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Die Ködeltalsperre im Herbst
Sonnendurchfluteter Hochwald
Herbst in der Leitsch
Abendrot über den Dächern von Nurn
Fränkische Schlehen
Der Herbst umgibt die Talsperre
wunderschöne Farbenpracht

In Nurn

28.05.2018 Mehrzweckhaus-Bauverein feierte 40-jähriges Bestehen.

Nurn – „Das Mehrzweckhaus dient der Allgemeinheit, der Förderung von Kunst und Kultur, des Heimatgedankens, der Bildung und Erziehung sowie der Förderung der örtlichen Vereine und der Dorfgemeinschaft.“ Dieser Grundsatz ist in der Satzung des Mehrzweckhaus-Bauvereins Nurn verankert. Da diese Vereinigung nun auf ihr 40-jähriges Bestehen zurückblicken konnte, erklärte bei der Feierstunde Vorsitzender Markus Merkl, dass diese richtungsweisende Niederschrift heute noch von den örtlichen Vereinen gelebt wird.

Bei seinem Rückblick erinnerte Vorsitzender Merkl daran, dass aus einer Not heraus – es fehlte im Dorf an geeigneten Vereins-Räumlichkeiten – ein ungebrochener Gemeinschaftsgeist, mit dem Ziel, den Ortsvereinen eine Heimstätte zu geben, entstanden sei. Es sei eine große Überzeugungskraft an den Tag gelegt worden und mit viel Ausdauer gekämpft worden, um das Projekt zu verwirklichen. Besonders hervor getan hätten sich dabei der langjährige Bauvereins-Vorsitzende Bruno Franz sowie die seinerzeitigen Gemeinderäte Albin Deuerling und Manfred Vogler.

Dieses Trio ließ sich trotz mancher Rückschläge nicht entmutigen, so dass es zum Bau des Mehrzweckhauses, das im Mai 1982 fertig gestellt worden war, kam. Um dieses Vorhaben zu verwirklichen, wurde bereits vier Jahre zuvor, also 1978, der Mehrzweckhaus-Bauvereins ins Leben gerufen. Da seit dieser Vereinsgründung vier Jahrzehnte vergangen sind, wurde aus diesem Anlass nun ein dreitägiges Fest abgehalten.

Mit Stolz verkündete der Vorsitzende in seiner Ansprache, was in den vergangenen 40 Jahren geleistet worden sei und dass bislang die Kosten für die Unterhaltung und Instandsetzung des Hauses die Vereine und Bürger selbst erwirtschaftet haben. So kam es, dass bisher keine Gelder von der Gemeinde beansprucht werden mussten. Merkl dankte deshalb allen Beteiligten, die dies ermöglichten. „Wir tragen und lösen unsere Probleme gemeinsam. Es nützen alle Fortschritte und Verbesserungen nichts, wenn wir das Fundament der Gemeinsamkeit und Geschlossenheit nicht weiterhin pflegen“ sagte der Vorsitzende im Hinblick auf die weitere Zeit.

Vor der Feierstunde hatte ein Dankgottesdienst in der St.-Michaels-Kirche stattgefunden. Die anschließende Feier im Gemeinschaftshaus wurde vom örtlichen Musikverein und dem Gesangverein Nurn umrahmt. Im Hinblick auf die inzwischen aufgelöste Chorgemeinschaft Steinwiesen/Nurn gab es besonders bei den Vorträgen der „Sängerfreunde“ unter der Leitung von Karina Klaumünzner tosenden Beifall und Zugaberufe.


Die 40-Jahr-Feier des Mehrzweckhaus-Bauvereins Nurn wurde vom örtlichen Gesangverein unter der Leitung von Karina Klaumünzner (links) umrahmt

Eigentliche Ehrungen für Gründungs- beziehungsweise langjährige Mitglieder waren nicht vorgesehen, dafür aber Dankesworte und Präsente für Personen, die sich in der Vergangenheit sehr um die Erhaltung des Hauses und des dazugehörigen Außengeländes beigetragen haben. So dankte der Vorsitzende zunächst ein nur in „Rudel“ auftretendes Damensextett (Vroni Müller, Agnes Vogler, Brigitte Klinger, Gertrud Lunk, Monika Wich und Rosemarie Hader) von der „Gartenabteilung“. „Sie sind mit keinem Geld der Welt zu bezahlen und aus der Dorfgemeinschaft nicht wegzudenken.“ Als Geschenk erhielten die Damen Eintrittskarten inklusive Bahnfahrt zur Landesgartenschau nach Würzburg. Weiterer Lob ging an Hausmeister Helmut Deuerling, der der wichtigste Ansprechpartner sei und auf den man sich 100prozentig verlassen könne. „Die gute Seele des Hauses kümmert sich einfach um alles.“ Dank ging auch an dessen Bruder Andreas, der immer da sei, wenn irgendwelche Arbeiten anfallen. Bei ihm gelte das Motto „Geht nicht gibt’s nicht“.

Bürgermeister Gerhard Wunder bestätigte den Nurnern, dass sich ihre Bemühungen, mit aller Energie um ein Gemeinschaftshaus zu kämpfen, gelohnt habe. Den Grundstein hierzu hätten die drei Musketiere Bruno, Albin und Manfred gelegt. Die Organisationsform des Bauvereins, dem unter anderem alle örtlichen Vereine angehören, sei einzigartig und verdiene vollsten Respekt. Das Gemeindeoberhaupt erinnerte nochmals an die Anfangsjahre, wo es nicht einfach gewesen sei, die Finanzierung des Hauses sicherzustellen. Er hoffte, dass einer gesunden Weiterführung nichts im Wege steht und überreichte im Namen des Landrats einen Scheck.

Die Glückwünsche der örtlichen Vereine und der Kirche sprach Marktgemeinderat Josef Schubert aus. Er bezeichnete das Mehrzweckhaus, als ein anfängliches kräftezehrendes Projekt, das heute jeden zur Verfügung stehe und zum gesellschaftlichen Mittelpunkt von Nurn geworden sei. Zum Auftakt der Drei-Tagesfeier stand ein Bierkopfwettbewerb auf dem Programm. Dieser wurde von Uwe Ströhlein - vor Otto Förtsch und Dieter Sonntag – gewonnen. Am dritten Tag klangen die Festlichkeiten mit einem Familiennachmittag bei  verschiedenen Aktivitäten für die Kinder aus. hf


Sie sind die „Seelen“ des Mehrzweckhaus-Bauvereins von Nurn Von links: „Allrounder“ Andreas Deuerling, Wirtin Vroni Müller, Vorsitzender Markus Merkl und Hausmeister Helmut Deuerling

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