Markt Steinwiesen Markt Steinwiesen
Der Rathausplatz mit Kirche, Pfarrzentrum und Rathaus
Der Ködelblick oberhalb der Trinkwassertalsperre Mauthaus
Teichmühle Steinwiesen
Blütenpracht in der Bahnhofstraße
Sonnendurchfluteter Hochwald
Sonnenuntergang über der kath. Kirche "Mariä Geburt" Steinwiesen
Ruhebank am "Nurner Brocken"
Sonnenuntergang oberhalb von Steinwiesen

Jahreshauptversammlung des Mehrzweckhaus-Bauvereins Nurn

08.08.2016 Viel Lob gab es für den MZH-Bauverein Nurn - Vorsitzender Markus Merkl bedankte sich bei allen örtlichen Vereinen

Nurn – Als eine Erfolgsgeschichte bezeichnete Bürgermeister Gerhard Wunder im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Mehrzweckhaus-Bauverein Nurn die Entwicklung und den momentanen Stand dieser Gemeinschaft, der alle örtlichen Vereinigungen angehören. Dabei hob das Gemeindeoberhaupt hervor, dass seit dem Bau des Mehrzweckhauses vor 34 Jahren bisher keine gemeindliche Zuschüsse für die Unterhaltung geleistet werden mussten.

Vorsitzender Markus Merkl hatte bei seinem Rechenschaftsbericht für das vergangene Jahr deshalb auch allen Grund sich bei den Vereinen und sonstigen Gruppierungen zu bedanken, die mit ihren Veranstaltungen dazu beigetragen haben, dass das Gemeinschaftshaus mit Leben erfüllt wurde. Zwar wies der spätere Finanzbericht von Kassierer Manfred Vogler für das Jahr 2015 ein Defizit von 80 Euro auf, doch steht der Bauverein auf gesunden Füßen, denn in den vergangenen Jahren konnte ein ansehnlicher Rücklagen-Betrag gebildet werden. Der Vorsitzende gab aber auch zu erkennen, dass „das Mehrzweckhaus ein Haus für alle Nurner Vereine ist, das verwaltet und auch erhalten werden muss.“ Merkl betonte, dass der Bauverein stets ein offenes Ohr für die Belange und Problemen der Nurner Vereinigungen habe und ein kooperativer Partner sein werde. Mit Freude verkündete er bei seinem Rückblick, dass mit der Püls-Bräu ein neuer Biervertrag mit besseren Konditionen ausgehandelt werden konnte. „Dies ermöglicht uns, den Bierpreis konstant zu halten.“ Zu den Ausgaben gehörte unter anderen eine größere Reparatur an der Kühlung in der Küchentheke. Angeschafft worden sei ein Notfallkoffer für den Gastronomiebetrieb. „Auch in nächster Zeit werden Investitionen notwendig sein, um das Mehrzweckhaus in Schuss zu halten“, so der Vorsitzende. In diesem Zusammenhang sprach er die Neuanschaffung von Tischen und Stühlen an.

Zu den Einnahmen wurde vermerkt, dass die Theatergruppe einen Betrag in Höhe von 1.200 Mark gespendet hat. Allerdings musste im weiteren Verlauf der Versammlung deren Leiterin Gerlinde Sonntag mitteilen, dass in diesem Jahr keine Theateraufführungen wegen verschiedener Gründe der Darsteller stattfinden würden. Wegen der damit ausfallenden Einnahmen konnte Markus Merkl aber „Entwarnung“ geben, denn mit dem Kickerclub konnte zu Beginn des Jahres ein neuer Mieter begrüßt werden. Bereits die jüngsten Monate hätten gezeigt, dass mit den Tischfußballern, die sich nach umfangreichen Umbauarbeiten eine neue Spielstätte im ehemaligen Jugendraum eingerichtet haben, ein lukrativer Mitbenutzer eingezogen sei.

Viel Lob gab es von den Verantwortlichen des Bauvereins und später von den anwesenden Vertretern der örtlichen Vereine für den umsichtigen und äußerst zuverlässigen Hausmeister Helmut Deuerling sowie seinen Bruder Andreas für dessen handwerkliche Unterstützungen. Dank ging auch an den Wirtsleute Veronika und Josef Müller, die eine stets hervorragende Arbeit abliefern. Lob und Dank erhielt weiterhin die SV-Damengymnastikgruppe für die Gestaltung der Grün- und Gartenanlagen. Hierzu Bürgermeister Wunder: „Der Blumenschmuck ist immer wieder ein Hingucker.“

Eine einwandfrei Führung der Finanzen bescheinigten die Prüfer Wolfgang Dietz und Andres Deuerling dem Kassierer Manfred Vogler. Bei der Vorschau wies Vorsitzender Merkl auf geplante Malerarbeiten im Foyer und auf das Schneiden der Hecken hin. Er hoffte, wenn sein Aufruf hierzu erfolgt, dass sich zahlreiche freiwillige Helfer einfinden.

Die Vertreter von 13 örtlichen Vereinigungen sprachen am Ende der Zusammenkunft die immer gute Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen des Mehrzweckhaus-Bauvereins an und dankten hierfür. hf

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Das Mehrzweckhaus Nurn (Haupteingang)

Einige Daten zum Mehrzweckhaus-Bauverein Nurn

Derzeitige Vereinsführung:
1. Vorsitzender Markus Merkl, 2. Vorsitzender Tobias Deuerling, Kassierer Manfred Vogler, Schriftführerin Irene Förtsch, Beisitzer Andreas Deuerling, Jürgen Eckert und Josef Schuberth.

Areal
Zum rund 5 000 Quadratmeter großen Areal des Bauvereins an der Straße nach Hubertushöhe auf dem unter anderem das Mehrzweckhaus steht, gehört noch ein Parkplatz, eine größere und kleinere Festwiese, eine Scheune mit Bar für Veranstaltungen und ein Kinderspielplatz.

Nutzung
Die Räumlichkeiten des Mehrzweckhauses werden allwöchentlich genutzt von der Tischtennisabteilung des Sportvereins, den SV-Gymnastikdamen, dem Gesangverein, dem Musikverein und seit Beginn des Jahres vom Kickerclub.

Grund für Bau des Mehrzweckhauses
In der seinerzeit noch selbstständigen und damals rund 620 Einwohner (heute 495) zählenden Gemeinde Nurn war für die Vereine keine geeignete Räumlichkeit zur Abhaltung einer größeren Veranstaltung vorhanden. Im August 1978 fand sich eine Interessengemeinschaft, bestehend aus Vertretern der örtlichen Vereine, zusammen, die am 28. Oktober 1978 den Mehrzweckhaus-Bauverein ins Leben rief. Nach mehreren Gesprächen mit Vertretern der Bayerischen Staatsregierung, der Regierung von Oberfranken, des Landkreises Kronach und der Marktgemeinde Steinwiesen, trugen die Bemühungen Früchte. Im Mai 1982 wurde das Mehrzweckhaus, das als eine „Heimstätte des kulturellen Lebens und Schaffens
sowie als ein Haus der Begegnung“ bezeichnet wurde, eingeweiht. Träger des Hauses ist nicht wie in vielen Fällen, die Kommune, sondern die im Ort ansässigen Vereine unter der Federführung des Mehrzweckhaus-Bauvereins. Die Baukosten hatten sich auf 1.040.000 Mark belaufen, die sich aufgrund erbrachter Eigenleistungen durch die Bevölkerung mit über 10 000 Stunden um 145 000 Mark reduzierten. hf

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