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Licht kann jeder schenken, wenn er für den anderen da ist

10.11.2017 St. Martinsfeier des Kindergarten St. Marien stand ganz im Zeichen des Lichtes und des Schenkens.

Steinwiesen (sd) „Wir haben heute ein Jubiläum, St. Martin hat vor 1.700 Jahren gelebt“, sagte Pfarrer Richard Reis bei der Begrüßung in der Pfarrkirche „Mariae Geburt“, wo sich die Kindergartenkinder und ihre Eltern, die Erzieherinnen und die Grundschulkinder zur Martinsfeier zusammen gefunden hatten. Im Zeichen des Kreuzes stand die Feier und das Thema Licht und Schenken zog sich durch die gesamte Andacht.

Die Legende vom Heiligen St. Martin kennt eigentlich jedes Kind. Dass er seinen Mantel mit dem Bettler geteilt und ihm damit etwas geschenkt hat und Martin damit eigentlich Christus beschenkte und sich deshalb auch taufen ließ. Diese Geschichte erzählten die Schulkinder und sangen dazu das St. Martin Lied. Die Kollekte der Martinsfeier war in diesem Jahr für Tom Sauer und seine Humanitäre Hilfe für Menschen in Not. Schenken, Geben und Licht in manches dunkle und traurige Herz bringen, das liegt auch Tom Sauer besonders am Herzen. Er wird auch wieder als Heiliger Nikolaus am 4. Dezember den Kindergarten besuchen. Dann werden ihm die Kinder ihre Spenden übergeben.


Das Sterntaler-Mädchen Nora (re) schenkt Moritz die warme Mütze

Aber es gibt noch mehr Geschichten rund um das Helfen und darum, das Licht des Schenkens weiterzugeben und es in der dunklen Welt leuchten zu lassen. Das Märchen vom Sterntaler ist so eine Geschichte. Ein kleines Mädchen hat es sich sehr zu Herzen genommen, was Jesus gesagt hat: „Was ihr dem Geringstern meiner Brüder tut, das habt ihr mir getan“. Und so verschenkt sie alles an die, die noch weniger haben als sie selbst. Zum Schluss steht sie nur noch im Hemd da und friert in der kalten Nacht. Unter den Trompetenklängen von Vincent „Der Mond ist aufgegangen“, stand ein heller gelber Mond am Nachthimmel und es fallen plötzlich Sterne vom Himmel und werden zu blanken Geldstücken. Das Mädchen trägt ein neues Hemd aus allerfeinsten Stoff und sammelte die Goldtaler auf. Nun musste sie nie mehr frieren oder hungern.

Passend zum Licht, das auf das Sterntaler-Mädchen fiel, sangen und rappten Max, Kilian, Willi und Vincent das Lied „Lichterkinder“. Bereits im Kyrie hatten sich die Kindergartenkinder mit Tina, Lisa und Julia eingebracht und Pfarrer Richard Reis ging kurz auf die Bedeutung der Legende von Heiligen Martin ein. In den Fürbitten baten die Kinder darum, dass Gott ihnen die Augen, Ohren, den Mund, die Hände und das Herz öffnen möge, damit sie sich um die Not der Menschen kümmern und ihnen helfen können. Die ganzen Kinder und Erwachsenen in der Pfarrkirche fassten sich beim gemeinsamen Vater unser an den Händen und Pfarrer Reis spendete den Segen Gottes. Das Lied „Wir sind die Sternenkinder“ rundete die schöne Andacht ab. Anschließend zündete man die vielen Laternen an und zog unter Begleitung der Musik zum Kindergarten, wo für das leibliche Wohl gesorgt wurde.


Das Sterntaler-Mädchen Nora (li) zieht Amelie den warmen Mantel an, den sie ihr geschenkt hat

Kategorien: Kindergarten, Kirche, Veranstaltungen