Markt Steinwiesen Markt Steinwiesen
Museumsbahn Steinwiesen
Die Ködeltalsperre im Herbst
Sonnendurchfluteter Hochwald
Herbst in der Leitsch
Abendrot über den Dächern von Nurn
Fränkische Schlehen
Der Herbst umgibt die Talsperre
wunderschöne Farbenpracht

Manfred Manzer wurde 80

07.08.2018 Das Steinwiesener Urgestein prägte die Marktgemeinde nachhaltig – Freundschaft zählt für ihn sehr viel.

Steinwiesen (sd) An seinem Ehrentag war der Jubilar Manfred Manzer umlagert von vielen Weggefährten, die im Laufe der 80 Jahre seinen Weg kreuzten. Manchmal wird er philosophisch, vor allem wenn er daran denkt, wie es wäre, wenn niemand zum Gratulieren kommen würde. „Da müsste man sich fragen, ob man in seinem Leben irgendwas falsch gemacht hat“, sagt er nachdenklich. Doch das braucht Manfred Manzer nicht zu fürchten. Groß ist der Andrang und viele Hände werden geschüttelt, es wird angestoßen und gefeiert. „Ich will keine großen Geschenke, aber ehrliche Freundschaften“, erklärt Manfred Manzer und auf solche kann er auch jetzt nach 80 Jahren noch bauen.

Manfred Manzer ist ein echter Steinwiesener. Geboren 1938 fielen seine frühen Kindheitsjahre in die Kriegszeit. Finanziell nicht gerade auf Rosen gebettet, arbeitete er fünf Jahre lang bei der Fa. Klinger, wo Holz geschlagen und geladen wurde. Anschließend ging es ins Rheinland für 10 Jahre zum Straßenbau. Ab 1967 war er dann bei der Firma Schrenk in Hof und zwar bis er 1994 in Rente ging. Nach seiner Rückkehr aus dem Rheinland baute er ein Häuschen auf den Höhen von Steinwiesen. Besonders redselig wird Manfred Manzer, wenn man ihn nach seinen Hobbys fragt, dann überlegt er nicht lange. „Früher als Junge hab ich Fußball gespielt war sogar im Tor und gar nicht mal so schlecht. Später hatte ich meine SPD und meine Vereine. Aber eines habe ich immer gerne gemacht und das tue ich auch noch heute: Schafkopfen“, sagt Manzer augenzwinkernd. Ja, Schafkopfen ist seine Leidenschaft. An jedem Sonntag treffen sich vier gestandene Mannsbilder im Tennisheim, um Karten zu spielen. Neben dem Jubilar sind dies Josef Kremer, der Metzger, Alfons Kuhnlein, der Schuhmichl, und Gottfried Deuerling, der Jüngste im Bunde. Auch am Mittwoch wird im Grünen Baum gespielt, aber dort immer mit einer gemischten Besetzung. Außer Manfred Manzer – der ist immer dabei.

Doch Manfred Manzer ist vor allem bekannt für seine jahrzehntelange Gemeindepolitik, mit der er die Gemeinde entscheidend mit geprägt hat. Als Sozialdemokrat steht er der SPD Ortsgruppe Steinwiesen seit 55 Jahren zur Seite, war mehr als 25 Jahre Vorsitzender und wurde bereits 1993 zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Seine liebenswerte, menschliche Art und sein ausgezeichneter Charakter, verbunden mit Lebenserfahrung, Seriosität und Anständigkeit, hatten ihn zu einem überragenden Kommunalpolitiker gemacht und ließen ihn Ehrenämter in zahlreichen Vereinen ausüben. Manfred Manzer kann nach 36 Jahren ununterbrochener Mandatszeit im Gemeinderat Steinwiesen (von 1972 bis 2008) auf ein erfülltes politisches Leben zurückblicken. In der Zeit von 1990 bis 1996 war er auch als dritter Bürgermeister des Marktes Steinwiesen tätig. Für sein Engagement zum Wohle seiner Heimatgemeinde erhielt er 2002 die Goldene Bürgermedaille. Am 29. September 2005 bekam er aus der Hand von Regierungspräsident Hans Angerer die Medaille für besondere Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung.

Und so ließ es sich der Kreisvorsitzende der SPD, Dr. Ralf Pohl nicht nehmen, Manfred Manzer zu gratulieren. Bürgermeister Gerhard Wunder, Vertreter der Vereine sowie der Caritas Seniorenausschuss mit Hedi Höhn und Christine Beckstein sowie die Urlaubsvertretung Pfarrer Eusebius beglückwünschten den 80jährigen zu seinem Jubiläum.

Seine Familie hat ihn in all seinen vielen ehrenamtlich engagierten Tagen unterstützt. Seine Frau Agnes und die Kinder Josef und Wilma mit ihren Ehepartnern Brigitte und Alois sind immer da, wenn er sie braucht. Seine Freude hat er aber vor allen Dingen an den Enkeln Marcel und Selina sowie Jessica, Madeleine und Christian.

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