Markt Steinwiesen Markt Steinwiesen
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Ruhebank am "Nurner Brocken"
Sonnenuntergang oberhalb von Steinwiesen

Mobil mit Strom

16.01.2017 Bürgermeister Gerhard Wunder testete Elektroauto und war begeistert von dem angenehmen Fahrgefühl.

Steinwiesen (sd) Ob ein Elektroauto im Alltag überhaupt sinnvoll einsetzbar ist und es sich hier im Landkreis Kronach Praxistauglich zeigt, das wollte der Markt Steinwiesen testen und so nutzte Bürgermeister Gerhard Wunder vier Wochen lang die Zeit, einen solchen Stromer zu fahren. Dabei wurde die Kommune vom Netzbetreiber Bayernwerk unterstützt, der aus seinem Fuhrpark den Elektroflitzer Renault Zoè R240 zur Verfügung stellte.

„Das Fahrgefühl mit dem E-Auto ist sehr angenehm“, resümierte Bürgermeister Gerhard Wunder, der noch nie zuvor mit einem Elektrofahrzeug unterwegs war. „Ich bin dem Bayernwerk sehr dankbar für die Möglichkeit, den Zoè ausgiebig im Alltag zu testen. Für Fahrten hier im Ortsbereich eignet sich ein Stromer hervorragend. Für längere Fahrten allerdings ist die Reichweite noch etwas eingeschränkt“, so Wunder weiter. Der Renault Zoè R240 bringt eine Leistung von 65 KW, beziehungsweise 88 PS auf die Straße und verfügt über ein Automatikgetriebe. Die Akkukapazität von 22 Kilowattstunden bringt das Elektroauto rund 100 bis 150 Kilometer weit. Man kann das Auto an jeder haushaltsüblichen 220 Volt Steckdose aufladen, das nimmt jedoch bei voller Aufladung bis zu 14 Stunden in Anspruch. Schneller geht es an Ladepunkten von Tanksäulen mit 3,7, 11 oder 22 kW. Hier reduziert sich die Aufladezeit auf eineinhalb bis zwei Stunden.

Die Vorteile eines Elektromotors liegen hauptsächlich auf dem Gebiet der Abgaseinsparungen. Vor allem, wenn der Strom aus erneuerbaren Energien kommt. So kann sich das Elektrofahrzeug im Straßenverkehr zu einem wichtigen Antrieb für die Zukunft entwickeln. Auf Nachfrage an den Kommunalbetreuer des Bayernwerkes in Oberfranken, Edgar Müller, kann sogar die Elektrobatterie geleast werden, sodass das Risiko, eine teure Batterie kaufen zu müssen, wenn die alte kaputt geht, minimiert werden kann. Im Bereich des Anschaffungspreises eines Elektroautos ist sicher noch eine Spanne zum herkömmlichen Benziner oder Diesel. Diese wird jedoch mit steigender Nachfrage sicher immer geringer.

„Die Schlüsselrolle bei der Elektromobilität sehen wir als Bayernwerk bei den Kommunen“, meinte Edgar Müller. Dort würden Verkehrskonzepte erstellt, dort kämen die Menschen mit E-Mobilität in Berührung. „Deshalb wollen wir dabei unterstützen, Lösungsvorschläge zu erarbeiten und die Akzeptanz durch Erlebbarkeit zu erhöhen“, betonte der Bayernwerk-Kommunalbetreuer. Und gerade deshalb ist es wichtig, dass sich die Kommunen daran beteiligten und das Elektroauto sozusagen „Probefahren“. Der Fuhrpark von Bayernwerk wurde erst kürzlich um 28 neue E-Autos vom Typ Renault Zoè erweitert. Nun verfügt jeder Standort über ein Elektrofahrzeug, außerdem installiert Bayernwerk an seinen Netzcentern und Verwaltungsgebäuden öffentliche Ladesäulen mit jeweils mehreren Ladepunkten. Um die Elektromobilität zu testen, können interessierte Kommunen sich einen Stromer ausleihen. Nachdem der Markt Steinwiesen, bzw. Bürgermeister Gerhard Wunder sehr angetan vom Elektroauto war, gab er es gleich weiter an Peter Klinger, Bürgermeister von Tschirn.

Kategorien: Rathaus