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winterliche Felder bei Nurn
Eingebettet in Schnee
Winterlicher Sonnenuntergang
Herrlicher Wintertag
Schneetürme auf dem Gartenzaun

Jahreshauptversammlung FGS Steinwiesen

30.11.2016 Reinhard Wiedel wird Ehrenpräsident der Faschingsgesellschaft, Waltraud Kämpfer zum Ehrenmitglied ernannt – Neuwahlen wurden durchgeführt – Beitragserhöhung sorgte für Diskussionen.

Ehrungen
Steinwiesen (sd) Ein „Macher“ rückt ins zweite Glied. Reinhard Wiedel war seit der Gründung der Faschingsgesellschaft zweiter Vorstand. Seit einem Vierteljahrhundert organisierte er die Faschingsumzüge in Steinwiesen, die Aufstellung, Verteilung des Wurfmaterials, der Ablauf – Reinhard Wiedel war immer zur Stelle. Er kümmerte sich federführend um die Gestaltung der Faschingsorden, war immer bei den Büttenabenden in Aufbau, Organisation der Abläufe und als Fachmann für die Pyrotechnik unermüdlich dabei. „Reinhard stand mir viele Jahre vertrauensvoll als mein Vize zur Seite und unterstütze mich in meiner Arbeit“, betonte Präsident Wieland Beierkuhnlein. Für seine vielen Verdienste um den Fasching in Steinwiesen wurde er bei der Jahreshauptversammlung einstimmig zum Ehrenpräsidenten ernannt.

Ein weiteres Standbein und immer da, wenn´s brennt, ist Waltraud Kämpfer. Sie ist nicht nur seit Bestehen der Faschingsgesellschaft (FGS) sondern schon viel früher im Fasching aktiv. Erst hat sie ihren verstorbenen Mann bei der Arbeit als Kassier unterstützt und seit Gründung der FGS hatte sie das Amt der Schriftführerin inne. Aktiv war Waltraud Kämpfer mit den Quergstraaften auf der Bühne, Hilfe und Organisation in der Küche, Bar, beim Glühweinverkauf, Bratwurstbude und Kaffeeküche und die Verteilung der Klippen und des Wechselgeldes für den Faschingsumzug sind nur ein kleiner Ausschnitt ihrer vielen Aktivitäten. „Sie war und ist immer eine gute und verlässliche Beraterin in Fragen der Vereinsleitung und der Aktiven. Ich hoffe, das bleibt auch weiterhin so“, sagte Präsident Wieland Beierkuhnlein in seiner Laudatio. Einstimmig wurde Waltraud Kämpfer zum Ehrenmitglied ernannt.

Neuwahlen
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung fanden Neuwahlen der Vorstandschaft statt. Als zweiter Vorstand wurde neu Jürgen Deuerling und als Schriftführerin Ramona Smettane gewählt. Ebenso neu war als Datenschutzverantwortlicher Sven Schuster. Neu hinzu kamen die Aktivenvertreter mit Carina Ströhlein und Christian Kremer. Die Kandidaten wurden alle einstimmig per Akklamation gewählt.

Der neue Vorstand nach den Wahlen
1. Vorstand: Wieland Beierkuhnlein
2. Vorstand: Jürgen Deuerling (neu)
3. Vorstand: Gudrun Kämpfer
Kassier: Frank Höhn
Schriftführerin: Ramona Smettane (neu)
Kassenprüfer: Jürgen Feil, Herbert Wessel
Datenschutzverantwortlicher: Sven Schuster (neu)
Aktivenvertreter: Carina Ströhlein, Christian Kremer (beide neu)
Vertreter Geschäftswelt: Angelika Kuhnlein, Christa Ring

Beitragserhöhung
Erhebliche Diskussionen gab es beim Thema Erhöhung des Beitrages. Es war ein Antrag gestellt worden, die Mitgliedsbeiträge anzuheben, da sie „in keinster Weise dem angemessen sind, was die Trainerinnen und der Verein an Leistungen und Arbeit für die Mitglieder, die Traditionspflege und Erfüllung der satzungsgemäßen Pflichten erbringen“. Bisher zahlten Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre 4,50 Euro und Erwachsene 9 Euro Beitrag pro Jahr. Kassier Frank Höhn argumentierte, dass ja schon um die 4 Euro pro Mitglied an die Versicherung gezahlt werde und da nicht viel übrigbleibt. Gerhard Wunder (SV) meinte, die Erhöhung nicht zu hoch anzusetzen, da viele schon in anderen Vereinen Beiträge zahlen. Dieses Argument ließen Reinhard Wiedel und Lothar Höhn nicht gelten, niemand werde austreten nur wegen einer Beitragserhöhung. Mit zwei Stimmenthaltungen wurde der neue Mitgliedsbeitrag von 6,66 Euro für Kinder und Jugendliche und 11,11 Euro für Erwachsene beschlossen.

Vorschau und Termine
Christian Kremer gab einen Überblick über die Vorbereitungen für die Büttenabende, Er bat bei den Vereinen Werbung zu machen, denn Helfer werden noch viele gebraucht. Er bat auch darum, Unstimmigkeiten direkt anzusprechen, damit diese gleich geklärt werden können. In diesem Zusammenhang wurde noch einmal klipp und klar gesagt, dass beim Büttennachmittag auch die Eltern Eintritt zahlen müssen. Bezüglich des Faschingsumzuges riefen Reinhard Wiedel und Jürgen Deuerling alle, ob Verein oder Privatmann, auf, mitzuhelfen, mitzugehen und so einen guten Umzug zu gewährleisten.

Termine:
Büttenabende am 3. und 4. Februar 2017, Büttennachmittag am 5. Februar 2017
Kartenvorbestellung für die Büttenabende ab sofort bei Wieland Beierkuhnlein im „Fritzla“, der freie Verkauf startet dann ab Mitte Dezember ebenfalls im Fritzla.

Faschingsumzug am Faschingssonntag, den 26. Februar 2017, anschließend Proklamation in der Kulturhalle.

Wünsche und Anträge
Der Chronist Robert Unglaub bat darum, nachzuschauen, ob jemand noch Bilder oder Zeitungsausschnitte bezüglich des Steinwiesener Faschings rückwirkend bis 1949 hat. Gerade bei den Kinderprinzenpaaren klafft in der Chronik eine große Lücke.

Bürgermeister Gerhard Wunder dankte für die gute Zusammenarbeit besonders beim Straßenfest und die hier erwirtschaftete Spende von 800 Euro. Er erinnerte aber auch daran, dass noch zu Präsident Bienleins Zeiten eine Spende für die Kulturhalle versprochen worden war, weil man sich ja bei den Arbeiten als FGS nicht einbringen konnte, da die Mitglieder bei anderen Vereinen tätig waren. Wunder bat darum, dies zu überprüfen. Die neue Bestuhlung für die Kulturhalle sei zwar bereits bestellt, aber einige Tische mehr könnten nicht schaden.

Christian Kremer regte an, das Helferessen nach den Büttenabenden wieder aufleben zu lassen. Gerade hier seien Gespräche möglich, die kleine Widrigkeiten ausräumen und Verbesserungen ansprechen könnten.

Eine rege Diskussion gab es, als Kassier Frank Höhn einen neuen Entwurf bezüglich der Anerkennung oder auch Aufwandsentschädigung für Aktive, die bei den Büttenabenden auftreten, vorlegte. Nachdem es in der Vergangenheit kleine Reibereien gegeben habe, sich einige benachteiligt gefühlt haben und endlich Klarheit bestehen solle, habe man sich nun Gedanken gemacht. So sollen maximal 20 Euro für jeden Aktiven zur Verfügung gestellt werden, aber nur gegen Vorlage einer Rechnung. Die Garden sind hier ausgenommen, da sie die Kostüme zur Verfügung gestellt bekommen. Als Beispiel nannte Höhn, wenn man eine Rechnung über eine Perücke im Wert von 16 Euro vorlegt, erhält man auch 16 Euro. „Ohne Rechnung gibt es gar nichts“, betonte der Kassier. Die Aufwandsentschädigung für Prinzenpaar (200 Euro) und Kinderprinzenpaar (100 Euro) bleiben davon unangetastet. Auch hier wurden Stimmen laut, die diese Entschädigungen kritisch sehen, eigentlich sollte beim Fasching aus Idealismus mitgemacht werden. „Es soll ja nur eine Anerkennung sein, eine Wertschätzung“, hielt Frank Höhn dagegen.

Kategorien: Vereine