Alfred Wich, Thomas Wich, Thomas Burger, Hans-Kurt Mertens und Wilhelm Wunder. Des Weiteren wurden geehrt für eine 25-jährige Zugehörigkeit Matthias Förtsch sowie für 20 Jahre Alexander Greser, Andreas Förtsch, Bruno Förtsch und Hans Merkl.

Sowohl beim Frühschoppen als auch am Nachmittag spielten die Blasmusiker des Musikvereins Nurn eifrig zur Unterhaltung auf. Am Nachmittag konnten die Besucher nicht nur das neue Nurner Fahrzeug begutachten, sondern auch benachbarte Feuerwehren sowie die aus Kronach und Wilhelmstahl hatten ihre Fahrzeuge auf Glanz gebracht, zur Schau gestellt und gerne Informationen über die Ausstattungen den Interessierten gegeben. hf / Hans Franz


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