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Osterkonzert des Musikvereins Steinwiesen

20.04.2017 Unterhaltsam und anspruchsvoll, leidenschaftlich und temporeich.

Steinwiesen – Stehende Ovationen eines begeisterten Publikums gab es am Sonntagabend für das Osterkonzert des Musikvereins Steinwiesen in der vollbesetzten Kulturhalle. Dirigent Wolfgang Schrepfer sowie seine weiblichen und männlichen 40 Blasmusiker hatten es wieder geschafft, ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Programm mit Können leidenschaftlich zu präsentieren.

Flüssig und geradlinig, mit hohem Tempo aber auch mit viel Einfühlungsvermögen, wurde ein Repertoire dargeboten, das von zackigen Märschen über konzertante Charakterstücke bis hin zu modernen Rhythmen reichte. Ausgezeichnet fügten sich in die bunte Programmfolge die Gesangseinlagen von Yvonne Welscher und Corina Müller ein.

Angetan dem Dargebotenen waren die zahlreich erschienenen Musiker von befreundeten Kapellen. Von den Ortsbürgern meinte der begnadete Alleinunterhalter Gerhard Güntzel: „Sagenhaft. Da war alles dabei, was ein Musikerherz begehrt.“ Siegfried Petrikowski sprach von einem einmaligen und wunderbaren Konzert, das man nicht besser darbieten kann.

Nach dem Eröffnungsstück „Canto Ambrosiano“, in dem Alfred Bösendorfer das bekannte ökumenische Kirchenleid „Großer Gott wir loben dich“ verarbeitet hat,
nahm Vorsitzender Stefan Hümmer die Begrüßung vor. Am Ende dieses 27. Osterkonzertes hatte er allen Grund sich bei den vielen Mitwirkenden auf und hinter der Bühne zu bedanken. Durch das weitere Programm führte Dirigent Wolfgang Schrepfer, der dabei nähere Ausführungen zu den gebotenen Beiträgen gab.

Der musikalische erste Teil setzte sich mit „Tokyo Adventure“ fort, bei dem die Zuhörer in das weit entfernte Japan entführt wurden und ein „Abenteuer“ mit vielen musikalischen Facetten erlebten. Mit „Bohemian Lovers“ stand das erste Solostück des Abends, bei dem Carolin Kremer und Maximilian Hollendonner auf der Trompete und Sebastian Müller auf dem Tenorhorn überzeugten, auf dem Programm.
Begann die musikalische Reise in Japan so führte sie ins weit entfernte Salzkammergut an den Wolfgangsee. Es folgte nämlich ein Medley der bekanntesten Melodien aus dem Film „Im weißen Rössl“. Hierzu gehörte unter anderem „So schön wie in Wolfgang“, „Die ganze Welt ist himmelblau“ oder „Zuschau’n kann i net“. Weiter ging es nach Irland. Mit „The Legend of Danny Boy“, das als inoffizielle Hymne der Iren verstanden wird, wurde ein gelungener Stimmungswechsel erreicht. Die kurzen Solopassagen hatte der Erste Flügelhornist Jürgen Müller übernommen. Nun kamen die Freunde der böhmischen Blasmusik auf ihre Kosten. Mit „Böhmische Liebe“ hatte der Komponist Mathias Rauch eine Sensationspolka geschaffen, die in Kürze die Herzen der Blasmusik eroberte – am Ostersonntag auch in Steinwiesen. Der Konzertmarsch „Die Sonne geht auf“ bildete den Abschluss des ersten Teils.

Das melodiöse Stück „Canadian Air France“ war aufgrund seiner Marschtypik ein frischer Auftakt zur zweiten „Halbzeit“. James Last gilt als erfolgreichster Bandleader. Mit 80 Millionen verkauften Alben und mehr als 200 Goldenen Schallplatten hat er eine der größten Erfolgsgeschichten der Nachkriegszeit geschrieben. Bis heute wird sein legendärer "Happy Party"-Sound auf der ganzen Welt gehört und gespielt. Der Arrangeur Steve McMillan hat vier seiner bekanntesten Titel, und zwar Happy Music, Happy Heart, Morgens um Sieben und Salome in ein mitreißendes Medley verpackt. Dirigent Wolfgang Schrepfer und seine Musiker gelang eine Darbietung, die den vor zwei Jahren Verstorbenen James Last unvergesslich machte.
Zu den Höhepunkten gehörten zwei Gesangssolistinnen, und zwar die aus Schlegelsheid stammende Yvonne Welscher und die Nurnerin Corina Müller. Während Welscher zunächst mit "It`s Raining Men“, einem Lied der amerikanischen Weather Girls, zu überzeugen wusste, war es wenig später Müller, die mit "Let it go“ (Lass jetzt los), dem wohl bekanntesten Lied aus der Disney-Produktion „Die Eiskönigin“, die Zuhörer in ihren Bann zog. Den Zuhörern wurde es warm ums Herz und frenetischer Beifall war den beiden Sängerinnen sicher.

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Der Sänger Max Schmermer sowie die Sängerinnen Yvonne Welscher und Corina Müller bereicherten das Osterkonzert in Steinwiesen

Das Thema des bekannten Swing-Standards "Pennsylvania 6-5000" entstand im Jahr 1940 während eines dreimonatigen Engagements des Glenn-Miller-Orchesters im New Yorker Hotel Pennsylvania. Der Japaner Masato Myokoin arrangierte die flotte Swingnummer für Blasorchester. Jetzt kamen auch in die Steinwiesener Turnhalle swingende Minuten.
Das Phantom der Oper gilt es als das erfolgreichste Musical aller Zeiten. Drei Stücke hieraus fanden dankbare Zuhörer. „Jetzt wird`s laut“ kündete der Moderator an, als drei Songs, die vom Japaner Toshihiko Sahashi in ein Arrangement für Blasmusik umgesetzt wurden, der Popgruppe Deep Purple zu Gehör kamen. So erlebten die Besucher zum Abschluss rockige Minuten und eine zu Bestform auflaufende Blaskapelle. Klar war, dass die Musiker um eine Zugabe nicht herumkamen. Nun warfen die Sängerinnen Yvonne Welscher und Corina Müller, diesmal unterstützt von Max Schmermer, mit „Nessaja“ aus Tabaluga von Peter Maffay, nochmals alles in die gesangliche Waagschale. Schließlich bildeten die "Regimentskindern", dem Lieblingsmarsch des Dirigenten, den krönenden Abschluss.

Der Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes (NBMB), Wolfgang Müller, zog das Resümee, dass der Steinwiesener Klangkörper Blasmusik allerbeste Güte geboten hat. Er erklärte, dass ein derartiges Konzert für die Musiker zwar sehr viel zeitlichen Aufwand an Probestunden erfordert, aber bei der Präsentation sie sich auf ein begeistertes Publikum freuen dürfen.
Im Rahmen des Konzerts wurden auch Ehrungen durchgeführt. So erhielt Christian Kremer das D1-Leistungsabzeichen für Tuba. Für ein inzwischen 20-jähriges Musizieren wurde Carina Ströhlein mit der silbernen Ehrennadel des NBMB geehrt und Ramona Kneifel für zehn Jahre aktive Blasmusik mit der NBMB-Bronzenadel ausgezeichnet.

Zweiter Bürgermeister Bruno Beierlorzer sprach von Stücken, die für ein Gänsehautgefühl sorgten. Der Musikverein Steinwiesen habe mit diesem Konzert beste Werbung für das vom 8. bis 11. September in Steinwiesen stattfindende Kreismusikfest betrieben. hf

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Ehrungen wurden beim Osterkonzert des Musikvereins Steinwiesen durchgeführt. Im Bild von links: Zweiter Bürgermeister Bruno Beierlorzer, NBMB-Kreisvorsitzender Wolfgang Müller, 2. Vorsitzender Frank Hauck, die geehrten Ramona Kneifel, Carina Ströhlein und Christian Kremer, Vorsitzender Stefan Hümmer und stellvertretender NBMB-Bezirksvorsitzender Thomas Kolb.





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