Markt Steinwiesen Markt Steinwiesen
Der Rathausplatz mit Kirche, Pfarrzentrum und Rathaus
Der Ködelblick oberhalb der Trinkwassertalsperre Mauthaus
Teichmühle Steinwiesen
Blütenpracht in der Bahnhofstraße
Sonnendurchfluteter Hochwald
Sonnenuntergang über der kath. Kirche "Mariä Geburt" Steinwiesen
Ruhebank am "Nurner Brocken"
Sonnenuntergang oberhalb von Steinwiesen

Offene Kirchentür und Jubiläum im Seelsorgebereich

17.10.2016 Feierlichkeiten in der Schnaid von tiefen Glauben geprägt – Chöre begeistern.

Schnaid (sd) „Ein Haus voll Glorie schauet weit über alle Land“ heißt es in einem schönen alten Kirchenlied, das hauptsächlich zur Kirchweih gesungen wird. Und „weit über alle Land“ schaut auch die Kirche „Zum unbefleckten Herzen Mariens“ in der Schnaid. Kirchenpfleger Hermann Küpferling gibt einen interessanten Überblick über die Chronik des Gotteshauses. Es war ein steiniger Weg, bis die St. Marien Kirche so dastand, wie man sie heute kennt. Goldgelb leuchtend auf den Höhen des Frankenwaldes. Angefangen hat alles mit der Kapelle Mariä Himmelfahrt in der Voglerei, wo nach vielen Eingaben und Bittgesuchen am 5. August 1841 erstmals stille Messen abgehalten werden durften. „Die Saat von 1839 ist aufgegangen, nun liegt es an uns, dieses Erbe anzunehmen und weiterzugeben“, sagte Küpferling, der seinen Vortrag mit alten Bildern untermalt hatte.

An diesem Oktobersonntag hat nun die Kirche „St. Marien“ ihre Kirchentüren geöffnet und die zahlreichen Besucher auch zum 10-jährigen Jubiläum des Seelsorgebereiches Oberes Rodachtal eingeladen. Ein Highlight war das Konzert des Gospelchors „Rainbow“ aus Bayreuth. Unter der Leitung von Peter Cervenec erklangen die Lieder, deren Inhalte alle christlich verknüpft sind. Und so begeisterte bereits das Eingangslied „Kumbaya“ die Zuhörer in der gut besetzten St. Marien Kirche. Bekannte Gospelsongs wie „Halleluja“ von Leonhard Cohen oder „Sing Holy“ erklangen. Ein besonderes Highlight waren die beiden Solostücke von Edelbert Reisser, einem gebürtigen Schnaider. „Baba Yetu – Vater unser“ und das bekannte „Oh happy day“ wurden hervorragend intoniert. Chorleiter Peter Cervenec bezog auch die Zuhörer mit in den Gesang ein und bildete so ein “Sing together“, einen „großen Chor“. Stille und dann Standing Ovations erfreuten die hervorragenden Sängerinnen und Sänger, die gerne zu einer Zugabe bereit waren.

10 Jahre Seelsorgebereich Oberes Rodachtal
Wer vor 10 Jahren gesagt hätte, in 2016 feiern die neun Pfarreien, Kuratien und Filialen gemeinsam ihr Jubiläum in der Schnaid, wäre wahrscheinlich belächelt worden, denn so ein Zusammenschluss „der kann doch gar nicht funktionieren“. Doch er kann und sogar sehr gut. Pater Jan Poja bestätigte genau das in seiner Begrüßungsrede zu Beginn des Festgottesdienstes. Der 4. Juni 2006 war ein ganz besonderer Moment. Die einzelnen Gemeinden waren nicht einsame, für sich lebende Pfarrgemeinden sondern Teil einer großen religiösen Familie. Gemeinsam zelebrierten der leitende Pfarrer des Seelsorgebereiches Richard Reis, Pater Jan Poja, Pater Wladyslaw Poddebniak und Domkapitular Thomas Teuchgräber den Festgottesdienst. In seiner Predigt ging Pfarrer Richard Reis auf diese letzten 10 Jahre ein. Viele Herausforderungen mussten bewältigt werden. Genau wie es der Liedermacher Gerhard Schöne in seinem Lied ausgedrückt hat „Alles muss klein beginnen, lass etwas Zeit verrinnen, es muss nur Kraft gewinnen und endlich ist es groß“, so musste sich auch die Pfarreiengemeinschaft entwickeln. „Mit der Zeit entdeckten wir, dass es miteinander besser geht und machten von da an vieles gemeinsam. Wir sind jetzt gut zusammengewachsen, Gott sei Dank“, betonte Pfarrer Reis. Das funktioniert aber nur, wenn alle, die sogenannten Hauptamtlichen und die vielen Ehrenamtlichen an einem Strang ziehen, die Probleme gemeinsam angehen und Veranstaltungen und Aktivitäten miteinander gestalten. „Aus der anfangs noch kümmerlichen Pflanze wurde ein tief-verwurzelter, kraftvoller und schöner Baum, der langsam immer größer wird und in den Himmel wächst“, schloss der leitende Pfarrer des Seelsorgebereiches.

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Die drei Geistlichen des Seelsorgebereiches sowie Domkapitular Thomas Teuchgräber zelebrierten den Festgottesdienst zum 10-jährigen Seelsorgebereichsjubiläum. Von links Pfarrer Richard Reis, Pater Jan Poja, Domkapitular Thomas Teuchgräber und Pater Wladyslaw Poddebniak.

Wie gut man miteinander bereits verwurzelt ist, zeigte sich bei den Fürbitten und einer Meditation, die von den Pfarrgemeinderatsvorsitzenden aus Steinwiesen, Nurn, Neufang, Birnbaum, Wallenfels, Neuengrün, Wolfersgrün, Schnaid und Nordhalben vorgetragen wurden. Umrahmt wurde der feierliche Gottesdienst vom Minichor aus Wallenfels, der mit seinen Liedern und den schönen Stimmen immer wieder begeistert.

Grußworte
Der erste Bürgermeister der Stadt Wallenfels, Jens Korn, beglückwünschte als Vertreter der politischen Gemeinden Wallenfels, Steinwiesen und Nordhalben die neun „Pfeiler“ des Pfarreienverbundes zu ihrem 10-jährigen Jubiläum. Er betonte, dass man erkannt habe, dass man nur durch gutes Zusammenarbeiten, sei es im kirchlichen oder im politischen Leben, gemeinsam etwas erreichen kann. „Gemeinsam sind wir stärker als allein“, betonte Korn.

Im Rahmenprogramm des Tages der offenen Kirchentür verbunden mit dem 10-jährigen Jubiläum konnte man die Marienkapelle in der Voglerei besuchen, im Jugendheim gab eine Bildergalerie einen Überblick über die vergangenen 10 Jahre Seelsorgebereich und nach dem Gottesdienst lud ein Stehempfang „Come together“ zu einem kleinen Imbiss, Erfahrungsaustausch und konstruktiven Gesprächen ein.

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Der Minichor aus Wallenfels begeisterte mit ihren Liedern von der Empore herab.

Kategorien: Kirche, Veranstaltungen