Markt Steinwiesen Markt Steinwiesen
Der Rathausplatz mit Kirche, Pfarrzentrum und Rathaus
Der Ködelblick oberhalb der Trinkwassertalsperre Mauthaus
Teichmühle Steinwiesen
Blütenpracht in der Bahnhofstraße
Sonnendurchfluteter Hochwald
Sonnenuntergang über der kath. Kirche "Mariä Geburt" Steinwiesen
Ruhebank am "Nurner Brocken"
Sonnenuntergang oberhalb von Steinwiesen

Marktgemeinderatssitzung Mai 2016

10.06.2016 Altes Rathaus als kommunales Leitprojekt beschlossen – private Projekte eventuell für betreutes Wohnen nutzbar.

Generationenübergreifendes Wohnungsmarktkonzept – Leitprojekte
Michael Günter von der DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft stellte eine Vorauswahl der Leitprojekte vor, die von DSK und der Hochschule Coburg erarbeitet worden sind. Als Ziel müsse vor Augen stehen, dass ein kommunales Projekt und ein privates Projekt zum Tragen kommen, damit die Bevölkerung auch wirklich sieht, dass sich etwas bewegt. Als kommunales Projekt wurde vom Gremium einstimmig beschlossen, das „Alte Rathaus“ anzupacken. Hier sind die Lage und die Bausubstanz gut, im Inneren muss jedoch erheblich modernisiert werden. Günter erklärte, dass das Haus für Wohnungen durchaus noch geeignet ist, nach dem anstehenden Umbau. Für die Fraktionsvorsitzenden Jürgen Eckert (CSU) und Jürgen Deuerling (SPD) stand das „Alte Rathaus“ ganz oben auf der Prioritätenliste der Leitprojekte. Es soll nun schnellstens geprüft werden, was realisierbar wäre, mit den Mietern muss gesprochen und über Fördermaßnahmen informiert werden. „Die Bevölkerung will sehen, dass etwas passiert“, betonte Jürgen Deuerling (SPD). Dies sah der zweite Bürgermeister Bruno Beierlorzer (CSU) genauso, es muss die Bereitschaft kundgetan werden, dass die Gemeinde etwas nach vorne bringen will. Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) betonte, dass nach diesem Beschluss jetzt das Stadtumbaumangement gefordert ist und Richard Rauh (SPD) sagte, dass es richtig sei, dort anzufangen, wo man als Gemeinde Einfluss hat, bei den gemeindlichen Häusern. „Wir sollten wirklich ein paar Mark in die Hand nehmen, um ein Konzept erstellen zu lassen“, betonte Rauh.

Im Bereich der privaten Nutzung stand für Michael Günter (DSK) das betreute Wohnen im Vordergrund. Hier wären die Objekte „Schlecker“ (Kronacher Str. 10) und Nordhalbener Str. 56 (ehemaliges Bierstübla) geeignet und die Eigentümer hätten auch Mitwirkungsbereitschaft signalisiert. Es muss jedoch ein vernünftiger Partner im sozialen Bereich gefunden werden (Caritas, BRK usw.) Die Joseph-Stiftung wäre hier durchaus denkbar. „Ohne Investor und kompetenten Partner geht das nicht. Aber die Objekte wären hierfür gut geeignet“, waren sich Michael Günter und Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) einig.

Michael Günter informierte auch über die geplante Immobilienbörse, bei der alle Häuser und Grundstücke digital erfasst werden, vor allem natürlich die Leerstände, und in einer Datenbank alle Informationen gespeichert werden können. Auf Rückfrage aus dem Gemeinderat bezüglich des Datenschutzes, sagte Günter, dass dies natürlich nur mit Einwilligung der Eigentümer geschieht und der Zugriff entweder gar nicht, nur für die Gemeindeverwaltung oder öffentlich geschehen kann, je nach Einwilligung. Eine Vernetzung mit öffentlich zugänglichen Immobilienseiten im Internet wäre hierbei eine sinnvolle Angelegenheit. In diesem Zusammenhang wurde das Sanierungsgebiet in Steinwiesen angesprochen. Dies wurde bereits vor Jahren festgelegt und zu Voruntersuchungen bei den ISEK-Erhebungen herangezogen. Es wurde nun einstimmig vom Gemeinderat beschlossen, das Sanierungsgebiet zu erweitern und hier Vorbereitente Untersuchungen durchzuführen. Damit könnten auch private Sanierungsmaßnahmen mit dem kommunalen Förderprogramm gefördert werden, die momentan außerhalb des vorhandenen Sanierungsgebietes liegen. Michael Günter sagte auch, dass die Bürger immer wieder informiert werden sollten, was bei Sanierungsmaßnahmen auch steuerlich gefördert werden kann, Informationen gibt es im Rathaus und in den aufgelegten Förderfibeln.

Interkommunales Förderprogramm im Oberen Rodachtal
Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) informierte über drei Anträge über private Sanierungsmaßnahmen. Die Anträge wurden vom Gremium befürwortet und werden nun an die Verwaltung im Rathaus Wallenfels weitergeleitet, von dort wird der Förderantrag an die Regierung von Oberfranken gestellt. „Von unserer Seite bestehen keine Einwände, nun muss die Regierung entscheiden, ob die Förderung über das kommunale Förderprogramm genehmigt wird oder nicht“, betonte zweiter Bürgermeister Bruno Beierlorzer (CSU), der die Abstimmung leitete.

Offene Ganztagesangebote für das Schuljahr 2016/2017 - Informationen
Die Regierung hat die Genehmigung erteilt, im kommenden Schuljahr 2016/2017 für die Grundschule Steinwiesen eine offene Ganztagesschule einzurichten wenn die Nachfrage hierfür da ist. Es besteht somit die Möglichkeit der Betreuung von Montag bis Donnerstag bis 16.00 Uhr. Neben dem kostenpflichtigen Mittagessen sind an jedem Betreuungstag eine verlässliche Hausaufgabenbetreuung und verschiedene Freizeitangebote vorgesehen. Voraussetzung für die Anmeldung ist, dass die Schüler und Schülerinnen für mindestens zwei Nachmittage angemeldet sind, die Anmeldung ist für das ganze Schuljahr verbindlich. Es besteht die Möglichkeit, für Freitag bis 15.00 Uhr ein Zusatzangebot einzurichten. Dies setzt eine Mindesteilnehmerzahl von 10 voraus und ist kostenpflichtig (ca. 25 Euro/Monat). Die Betreuung erfolgt durch den Caritasverband, die bereits bisher die Mittagsbetreuung organisiert haben.

Gemeinschaftshaus Schlegelshaid
Es wurde eine Besprechung der Gemeinde mit dem Architekturbüro Schöttner und Vertretern der Dorfgemeinschaft Schlegelshaid abgehalten und die Änderungen der vorhandenen vorläufigen Pläne diskutiert und festgelegt. Es soll nun schnellstens eine neue Kostenplanung erstellt werden. Der Abriss des alten Gebäudes stellt eine gesonderte Maßnahme da, hier können Eigenleistungen erbracht werden. Der Vorplatz wird eine Maßnahme der Teilnehmergemeinschaft sein, ebenfalls die Möblierung und alle beweglichen Gegenstände, da diese nicht gefördert werden. Der Markt Steinwiesen wird hier unterstützend tätig sein. Die Unterhaltung des Gemeinschaftshauses ist ausschließlich Sache der Dorfgemeinschaft. Mitte Juni wird eine Informationsveranstaltung im Jugendheim Neuengrün stattfinden, wo die Planung und die weitere Vorgehensweise vorgestellt wird.

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Das „Alte Rathaus“ soll saniert werden und wurde einstimmig zum kommunalen Leitprojekt bestimmt. Fotos: Susanne Deuerling

Ortsbesichtigung durch den Marktgemeinderat
In Steinwiesen und den Ortsteilen fand eine Besichtigung kommunaler Gebäude, Straßen und Einrichtungen statt. In Steinwiesen ließen vor allem die Außenanlagen des Erlebnisbades zu wünschen übrig, wie Jürgen Eckert (CSU) betonte. Sanierungsbedürftig sind auch das „Alte Rathaus“, das ja jetzt als Leitprojekt bestimmt wurde, und das Haus in der St. Josef Straße. In Nurn bewegten die Bäume am Ortseingang von Steinwiesen kommend die Räte. Sie sollen nicht einfach gefällt, sondern geprüft und ausgeschnitten werden, nur wo Gefahr besteht, werden sie entfernt. Ein Thema war auch das alte Schulhaus. Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) sagte, dass man dies nicht verkaufen, sondern eventuell in Wohnungen umbauen könne. „Hier müssen wir auch den Aspekt der Flüchtlingssituation sehen“, meinte Wunder. Richard Rauh (SPD) erklärte, hier das Thema Flüchtlinge vorsichtig zu behandeln, Jürgen Eckert (CSU) lehnte eine Nutzung für Flüchtlinge ab.

Anfragen
Bruno Beierlorzer (CSU) fragte nach, ob im Rathaus etwas darüber bekannt ist, dass die Eisenbahnfreunde Rodachtalbahn entlang des Bahnkörpers Unkrautvernichter gespritzt haben. Gerade im Kindergartenbereich sei dies aufgefallen. Es sei doch mit der Bürgerinitiative abgesprochen gewesen, dass nicht mehr gespritzt werde. Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) sagte, dass die Aktion angeblich mit den Anwohnern abgesprochen gewesen sei, aber eigentlich dürfe im Ortsbereich nicht gespritzt werden. Man werde die Verantwortlichen anschreiben.

Bauantrag
Einstimmig genehmigt wurde der Bauantrag von Josef Hader, Nurn für den Aufbau einer Dachgaube.


Kategorien: Rathaus, Marktgemeinderat