Markt Steinwiesen Markt Steinwiesen
Museumsbahn Steinwiesen
Idylle am Baierswehr
Sonnendurchfluteter Hochwald
Erlebnispfad Steinwiesen
Steinwiesen vom Rollenberg

Jahreshauptversammlung

18.01.2018 Neues Fahrzeugkonzept, Berichte und neue Vorhaben waren Thema der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Steinwiesen.

Bericht des 1. Vorsitzenden
Steinwiesen (sd) Der Vorsitzende Lukas Richter führte aus, dass der Verein zur Zeit 113 Mitglieder hat, es wurden im Rahmen der Vereinspflege ca. 20 Termine wahrgenommen und an allen Kirchenparaden teilgenommen. Das Sommerfest wurde wiederum auf dem Marktplatz abgehalten, hier dankte Richter allen Helfern, den Spendern, die das Fest mit Geld- und Sachspenden unterstützt haben und den Kuchenbäckerinnen. Lukas Richter gab bekannt, dass er sich aufgrund seiner beruflichen Entwicklung und der großen Kritik in letzter Zeit im nächsten Jahr nicht mehr zur Wahl als erster Vorsitzender stelle. Sollte sich jemand bereit erklären, den Posten sofort zu übernehmen, würde er sogar gleich zurücktreten. Ansonsten sollte bis zur Wahl 2019 ein neuer Vorsitzender gefunden werden. Den Kassenbericht gab Andreas Klinger. Reinhard Beierkuhnlein und Hans Schneider konnten als Kassenprüfer eine sauber geführte und ordentliche Kasse bestätigen und baten um Entlastung des Kassiers.

Berichte der aktiven Wehr
Kommandantin Kerstin May gab einen Überblick über die Einsätze in 2017. Es wurden 41 Einsätze der aktiven Wehr mit insgesamt 1815 Stunden ehrenamtlichen Dienst geleistet, außerdem rund 30 Übungen und Ausbildungsveranstaltungen mit insgesamt 800 Stunden. May ging auf das in 2017 beschlossene Fahrzeugkonzept ein. Es wurde bereits eine Fahrzeugvorführung der Fa. Magirus durchgeführt mit einem LF 10 EC Line mit Allrad Fahrgestell. Zusammen mit dem gesucht und gefundenen Ausschreibungspartner der Feuerwehr Großheirath sowie der Feuerwehr Pullenreuth werden in Kürze drei baugleiche LF 10 ausgeschrieben. Es wäre wünschenswert, wenn von der Kreisbrandinspektion auf Landkreisebene eine Art Fahrzeugbeschaffungsbörse eingerichtet werden könnte. Die nächste Ersatzbeschaffung wird dann für den über 30 Jahre alten Rüstwagen kommen, hier ist ein LF 10 mit Hilfeleistungssatz angedacht. Das TLF wird nach über 30jähriger Einsatzzeit als letztes ersetzt werden, hier ist eventuell ein TLF 3000 angedacht.

Werbeaktion
Das Ziel für 2018 ist die Mitgliederzahl zu erhöhen, verkündete Kommandantin Kerstin May. Man wolle anstatt einer Spendensammlung für das neue Fahrzeug, eine Werbeaktion für Fördermitglieder starten. Es wäre schön, wenn aus jedem Haushalt ein Mitglied gewonnen werden könnte und so jeder einen freiwilligen Beitrag zur Erhaltung des Feuerwehrwesens in Steinwiesen leisten würde. Mit nur 30 Euro im Jahr kann man so die Arbeit der Feuerwehr unterstützen.

Einsatz und Kritik
Unvergessen ist der große Brand bei der Familie Stöcker. Es war schlimm, eine Hilflosigkeit zu spüren, denn egal was man unternahm, ein Menschenleben war nicht zu retten. Der Brand war bereits so weit fortgeschritten, dass der Innenangriff abgebrochen werden musste. Allerdings wurde bei den Nachlöscharbeiten erst klar, wie der Ort einer viel größeren Katastrophe entgangen ist, denn im Gebäude befanden sich insgesamt 14 Gasflaschen. Nur dem schnellen Löschangriff war es zu verdanken, dass nicht noch mehr passiert ist. Doch es gibt immer Kritik. Manchen ging es bei der Alarmierung bis zum Eintreffen an der Einsatzstelle zu langsam. Aber bei einer Alarmzeit von 16.51 und einem Eintreffen am Einsatzort um 16.56 bleibt keine große Verbesserungsspanne. May sagte noch einen herzlichen Dank an die vielen Helfer, die mit Worten, Taten, Kaffee und Getränken und kleinen Brotzeiten ihrer Feuerwehr den Rücken gestärkt haben. Und mit den wenigen „Besserwissern“ muss man halt leben.

Atemschutz
Der neue Atemschutzleiter Mattias Prockl gab einen Überblick über die Atemschutztruppe. 16 Atemschutzgeräteträger haben 14 Übungen absolviert. Bei vier Einsätzen waren sie gefordert. Es konnte mit Marcel Manzer ein neuer Geräteträger in die Truppe integriert werden.

Jugendfeuerwehr
In Vertretung des Jugendwarts Marcel Manzer berichtete sein Stellvertreter Dominik Welscher über das abgelaufene Jahr. Die Anzahl der Jugendlichen bezifferte er auf 10. Es konnte mit Dominik Kopp ein Jugendlicher in die aktive Wehr übergeben werden. Die Einsatzübung der Jugendfeuerwehren des Inspektionsbereiches fand im letzten Jahr in Birnbaum statt. Man nahm teil trotz des Sommerfestes und eines Verkehrsunfalls, zu dem alarmiert wurde.

Vorausschau für 2018
Am kommenden Freitag, den 19. Januar findet das Knutfest unter der Regie der Feuerwehr ab 17.00 Uhr am Pfarrberg statt. Neben Bratwürsten gibt es auch eine Punschbar. Am Sonntag nimmt die Feuerwehr am Sebastianstag der Soldaten- und Reservistenkameradschaft Steinwiesen teil, Kirchenparade um 8.15 Uhr ab Gasthof Goldener Anker. Nach dem Faschingsumzug am 11. Februar ist das Cafe Flori geöffnet. Das Sommerfest findet am 7. Juli wieder auf dem Marktplatz statt. Eine Einladung zum 125jährigen Feuerwehrfest der FF Thonberg vom 6.7 bis 8.7.18 ist eingegangen.

Grußworte
Bürgermeister Gerhard Wunder sagte in seinem Grußwort, dass die Gemeinde hinter der Arbeit der Feuerwehr steht. Es stimmt ein wenig traurig, wenn jemand bei der Wahl nicht mehr antreten will, man sollte doch miteinander reden können. Wer mit dem Herzen bei einem Verein ist, der bleibt auch dabei, egal ob aktiv oder passiv. „Man soll gemeinsam arbeiten, Gutes tun und am Ende die Verstorbenen gemeinsam zur letzten Ruhe geleiten. Das ist Vereinsarbeit und Zusammenhalt“, betonte Wunder. In Bezug auf die neuen Fahrzeuge, die in den nächsten Jahren angeschafft werden sollen, meinte der Bürgermeister, dass man zwar die besten Geräte kaufen könne, aber wenn keine Leute da sind, die sie bedienen, bringe das nicht viel. „Ohne Personal nutzt das beste Fahrzeug nichts“, so Wunder.

Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger lobte die Einsatzbereitschaft der Steinwiesener Wehr. Er betonte, wie wichtig es ist, wenn passive Mitglieder der aktiven Mannschaft den Rücken stärken. Er ging auf die schnelle Einsatzfähigkeit der Wehr ein und meinte, man solle sich nicht von den wenigen Personen schlecht reden lassen. „Ihr könnt stolz auf euch sein“, sagte Ranzenberger. Wenn man bei einer Einsatzstatistik von 41 fast jede Woche einmal unterwegs war, dann sollte dies von der Politik und der Bevölkerung mehr anerkannt werden. Er ging kurz auf das neue Ausbildungszentrum in Kronach ein, das endlich nach 11 Jahren dieses Jahr fertig sein soll.

Im Namen des Musikvereins Steinwiesen dankte Dominik Welscher der Feuerwehr für die Teilnahme und die Absicherung bei Kreismusikfest und dem Jubiläum. „Wir werden uns bei der Fahrzeugeinweihung revanchieren.“

Bruno Beierlorzer bat als „normales Mitglied“ darum, Probleme und Spannungen nicht ausarten zu lassen. Streiten ja, aber so, dass man sich danach noch in die Augen schauen kann. „Sprecht persönlich miteinander, nicht nur über Smartphone und die Medien“, appellierte Beierlorzer.

Kategorien: Feuerwehr