Markt Steinwiesen Markt Steinwiesen
Der Rathausplatz mit Kirche, Pfarrzentrum und Rathaus
Der Ködelblick oberhalb der Trinkwassertalsperre Mauthaus
Teichmühle Steinwiesen
Blütenpracht in der Bahnhofstraße
Sonnendurchfluteter Hochwald
Sonnenuntergang über der kath. Kirche "Mariä Geburt" Steinwiesen
Ruhebank am "Nurner Brocken"
Sonnenuntergang oberhalb von Steinwiesen

Frankenwaldvereins-Ortgruppe Nurn

29.09.2017 Herbststernwanderung führte hoch zum Steinwiesener Ortsteil - 400 Wanderer trotzen Regen und Kälte.

Nurn – Auf sämtlichen möglichen Wegen, die hinauf zum Steinwiesener Gemeindeteil Nurn führen, waren rund 400 Wanderer unterwegs. Der Grund war die traditionelle Herbststernwanderung des großen Frankenwaldvereins (FWV) mit seinen 61 Ortsgruppen. Alle Mitgliedsvereine waren nicht mit von der Partie, wobei wohl die schlechten Witterungsverhältnisse dem einen oder anderen einen Strich durch die Rechnung machten. Doch diejenigen, die gekommen waren, präsentierten sich gut gelaunt, froh gestimmt und unbekümmert. Aufgrund der vorherrschenden Nässe war die Kundgebung zwar in den Saal des Mehrzweckhauses verlegt werden, doch viele Pilger nutzten auch die auf dem Vorplatz aufgestellten Zelte, zumal dorthin auch die Ansprachen und die Unterhaltungsmusik durch die örtliche Blaskapelle per Lautsprecher übertragen wurde.

Im überfüllten Gemeinschaftshaus hieß Karlheinz Deuerling, Obmann der FWV-Ortsgruppe Nurn, die in diesem Jahr auf ihr 40-jähriges Bestehen blickt, neben den beherzten Wandergruppen auch zahlreiche Ehrengäste willkommen. Er gab einen Rückblick auf die Gründung, die Entwicklung und Ziele seiner Ortsgruppe.

Ganz im Zeichen des Begriffes „Heimat“ stand die Festrede das Hauptvorsitzenden Dieter Frank, der zugleich Bürgermeister der Stadt Schwarzenbach/Wald ist. So meinte er, dass Heimat nicht nur ein Ort auf der Landkarte sei. Dabei gehe es um eine persönliche Beziehung, eine Bindung an die Gemeinde beziehungsweise Region, in der man aufgewachsen sei und man lebt sowie die Verbundenheit mit in einer bestimmten Sprache, Kultur und Mentalität. Dieter Frank wörtlich: „Heimat ist der Ort, in dem wir uns verstanden und akzeptiert fühlen, es ist der Ort, an dem wir uns auskennen und in dem wir mitreden, mitwirken und mitgestalten können.“ Der Heimat- und Wanderverein leiste einen Beitrag zum Leben hier, zur Entwicklung des Gebiets und des Raumes insgesamt. Er ist einfach nicht mehr wegzudenken. So pflege der Frankenwaldverein das Brauchtum, setze sich für den Erhalt der Landschaft ein uns sorgt dafür, das die Infrastruktur der Wanderwege aufrecht erhalten bleibt und verbessert wird. Letztlich dankte der Redner seinen Ortsgruppen, die mit ihren vielfältigen Aktivitäten ehrenamtlich das kulturelle und gesellschaftliche Leben bereichern.

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Der Obmann der gastgebenden Ortsgruppe Nurn, Karlhein Deuerling

Bei den Dankesworten schlug im Namen der Marktgemeinde Zweiter Bürgermeister Bruno Beierlorzer in die gleiche Kerbe wie der FWV-Hauptvorsitzende und hob dabei nochmals die ausrichtende Ortsgruppe Nurn für ihr inzwischen vier Jahrzehnte langes Wirken hervor. Wandern, das bei den Vereinszielen mit an vorderster Stelle stehe, bedeute neue Kräfte für den Alltag sammeln.
Peter Hagemann, Forstbetriebsleiter von Rothenkirchen, verdeutlichte das die Bayerischen Staatsforsten und der Frankenwaldverein sich als Hüter der Natur verstehen. So sei es auch nicht verwunderlich, dass der Frankenwald mit dem Titel „Waldgebiet des Jahres 2017“ vom Bund der deutschen Forstleute ausgezeichnet worden sei.

Viel Beifall erntete Landtagsabgeordneter Ludwig Freiherr von Lerchenfeld als er feststellte, „wir befinden uns hier im Zentrum des Frankenwaldes“. Er ging näher auf den Bibelspruch „Macht euch die Erde untertan“ ein und appellierte an die Bevölkerung die Natur zu erhalten und zu schützen. Nach dem Eintreffen der Wandergruppen hatte die Großveranstaltung mit einem Wortgottesdienst, den Tanja Schuberth und Wolfgang Dietz gestalteten, begonnen. Nach den Ansprachen war es der stellvertretende Hauptwanderwart Werner Hempfling, der die Anwesenheit der einzelnen Ortsgruppen feststellte. Mit dem gemeinsam gesungenen Lied „Ein Wandervolk, ein einig Volk…“ beschloss Dieter Frank mit dem Leitspruch „Es rauscht der Wald in aller Frische“ die Kundgebung. Diese wurde vom Musikverein Nurn unter der Leitung von Dirigenten Wolfgang Schrepfer ansprechend und passend umrahmt. Hans Franz


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