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13 junge Christen wurden in Steinwiesen von Hwst. H. Weihbischof Herwig Gössl (Bildmitte) gefirmt. Ganz links Pastoralreferent Harald Ulbrich
Nach jedem Firmling desinfizierte Weihbischof Herwig Gössl aufs Neue die Hände
Hwst. H. Weihbischof Herwig Gössl spendete in Steinwiesen den Jugendlichen das Sakrament der Heiligen Firmung, hier Sebastian Wachter.

Geist Gottes empfangen

30.09.2020 13 junge Menschen wurden von Hwst. H. Weihbischof Herwig Gössl in der Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariae Geburt gefirmt.

Fotos: Susanne Deuerling
Hwst. H. Weihbischof Herwig Gössl spendete in Steinwiesen den Jugendlichen das Sakrament der Heiligen Firmung, hier Amelie Löffler

Steinwiesen (sd) 13 Jugendliche aus der Pfarrei Steinwiesen, der Kuratie Nurn, aus Birnbaum und Nordhalben erhielten am Tag ihrer Firmung in der Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Mariae Geburt in Steinwiesen die Gnaden und die Fülle des Heiligen Geistes. So formulierte es Pfarrer Richard Reis, als er den „Firmspender“ Hwst. H. Weihbischof Herwig Gössl und die Firmlinge mit ihren Paten und Familien begrüßte.

Weihbischof Gössl freute sich darüber, endlich wieder firmen zu können. Leider mussten in dieser Corona-Zeit zahlreiche Termine abgesagt oder verschoben werden. Doch nun sei es soweit, Der Geist Gottes, um den sie lange gebetet und gefleht hatten, kam an ihrem Firmtag auf sie herab. Seit Wochen und Monaten hatten sich die 13 Jugendlichen zusammen mit Pastoralreferent Harald Ulbrich darauf vorbereitet, die Kraft des Heiligen Geistes im Sakrament der Heiligen Firmung zu empfangen. Zusammen mit Pfarrer Richard Reis und Pastoralreferent Harald Ulbrich feierte der Weihbischof den Firmgottesdienst.

In seiner Predigt verglich Weihbischof Gössl die Firmlinge mit Superhelden. Im Alltag sind dies ganz normale Menschen, aber sie haben meist eine verborgene magische Seite. Ihre Kräfte setzen sie für das Gute ein und vertreiben das Böse. Solange es Menschen gibt, solange gibt es auch die Sehnsucht und die Geschichten um die Superhelden. „Wie schön wäre es, sie auch in echt zu haben, wenn wir bösen Mächten ausgesetzt sind“, meinte Gössl. Gerade in dieser schwierigen Zeit der Coronapandemie kommt alles durcheinander, fühlt man sich schwach und in Gefahr. Wie durch eine unheimliche Macht ist alles lahmgelegt. Da wären Superhelden schon sehr hilfreich, denn das Leben bleibt zerbrechlich, auch wenn diese Krise überwunden wird und es einen Impfstoff gibt. Der Heilige Geist verleiht keine magischen und übermenschlichen Kräfte, aber er schenkt Kraft und Durchhaltevermögen in schwerer Zeit, er gibt den Schwachen Mut und hilft bei der Vergebung und der Versöhnung. „Wenn wir immer auf Christus schauen, dann wirkt sein Geist in uns“, sagte der Weihbischof. Christus hat mit der Heilung von Kranken ein Zeichen gesetzt, dass im Vertrauen auf Gott alles ertragen und überstanden werden kann. Der Heilige Geist hilft dabei, das Böse durch das Gute zu besiegen und macht alle, die sich darauf einlassen, zu echten Christen.

Die Spendung der Firmung wurde in diesem Jahr etwas anders begangen. Ganz im Zeichen der Hygienemaßnahmen traten die Jugendlichen einzeln mit ihrem Paten vor den Hwst. H. Weihbischof Herwig Gössl, der jedem Firmling mit einem Wattebausch das Chrisam-Öl als Kreuzzeichen auf die Stirn drückte. „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist“ - so die Worte des Firmspenders.

Auch die Lesung und die Fürbitten trugen die Firmlinge vor. Sei baten Gott, dass er die Geistesgaben in ihnen weiterwachsen und reifen lassen soll, für ihre Familien und Paten, damit sie ihnen das Wertvolle ihrer Lebenserfahrung mitteilen können, für alle, die durch die Coronakrise betroffen sind, für die Kranken und Sterbenden um Mut und Zuversicht und für alle Hunger- und Notleidenden, deren Not durch Flucht und das Virus noch verstärkt wurden. Außerdem baten sie Gott um weniger Rassismus und mehr Frieden auf der Welt, beteten für die Leidtragenden des menschengemachten Klimawandels und um eine gute Zukunft für ihre Freunde, Familien, Gemeinden, das Land und die ganze Erde.


Hwst. H. Weihbischof Herwig Gössl zieht nach der Firmspendung aus der festlich geschmückten Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariae Geburt

Am Ende des feierlichen Firmgottesdienstes dankte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Klaus Wunder den Firmspender Weihbischof Gössl mit einem kleinen Geschenk. Auch die Firmlinge hatten sich eine kleine Überraschung ausgedacht und überreichten an Gössl ein kleines Tannenbäumchen, das gepflanzt immer an die Steinwiesener Firmlinge erinnern soll.

Die Firmlinge in der Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariae Geburt waren:
Aus Steinwiesen: Sebastian Wachter, Alexandra Schnabrich, Vivian Renk, Tim Merkl
Aus Nurn: Jannik Schuberth, Paul Schuberth
Aus Birnbaum: Amelie Löffler, Jasmin Reißig
Aus Mauthaus: Leonie Querfurth
Aus Nordhalben: Luis Deckelmann, Mia-Sophie Reinel, Eva Schuberth, Lea Sorgenfrei

Kategorien: Kirche