Markt Steinwiesen Markt Steinwiesen
Der Rathausplatz mit Kirche, Pfarrzentrum und Rathaus
Der Ködelblick oberhalb der Trinkwassertalsperre Mauthaus
Teichmühle Steinwiesen
Blütenpracht in der Bahnhofstraße
Sonnendurchfluteter Hochwald
Sonnenuntergang über der kath. Kirche "Mariä Geburt" Steinwiesen
Ruhebank am "Nurner Brocken"
Sonnenuntergang oberhalb von Steinwiesen

Marktgemeinderatssitzung Januar

15.02.2017 Das Programm für das Kommunalmarketing wurde vorgestellt – dies sorgte für rege Diskussion im Gremium.

Kommunalmarketing Kronach Creativ – Modellgemeinde Steinwiesen
Steinwiesen (sd) Das Projekt „Kommunalmarketing“, das vom Bayerischen Staatsministerium der Finanzen für Landesentwicklung und Heimat sowie durch die Oberfrankenstiftung gefördert wird, lässt sich der Freistaat Bayern als Pilotprojekt 375 000 Euro kosten. Steinwiesen ist eine von drei Modellgemeinden im Landkreis Kronach (außerdem Stockheim und Tettau), die in den Genuss dieser einzigartigen Förderung kommen. Der Gemeinde kostet das Projekt, das über zwei Jahre laufen soll, pro Jahr 3000 Euro, Ende wird am 31.12.2018 sein. Der Modellgemeinde wird mit Kronach Creativ und Margarita Volk-Lovrinovic eine kompetente Projektkoordinatorin zur Seite gestellt. Als Endziel des Kommunalmarketing-Projektes soll eine nachhaltig attraktive und vitale Gemeinde, die von dem Engagement und der Eigeninitiative der Bürgerschaft gestaltet und gestärkt wird, dastehen.

Rainer Kober von Kronach Creativ und Margarita Volk-Lovrinovic zeigten bei der Gemeindratsitzung die Vorgehensweise und die Ziele auf. Kober meinte, dass man dem Bürger zeigen soll, wohin die Gemeinde will, wie sie sich ausrichtet. Nur so kann er selbst eine Perspektive sehen und handeln. Eine klare Richtung muss vorgegeben, das Ehrenamt und soziale Belange eingebunden sein aber auch auf die private Initiative gesetzt werden. Margarita Volk-Lovrinovic zeigte in einem PowerPoint unterstützten Vortag auf, dass der Mensch vor Ort mit seinen Ideen und seiner Begeisterung, Investoren und Unternehmer durch klar formulierte Ziele angesprochen und ins Boot genommen werden müssen. Den Bürgern muss die Perspektive nahe gebracht werden, damit sie sich selbst damit identifizieren und mit einbringen. Nur miteinander entstünden Verbundenheit und Heimatstolz, deshalb muss sich auf klare und einige wenige Ziele konzentriert werden, die schnell auch nach außen sichtbar werden. Die Bestandsanalyse, was gibt es schon für Informationen (ISEK, Studien) und das „Wohin will die Gemeinde“ gilt es auch bei Interviews zu vertiefen. Nach dieser Auswertung wird es eine Klausur des Gemeinderats geben, die in verschiedenen Workshops vertieft und mit einer öffentlichen Vorstellung der strategischen Gemeindeausrichtung abschließt. Das Ganze soll bis Ende Oktober 2017 über die Bühne gehen. „Steinwiesen soll eine der vitalsten Gemeinden im Landkreis Kronach werden“, betonte Margarita Volk-Lovrinovic.

Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) versicherte, dass diese Aktion nicht nur Steinwiesen Ort sondern die gesamte Großgemeinde umfasse. Man sei froh über die Unterstützung und als entscheidendes Gremium werde der Gemeinderat die Ziele definieren. Jürgen Eckert (CSU) erklärte, dass man ein kommunales Leitbild erarbeiten und Schritt für Schritt umsetzen will. Die Vereine sollten zwar mit eingebunden sein, aber auch andere Ideen wolle man verwirklichen und durch diese Interviews vielleicht neue kreative Köpfe erreichen. Für Richard Rauh (SPD) stellte sich das „neue Verfahren“ nicht ganz so neu da. Es sei doch vieles schon durch die Fragebögen von Steinwiesen aktiv und deren Auswertung erledigt worden. Man müsse das Rad ja nicht immer wieder neu erfinden. Es müsste nun im Marketing das Alleinstellungsmerkmal, die Kernmarke von Steinwiesen gefunden werden, sozusagen „welches Produkt von Steinwiesen will ich verkaufen“. Gerhard Wunder (CSU) bekräftigte, dass schon vieles auf den Weg gebracht wurde und darauf aufgebaut werden kann. Nun müssen Grundlagen geschaffen werden, damit auch viele mitmachen. Der Spruch „Ich geh nach Steinwiesen, weil es dort gut ist“, muss nach außen sichtbar werden. Rudi Kotschenreuther (CSU) wollte das „Produkt Zukunft“ ganz auf die Vereinsvorstände und die Vereine abwälzen, nur mit ihnen und durch sie sei dies zu verwirklichen. Der Gemeinderat könne da nicht auch noch Multiplikator sein. Mit dieser Meinung kam er aber bei einigen Gemeinderäten nicht so gut an, denn die Vereine leisten schon sehr viel, wie Bürgermeister Wunder meinte. Das Interesse bei den Bürgern zu wecken, dazu sei der Gemeinderat als Multiplikator zuständig. Auch Bruno Beierlorzer (CSU) war der Meinung, man könne den Vereinen nicht noch mehr aufbürden, sie aktiv einbinden sei eine Sache, aber die Koordination muss woanders liegen. „Es mag in den Ortsteilen noch ein wenig anders sein, aber je großer der Ort, desto schwieriger. Man solle Machbares von Wunschdenken trennen“, sagte Beierlorzer. Rainer Kober meinte zum Schluss, dass man die Vereine durch überzeugende Aussagen dazu bringen kann, selbst mit aktiv zu werden. „Wir dürfen uns nicht davon abbringen lassen, dass Kronach der vitalste Landkreis ist und warum sollten wir in Steinwiesen nicht die Weichen stellen und dem demographischen Wandel ein Schnippchen schlagen“, meinte Kober.

Splitter aus dem Gemeinderat
Der Marktgemeinderat hat einstimmig beschlossen, dass das Schulhaus Nurn als Objekt für die Förderoffensive Nordostbayern beantragt wird. Es sollen im Gebäude Wohnungen errichtet werde. Die Bedarfsmeldung soll abgegeben werden.

Aufgrund einer Information des Bayernwerkes wurde im Gremium beschlossen, dass man grundsätzlich bereit sei, eine Ladestation für Elektrofahrzeuge in Steinwiesen zu installieren. Aus verschiedenen Ausführungen wäre hier die Standardausführung mit Kosten von ca. 3.000 Euro und einer monatlichen Wartung von 50 Euro ins Auge zu fassen. Jürgen Deuerling (SPD) meinte, dass es dann aber sinnvoll wäre, wenn ein Elektroauto in der Gemeinde vorhanden wäre. Jürgen Eckert (CSU) regte als Standort das Tourismushaus an. Bürgermeister Gerhard Wunder meinte, dass dies eigentlich nicht die Aufgabe der Kommune sei, denn wer Autos verkaufen will, sollte auch für Ladestationen sorgen.

Anfrage aus der Bürgerversammlung bezüglich der Schülerbeförderung der Ganztagesklasse von der Mittelschule Kronach nach Steinwiesen
Kämmerer Rainer Deuerling führte aus, dass man mit einem eigenen Bus eine Zeitersparnis von 35 Minuten hätte. Bei einer täglichen Fahrleistung von 90 Kilometern wären dies Kosten von 38.669,40 Euro im Jahr. Dies sei eine freiwillige Leistung, die voll von Steinwiesen bezahlt werden müsste, da für die Schülerbeförderung die Gemeinde nicht zuständig ist. Ob dies überhaupt von der Rechtsaufsicht angesichts der Konsolidierungsgemeinde genehmigt würde, ist zu bezweifeln. Wenn das Ganze über den Schulverband laufen würde, hätten auch Marktrodach, Nordhalben und Wallenfels Anspruch auf einen Bus. Die Kosten bleiben jedoch bestehen. Dies kann jedoch der Gemeinderat nicht entscheiden, sondern nur der Schulverband. Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) meinte, ob die Kosten im Verhältnis zur Einsparung der Zeit im Verhältnis stehen, bleibt dahingestellt. Auch Richard Rauh (SPD) meinte, man solle doch die Kirche im Dorf lassen. Andreas Müller (CSU) betonte, dass man die Anfrage ernst genommen und gut recherchiert habe. Für Frank Hauck (CSU) wirft es die Frage auf, was mit den anderen Schülern (Realschule, Gymnasium) sei, sie müssten dann auch anders behandelt werden.

Gänshügel Nurn
Bei einer Informationsveranstaltung in Nurn wurden die Möglichkeiten aufgezeigt, die eine Erneuerung bzw. Restaurierung der Straße bieten. Bei einem Neubau kommen Kosten von 3.500 bis 9.000 Euro auf die Anlieger zu. Die Anwohner haben sich einstimmig gegen einen Vollausbau entschieden. Es soll eine großangelegte Deckenausbesserung geben, jedoch muss noch bei der Rechtsaufsicht nachgefragt werden, ob dies genehmigungsfähig ist.

Anfrage von Brigitte Geiger (SPD) Fürsorgepflicht
Brigitte Geiger (SPD) wurde von Eltern angesprochen, dass im Januar ein Schulbus aus Kronach den Berg Richtung Neufang nicht befahren konnte und angeblich die Schüler aus Neufang und Birnbaum.in der Leitsch aussteigen ließ und meinte, sie sollten heimlaufen. Geiger bat darum, hier nachzufragen, es könne nicht sein, die Kinder auf die Straße zu stellen und sich nicht mehr darum zu kümmern. Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) meinte, versicherungsmäßig seien sie abgesichert gewesen, aber man werde über das Landratsamt klären, was da los gewesen sei.

Informationen des Bürgermeisters
Am Freitag, den 17. März 2017 ist um 9.30 Uhr im Feststoudl in Neufang eine Veranstaltung zum „Wald des Jahres“.

Verkehrssituation Mühlweg- hier wurde die Anordnung rechts vor links geändert und die Silberbergstraße als Vorfahrtsstraße eingesetzt. Damit ist Oliver Porzel nicht einverstanden und hat Klage dagegen eingereicht.

Änderungen Entwässerungssatzung
Der Marktgemeinderat Steinwiesen stimmt der vorgelegten Änderung des §10 der Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung einstimmig zu. Wichtige Punkte darin waren vor allem, dass auch bei Großvieheinheiten der Abwasseranfall pro Einwohner auf mindestens 20 qm pro Jahr angesetzt wird. Außerdem obliegt der Nachweis der Viehzahl dem Gebührenpflichtigen.

Bauantrag – Gerhard Holzmann, Steinwiesen – Errichtung eines Carports







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