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Hoher Besuch im Kindergarten St. Marien

15.12.2016 Der Nikolaus ist on tour und beschert die Kinder – Freude bringen und Freude geben.

Steinwiesen (sd) Atemlose Stille, erwartungsvoll schauen die Kinder des Kindergartens St. Marien zur Tür, wo gleich der Nikolaus erscheinen soll. Und da kommt er schon. Den Hirtenstab in der Hand und die Bischofsmütze auf dem Kopf, mit einem roten Umhang bekleidet, tritt er in die Turnhalle des Kindergartens. Die Kinder staunen und als Vinzent den Hirtenstab halten darf, bewundern ihn alle. Mit einem Lied „Sei gegrüßt, lieber Nikolaus“ heißen die Kinder den heiligen Mann willkommen. Viele der Jungen und Mädchen wissen, dass es nicht der „richtige“ Nikolaus ist, der da zu ihnen kommt. „Das ist der Tom Sauer, der hat sich als Nikolaus angezogen und hilft ihm“, sagt Nora und sieht ein, dass der „richtige“ Nikolaus ja nicht überall sein kann. Aber das macht der Freude und dem Strahlen in den Kinderaugen keinen Abdruck. Der Nikolaus ist da, Punkt.

Tom Sauer geht in seiner Rolle als heiliger Nikolaus ganz und gar auf. Genauso liebevoll spricht er zu den Kindern, erzählt ihnen eine Geschichte, die immer einen tieferen Sinn hat. So wie an diesem Nikolaustag. Die Erzählung handelt von den „Swabidu“. Diese leben friedlich miteinander und immer wenn sie sich begegnen, schenkten sie sich gegenseitig ein kleines „Fellchen“. Ein Fellchen für die Hilfe, für das gute Miteinander oder einfach nur so zur Freude. Und alle waren glücklich und schmunzelten den ganzen Tag. Und wenn einer mal nicht schmunzelte, stupste man ihn mit dem Fellchen an die Nase und alles war gut. Doch oben auf dem Berg lebte ein Kobold, der lachte darüber. „Senn denn die blöd, die schengn sich Belzla“, dachte er und schüttelte den Kopf. „Ich hab dolle Steine, des is viel besse und bringd Geld“, sprachs und ging zu den Swabidu und gab jedem, der sein Freund sein wollten, einige Steine. Doch oh Schreck, was passierte. Die Swabiduler verloren ihr Schmunzeln, wurden böse und hatten auf einmal Angst, dass man ihnen die Steine wegnimmt. Sie waren neidisch aufeinander geworden, keiner traute dem anderen, sogar die Sterne und der große Stern von Bethlehem leuchten auf einmal nicht mehr. Der Kobold sah das alles und dachte bei sich, dass er das nicht gewollt hatte. Schwupps ging er ins Dorf, klingelte an den Haustüren und verteilte selbst kleine Fellchen. Und siehe da, die Steine wurden zur Nebensache, die Freude und das Glück waren zurück. Denn merke, Geld ist zwar wichtig, aber es soll nicht so sein, dass damit alles andere verdrängt wird.

Sogar die kleinen Kinder hatten der Geschichte gespannt gelauscht. Und als der Nikolaus einige mit dem kleinen Fellchen an der Nase kitzelte, da huschte sofort ein Lächeln über die Gesichter. „Ein kleines Zeichen, ein Lächeln, ein freundliches Wort hilft, dass ihr immer Freude habe, verschenkt es und bekommt es, dann leuchtet der Weihnachtsstern noch heller als sonst“, gab der Nikolaus Tom Sauer den Kindern mit auf dem Weg. All dies haben die kleinen Fellchen der Swabidu verdeutlicht.

Zum Schluss wurde noch gemeinsam gesungen, der Nikolaus spielte Gitarre und anschließend holten sich die Kinder die gefüllten Strümpfe ab, die sie vorher leer abgegeben hatten. Eine Karte zum Dank und ein kleines Stück Fellchen erinnern die Kinder und Erwachsenen an den Besuch des Nikolaus.

Aber auch Tom Sauer ging nicht mit leeren Händen vom Kindergarten St. Marien weg. In den letzten Wochen hatten die Kinder und ihre Eltern für Tom Sauers Aktion „Humanitäre Hilfe für Menschen in Not e.V.“ gesammelt und gespendet. Etliche Schachteln voll mit Sachspenden und ein Sparschwein wechselten in den Bus von „Nikolaus on tour“. Und so werden auch hier viele „Fellchen“ von den Spendern zum Nikolaus und von dort zu den bedürftigen Familien wandern und ein kleines Lächeln auf die Gesichter zaubern.

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Der Nikolaus Tom Sauer erzählt die Geschichte von den „Swabidu und den Fellchen“

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Der Nikolaus beschenkt die Kinder

Kategorien: Kindergarten