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„Gottes Schöpfung ist sehr gut“

05.03.2018 Weltgebetstag diesmal von den Frauen aus Surinam gestaltet – im Pfarrsaal wurde das Thema sehr gut umgesetzt.

Steinwiesen (sd) Anschaulich dargestellt haben die Frauen des Weltgebetstagsteams in Steinwiesen das Land Surinam dargestellt. In der Mitte des Pfarrsaals im katholischen Pfarrheim war eine Landschaft aus Regenwald und Strand, aus Bodenschätzen wie Gold, Öl und Bauxit sowie zahlreichen Früchten, Orchideen und einer großen Tiervielfalt plastisch dargestellt. Um diesen „Weltgebetsaltar“ standen Stuhlkreise, die dazu einluden, mit zumachen, sich in das Land hineinzuversetzen und die Menschen, vor allem die Frauen aus Surinam kennen zu lernen.

Surinam ist ein Land, das eigentlich keiner so recht einordnen kann. Es liegt bestimmt in Afrika oder Asien, ist die weitverbreitete Meinung. Doch Surinam ist ganz woanders. Es liegt in Südamerika, nördlich von Brasilien und grenzt im Norden an den Atlantischen Ozean. Es ist nur halb so groß wie Deutschland und hat etwas über 550.000 Einwohner. Etwa 90% des Landes bestehen aus Regenwald und das subtropische Klima hat eine große Artenvielfalt bei Flora und Fauna entstehen lassen. Surinam war etwa 300 Jahre lang eine Kolonie der Niederlande, deshalb ist Niederländisch bis heute die Amtssprache. Erst 1975 wurde es unabhängig. Kaum ein anderes Land auf der Welt verfügt über eine derartige Vielfalt an Ethien, Sprachen, Religionen und Kulturen. Sie leben alle traditionell mit einer selbstverständlichen Toleranz zusammen, die man anderswo suchen muss. Doch durch den Abbau von Bauxit, Öl und Gold droht auch die Belastung der Meere und die Abholzung des Regenwaldes bringt viele Probleme mit sich. Vor allem das illegale Goldschürfen belastet die Gewässer. Auch die Frauen aus dem Weltgebetstagskomitee wollen zur Bewahrung der Naturschätze Surinams beitragen. Deshalb bringt die Künstlerin im diesjährigen Weltgebetstagsbild die Dankbarkeit für dieses wunderbare Geschenk Gottes an die Menschen zum Ausdruck.


Bei den Ideen zur Bewahrung der Schöpfung wurden auch Rosen rund um den Surinam-Altar gestellt. Hier von Daniela Krumpholz

In vielen Liedern brachten die Frauen des Weltgebetstagsteams die Fröhlichkeit und Dankbarkeit der Frauen aus Surinam zum Ausdruck. Gerade die Schöpfungsgeschichte bringt die Vielfalt des Landes so richtig zur Geltung. „Es wurde Abend und es wurde Morgen – der sechste Tag“. Damit war die Welt geschaffen und all das vereinigt sich in dem kleinen Land Surinam. Die Frauen aus Surinam stellten sich vor (Weltgebetstagsteam). Da gibt es Ureinwohner, Nachfahren der versklavten Afrikaner und chinesische Nachfahren. Kreolen und Niederländer, Nachfahren der billigen Arbeitskräfte aus Indonesien und Indien – sie alle leben in Surinam traditionell zusammen. Und auch für den Erhalt der Natur, der Schöpfung setzen sie sich gemeinsam ein. Das Weltgebetstagsteam stellte Ideen vor, wie man die wunderbare Schöpfung Gottes bewahren und Verantwortung übernehmen kann. Da wird auf den Einwegbecher bei Coffee to go verzichtet, Deos ohne Aluminium benutzt und auf Aluminiumfolie verzichtet. Der Brotbeutel, die Frischebox und der Einkaufskorb sparen viel Verpackung und auch am Computer muss nicht alles ausgedruckt werden. Das Auto öfter stehen lassen, Rad oder Bus fahren oder zu Fuß gehen, bei der Dusche Wasser sparen und die Waschmaschine nur mit voller Trommel laufen lassen – all das hilft, verantwortlich mit der Schöpfung umzugehen. Schuldbekenntnis und Fürbitten, sowie das gemeinsame Vater unser rundeten den Weltgebetstag ab. „Der Tag ist um, die Nacht kehrt wieder“ erklang es zum Abschluss.

Den Gottesdienst zum Weltgebetstag umrahmte Daniela Krumpholz mit ihrer Gitarre. Mit kleinen Köstlichkeiten, Kuchen, Saft, Tee und Früchten klang der Gottesdienst mit guten Gesprächen aus. Die Gottesdienstordnung für den Weltgebetstag 2019 kommt aus Slowenien.

Kategorien: Kirche, Veranstaltungen