Markt Steinwiesen Markt Steinwiesen
Der Rathausplatz mit Kirche, Pfarrzentrum und Rathaus
Der Ködelblick oberhalb der Trinkwassertalsperre Mauthaus
Teichmühle Steinwiesen
Blütenpracht in der Bahnhofstraße
Sonnendurchfluteter Hochwald
Sonnenuntergang über der kath. Kirche "Mariä Geburt" Steinwiesen
Ruhebank am "Nurner Brocken"
Sonnenuntergang oberhalb von Steinwiesen

Peter Wahlich tritt ab

25.05.2021 Carolin Hollendonner ist neue Wegewartin der Frankenwaldverein Ortsgruppe Steinwiesen

Foto: Susanne Deuerling
Mit Carolin Hollendonner (Mitte) hat der Frankenwaldverein OG Steinwiesen eine gute Nachfolgerin für den scheidenden Wegewart Peter Wahlich (li) gefunden. Auch Hauptwegewart Björn Stumpf identifiziert sich mit dem „Gastfreundlich“-Logo aus Steinwiesen

Steinwiesen (sd) Seit 1958 ist er im Frankenwaldverein, Ortsgruppe Steinwiesen. Seit seinem Eintritt war und ist Peter Wahlich 45 Jahre in der Vorstandschaft in verschiedenen Funktionen tätig und hat in dieser Zeit sechs Vorstände „verschlissen“. Über 20 Jahre kümmerte er sich als Wegewart darum, dass für die Wanderer „alles passt“. Die Wege müssen immer wieder kontrolliert werden, Hindernisse beseitigt und zugewachsene Stellen ausgeschnitten und wieder begehbar gemacht werden. Auch die Schilder werden auf Vollständigkeit kontrolliert. Steinwiesen ist gut aufgestellt in Punkto Wanderwege. Nicht nur das „Frankenwald-Steigla“ sondern auch zahlreiche andere Wanderwege rund um Steinwiesen und im ganzen Oberen Rodachtal laden zum Wandern ein.

Nun aber endet eine Ära, Peter Wahlich übergibt aus gesundheitlichen Gründen sein Amt als Wegewart an die jüngere Generation. Es fällt ihm nicht leicht, hatte er doch bereits im zarten Alter von 14 Jahren den ersten Rundwanderweg in Steinwiesen unter der Leitung vom damaligen Schulrektor Josef Kerner mit „einem roten X auf weißem Grund“ markiert. Und die Leidenschaft für den Verein, für das Wandern ließ ihn nie mehr los. Nun hat er einen Nachfolger gesucht, vier Anzeigen im Gemeindeblatt bzw. der Zeitschrift des Frankenwaldvereins zeigten keine Wirkung, bis sich beim fünften Versuch endlich die ideale Nachfolgerin gemeldet hat. „Mit voller Einsatzbereitschaft und viel Power zeigt Carolin Hollendonner, dass sie die Richtige für diesen Job ist“, bekräftigt Peter Wahlich. Die 52jährige Frau war bereits als Kind in der Ortsgruppe Wallenfels und bringt sich nun in Steinwiesen gerne ein. Über einen Bekannten wurde sie quasi über den „Job“ Wegewart informiert und wollte sich deshalb in ihrer Wahlheimat Steinwiesen einbringen. Und natürlich macht ihre ganze Familie mit, wenn sie gebraucht wird. Und da ist ja noch der Peter, der versprochen hat, auch weiterhin die Arbeit des Wegewarts und des gesamten Frankenwaldvereins zu unterstützen.

Und Arbeit gibt es genug. 72 km Wanderwege rund um Steinwiesen sind zu betreuen. Das Wegenetz muss mehrmals im Jahr abgegangen und überprüft sowie die Beschilderungen erneuert werden. Besonders nachdem seit letztem Jahr viele Holzeinschläge und Schäden an den Wegen durch die großen Harvester entstanden sind. „Viele Besitzer geben nicht Bescheid oder setzen die Wege nicht mehr in Stand. Das ist ein großes Problem“, sagt auch der Hauptwegewart des Frankenwaldvereins, Björn Stumpf. Zwar wird auch vom Bauhof Steinwiesen geholfen, Fahrzeug und Fahrer zur Verfügung gestellt, um die auszutauschenden Pfähle zu transportieren, aber die Arbeit wird immer mehr. „Wir möchten deshalb gerne einen Appell an die Bürger richten, uns bei den Arbeitseinsätzen zu unterstützen. Es ist eine ehrenamtliche, freiwillige Tätigkeit, aber wer an der Natur seine Freude hat, sollte sich bitte bei uns melden“, rufen Carolin Hollendonner und Peter Wahlich alle Steinwiesener auf.

Für den Hauptwegewart Björn Stumpf ist es natürlich wie ein Sechser im Lotto, in Steinwiesen eine gute Nachfolgerin für Peter Wahlich gefunden zu haben. Stolz übergab er an die neue Wegewartin den Ausweis und die Berechtigung zum Befahren der Waldwege. Er betonte, dass man auch mit den Bayerischen Staatsforsten ein gutes Miteinander und eine hervorragende Zusammenarbeit pflege. „Es wäre auch schön, wenn sich ein Wegewarte-Team bilden würde, das sich um die ganze Infrastruktur kümmern könnte“, regte Stumpf an. Vor allem, weil die Qualitätswanderregion in diesem Jahr wieder neu zertifiziert wird und deshalb die Wegewarte umso wichtiger sind. Eines liegt aber allen miteinander auf dem Herzen. Es gibt viel zu wenig Bänke zum Rasten auf den Wanderwegen. Dies ist nicht nur eine finanzielle Frage, sondern auch eine Sache der Pflege. Vielleicht finden sich ja Naturfreunde, die eventuell eine Patenschaft für so eine Bank übernehmen würden. So wie früher, mit kleinem Schildchen vom Sponsor drauf.

Sandra Heinz vom Tourismusbüro begrüßte natürlich den gut gelungenen Wechsel. Nach ihren Erfahrungen sind die Gäste durchweg begeistert von der guten Beschilderung und der Begehbarkeit der Wanderwege. „Für unsere Wanderregion ist das natürlich die Grundlage, deshalb ein herzliches Dankeschön an den Peter Wahlich und willkommen Carolin Hollendonner“, sagte Heinz. Auch wenn die Fußstapfen riesig sind, in die die junge Frau treten wird, mit gegenseitiger Hilfe wird sie das auch schaffen.


Kategorien: Vereine, Tourismus, Freizeit