Markt Steinwiesen Markt Steinwiesen
Der Garten der Familie Simon, Am Gries 18, vereint viele klassische Gartenelemente gekonnt zu einem eigenen Stil. Von links: Gartenbauvorsitzende Ingeborg Wich-Reif, Elke Simon und Kreisfachberaterin Beate Singhartinger
Gerne zeigte Helga Rattinger (Mitte) den Besuchern ihr kleines Paradies
Zum Auftakt erfreute der Musikverein Steinwiesen mit Dirigent Wolfgang Schrepfer mit flotter Musik
Besonders der reich bepflanzte kleine Hang der Familie Georg und Maria Ebert, Leitschsiedlung 1a, rund um die Terrasse sticht ins Auge
Stolz präsentierte Siegfried Schnabrich seinen außergewöhnlichen „Zwergen-Garten“ mit immerhin 450 Wichtel, die er alle Jahre neu behandelt
Zahlreiche Insekten finden in diesem Garten in Hanglage Nahrung und Lebensraum. Mit im Bild Hobbygärtnerin Christiane Geipel inmitten farbenfroher Blumen im Anwesen Bergstraße 17

Gärten als Orte der Begegnung und der Freude

04.07.2019 Landesweite Veranstaltung „Tag der offenen Gartentür“ fand in Steinwiesen viel Beachtung.

Von links: stellvertretender Kreisvorsitzender Volker Wündisch, Ingeborg Wich-Reif, Kreisfachberaterin Beate Singhartinger und Landratsstellvertreter Gerhard Wunder. Fotos: Gerd Fleischmann
Beeindruckt zeigten sich die Ehrengäste zur Eröffnung des „Tags der offenen Gartentür“ in Steinwiesen von der farbenfrohen Blumenwiese der Vorsitzenden Ingeborg Wich-Reif

Steinwiesen -  Unter dem Motto „Bayern blüht“ fand in Steinwiesen der „Tag der offenen Gartentür“ statt. Die herausgeputzte Dorfgemeinschaft erlebte eine Invasion von Besuchern und für die hoch motivierten Gartenbesitzer, die ihre Paradiese zur Verfügung stellten, gab es viel Lob. Eine weitere Anerkennung galt dem Gartenbauverein Steinwiesen, der unter der Leitung der Vorsitzenden Ingeborg-Wich Reif die Veranstaltung professionell organisiert hatte. Ein besonder Dank galt der Kreisfachberaterin Beate Singhartinger für die umfangreiche Vorarbeit.

Zum Auftakt erfreute der Musikverein Steinwiesen unter der Stabführung von Wolfgang Schrepfer mit flotten musikalischen Weisen.  Dank des idealen Wetters kam bei den Gartenfreunden Hochstimmung auf. Neben den 14 privaten Gärten – übrigens Oberfrankenrekord - präsentierte der Gartenbauverein außerdem historisch interessante Bereiche mit Schwerpunkt „Flößerei“.

Die Ehrengäste zeigten sich beeindruckt von den örtlichen Aktivitäten. „Private Gärten blühen und gedeihen oft nur im Verborgenen“, wusste Landratsstellvertreter und Steinwiesens Bürgermeister Gerhard Wunder, zu berichten. Schade sei es, wenn nur ihre Besitzer sich an der blühenden Pracht erfreuen. „Es sind wahre Schätze, die sich hinter der Gartentür verbergen. Sie müssen gezeigt werden.“ So habe jeder Garten sein eigenes Erscheinungsbild, keiner gleiche dem anderen. Stolz zeigte sich Gerhard Wunder darüber, dass diesmal in Steinwiesen diese begrüßenswerte Aktion stattfand, denn schließlich seien die Gartenbauvereine das „grüne Gewissen“ der Kommunen. Die Rettung der Bienen sei in Steinwiesen schon längst kein Thema mehr, versicherte abschließend das Gemeindeoberhaupt.

Ein großes Lob sprach stellvertretender Kreisvorsitzender Volker Wündisch – er vertrat den erkrankten Kreisvorsitzenden Fritz Pohl – den Steinwiesenern mit ihrer Vorsitzenden Ingeborg Wich-Reif für ihren beispielhaften Einsatz aus. Schließlich böten offene Gartentüren viele reizvolle Einblicke und letztendlich auch Anregungen für weitere persönliche Aktivitäten. „Steinwiesen ist ein wahrer Glücksgriff“, betonte Wündisch. Abschließend zitierte der stellvertretende Kreisvorsitzende einen berühmten Dichter: „Blumen machen die Menschen fröhlicher, glücklicher und hilfsbereiter. Sie sind der Sonnenschein, die Nahrung und die Medizin für die Seele“.

Und in der Tat. Steinwiesen beeindruckte mit einer lebendigen Gartenkultur und mit unterschiedlichsten Gestaltungsmöglichkeiten. Gärten, so das Resultat der Betrachtungen, seien vor allem Ausdruck persönlicher Lebensphilosophien. Insgesamt konnten die teils weitgereisten Besucher – ein gut gestalteter Flyer stand als Wegweiser zur Verfügung – 14 private Gartenanlagen besichtigen. Und die hatten es in sich: Die gesamte Vielfalt gärtnerischer Elemente wurde dabei präsentiert. Ob Wohngärten, Nutzgärten, Teichanlagen, Hangbepflanzungen, Ziergärten, naturnahe Gärten, Beetbepflanzung, Hausbegrünung, Natursteinmauern und Vorgartengestaltungen ergaben die unterschiedlichsten Perspektiven für den Betrachter. Mit einer anmutig wirkenden Parkanlage, verbunden mit einer sehenswerten Kunstausstellung, überraschte Rainer Kober die Besucher. Eine besondere Anforderung stellen allerdings die örtlichen Hanglagen an die Gartenbesitzer. In Steinwiesen spürte man vor allem die erfolgreiche Basisarbeit der örtlichen Hobbygärtner.

Ihre Gartentüren öffneten bereitwillig für die Besucher Ingeborg Wich-Reif, Helga Rattinger, die Familien Holzmann, Schnabrich, Simon, Ackermann, Geipel, Porzel, Hänel, Bienlein, Thekla Hümmer, Familie Ebert, Elke Simon sowie Rainer Kober.
Von Gerd Fleischmann

Kategorien: Vereine, Veranstaltungen, Freizeit