Markt Steinwiesen Markt Steinwiesen
Der Herbst umgibt die Talsperre
Frühmorgens im herbstlichen Wald
Herbst in der Leitsch
Die Ködeltalsperre im Herbst
Farbenspiele der Natur
Fränkische Schlehen
wunderschöne Farbenpracht
Farbenfroher Wald

In Nurn

07.09.2017 VdK-Ortsverband blickt auf 70 Jahre Bestehen zurück.

Nurn – Nahezu konkret ein Jahr nach dem 4. Dezember 1946, als in München der VdK-Sozialverband ins Leben gerufen wurde, erfolgte am 7. Dezember 1947 in Nurn die Gründung des VdK-Ortsverbandes. Zwar sind es bis Dezember noch einige Wochen hin, doch blickte man im Steinwiesener Gemeindeteil bereits jetzt im September auf dieses inzwischen knapp 70-jährige Bestehen zurück. Die Feierlichkeiten bewegten sich in einem verhältnismäßig kleinen Rahmen.

So fand am ersten Tag im Mehrzweckhaus ein Fachvortrag über die Betreuungs- und Vorsorgevollmacht sowie die Patientenverfügung statt. Der Sonntag begann mit einem Gedenkgottesdienst in der St.-Michaels-Kirche. Am Nachmittag stand ein gemütlicher Unterhaltungsnachittag im Mehrzweckhaus auf dem Programm. Dabei hieß Vorsitzender Bernd Bednorz die Gäste herzlich willkommen. Der Vorsitzende ging in seinen Ausführungen auf die Erfolgsgeschichte des Sozialverbandes in Bayern von seiner Gründerzeit bis zum heutigen Zeitpunkt ein. Zweiter Bürgermeister Bruno Beierlorzer lobte das Engagement der Nurner VdK-Ortsverbands-Führung und dankte den Mitgliedern für ihre Treue. Später mischte sich noch Bürgermeister Gerhard Wunder, der auf einer Parallelveranstaltung in Neufang gewesen war, unter die Anwesenden.

Geschichte des VdK Nurn
Der Blick in die Geschichte zeigt, dass im Dezember 1947 der Nurner Ortsverband von sechs Männern gegründet wurde. Die Not war seinerzeit sehr groß. Die vom Krieg Heimgekehrten waren verwundet oder verletzt, sodass sie kaum die Möglichkeit hatten, einer geregelten Arbeit nachzugehen. In einem der früheren Protokolle ist zu lesen, dass verschiedene Mitglieder „auf Antrag“ mit einer Mark unterstützt werden. Josef Vogler, ein Gründungsmitglied, setzte sich dabei besonders ein, indem er vielen bei der Bewerkstelligung ihrer Rentenanträge half. Nachdem bereits 1948 nach einer Dauer von nur einem halben Jahr Vorsitzender Walter Schwarz wieder seines Amtes enthoben worden war, trat Herbert Kutzner die Nachfolge an. Unter seiner Führung begann eine rasante Entwicklung, denn die Zahl der Mitglieder war zum 13. November 1949 auf 59 Angehörige angestiegen. Später übernahmen das Amt des Vorsitzenden Thomas Wunder, Gertrud Hoppe, Robert Biel und Ilse Deuerling. Seit drei Jahren hält Bernd Bednorz das Ruder in der Hand. Ihm steht als Stellvertreter Wilhelm Wunder zur Seite sowie als Schriftführerin Anni Pohl, die dieses Amt schon seit 2004 innehat. Mit Gisela Mertens haben die Nurner nicht nur die Betreuerin für die Frauen in ihren Reihen. Mertens ist nämlich seit 2011 zusätzlich eine der drei Frauenvertreterinnen im Kreisverband Kronach. Gisela Mertens war es auch, die bei einer Muttertagsfeier des VdK-Ortsverbandes im Jahre 2000 den Seniorenclub mit ins Leben rief. Seit dieser Zeit harmonieren beide Gemeinschaften sehr eng miteinander und führen gemeinsame Veranstaltungen, wie zum Beispiel Vorträge, Adventsfeiern oder Tagesfahrten durch.

Ständigen Schwankungen unterlag in den vergangenen Jahrzehnten die Mitgliederzahl. Konnten zwei Jahre nach der Gründung noch knapp 60 Personen gezählt werden, so sank die Zahl im Jahre 1997 auf 20. Nach knapp weiteren zehn Jahren hatte sich die Zahl wieder verdoppelt. 2009 waren es sogar 53 Mitglieder. Zum nun 70-jährigen Bestehen ist mit 63 sogar der Höchststand erreicht. Der Grund hierfür ist, dass viele ältere Mitglieder dem VdK die Treue hielten und schon für eine 50-jähirge Zugehörigkeit ausgezeichnet werden konnten sowie viele Bürger der jüngeren Generation hinzukamen. Dass es nicht nur Höhen und Tiefen in der Entwicklung der Mitgliederzahlen, sondern auch im „Verein“ selbst gab, zeigt ein Beispiel: In der Zeit der Vorsitzenden Gertrud Hoppe (1982 bis 1997) stand aufgrund des Todes des seinerzeitigen Kassiers Dieter Eckert und deswegen vakant gewesenes Nachfolgers eine Auflösung und Eingliederung in den Ortsverband Steinwiesen im Raum. Mehr durch Zufall erklärte sich ein (zunächst) damaliges Nichtmitglied bereit, die Finanzgeschäfte zu übernehmen. So hat der VdK-Ortsverband Nurn bis heute seine Selbstständigkeit beibehalten. Hans Franz

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