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Rathaussturm am 11.11.2017

13.11.2017 Drehbücher, Abrissbagger, Nationalpark und schwarze Farbe waren Thema und Geschenke beim Rathaussturm in Steinwiesen – Sven Schuster und Tamara Wachter haben als Prinz Sven I. und Prinzessin Tamara I. die Herrschaft übernommen.

Steinwiesen (sd) Jedes Jahr dasselbe Drama – die Herrschaft des schwarzen Bürgermeisters geht in die Hände des roten Faschingsprinzen über. Seit vier Jahren stellen „die Roten“ ihren Prinz und auch diesmal zieht ein Roter ins Rathaus ein. Prinz Sven I., der außerdem aus der Zunft der „Lügensager“, bzw. des Lügensagervereins (LSV) kommt und ihre Lieblichkeit Prinzessin Tamara I. von den Höhen des Mühlbergs. Auch das Kinderprinzenpaar mit Prinz David I. aus der Provinz Schlegelshaid und Prinzessin Lisa I., die die Tradition ihrer Oma weiterführt, die selbst vor fast 60 Jahren als Prinzessin regierte, übernahmen den kleinen Schlüssel des Rathauses. Verabschiedet wurden das „unglaubliche Prinzenpaar“ der letzten Session, Robert und Sabine sowie das kleine Prinzenpaar Hannes und Heidi, die toll regiert hatten, auch wenn die Kasse „von Bürgermeister Wunder versteckt worden war“.

Ganz wie Profis stellten sich die diesjährige kleine Prinzessin und ihr Prinz vor. David I. kommt von den Höhen und Prinzessin Lisa I. hat einen riesigen Fuhrpark, für den David der richtige Mann ist. Naja, noch gehört der Fuhrpark ihrem Vater, aber wer weiß. Auch die Geheimniskrämerei um das neue Prinzenpaar ist nun vorbei. Mit Prinz Sven I. und Prinzessin Tamara I. kommt „Farbe in die Welt“, auch wenn manchem „rot nicht gefällt“.


Das neue Prinzenpaar Sven I. und Tamara I. stellen sich mit ihrer Rede vor

Schon bei der Begrüßung durch den Hausherrn Gerhard Wunder wurde klar, dass sich die Rodachtalgemeinden sehr gerne haben. Mit Jens Korn aus „der Stadt unserer Träume“, Ludwig Pötzinger, dem 2. Kameramann der Filmstadt Nordhalben und Norbert Gräbner aus dem Süden, der dort wo andere Radwege bauen, seinen wegreißen lässt, waren alle in Steinwiesen versammelt. Präsident Wieland Beierkuhnlein von der örtlichen Faschingsgesellschaft (FGS) begrüßte ebenfalls leicht ironisch die Gäste des LSV, der Kneipenstürmer aus Nurn und die Musikanten Tschito und Lasse. Nach einigen Jahren Abstinenz war der Lügensagerverein wieder mit von der Partie. Ihre Geschenke an die Bürgermeister sind bereits legendär und auch diesmal waren sie wieder topp aktuell. Erstens kam bereits den Prinz für Steinwiesen aus ihren Reihen und zweitens erhielt Bürgermeister Wunder einen plastisch ansprechenden Bebauungsplan des Nationalparks, wie er sich mit Schlangen und anderem Getier präsentiert.


„Ja wer baggert da noch am Baggerloch? – Es ist der Korn, der baggert noch.“ Ein Geschenk des LSV für Bürgermeister Jens Korn aus Wallenfels

Für die Nordhalbener gab es ein „Drehbuch“, das man nach hinten und vorne, nach oben und unten drehen konnte und einen symbolischen Ballon. Für Norbert Gräbner hatte der LSV Finanzminister Küfner eine Überraschung parat. Schwarze Farbe und lange Pinsel, um das Rathaus schwarz anzustreichen, außerdem eine kaputte Glühbirne, damit das nachts angestrahlte Rathaus auch da noch schwarz strahlt. In Wallenfels tut sich was, vom schönsten Bergfriedhof Deutschlands hat man einen wunderbaren Ausblick ins Jammertal. Nur ein abrissreifes Haus stört den Blick. Deshalb hat Bürgermeister Jens Korn einen Bagger im Kleinformat für den Abriss erhalten. Die Retourkutsche folgte auf dem Fuße, als Korn sich für die sehr niveauvolle Veranstaltung bedankte. Zusammen mit Gerhard Wunder will er den längsten Fußgängertunnel der Welt durch den Silberberg bauen, genannt „der Tunnel der Freundschaft“, der nie fertig werden wird, denn beim Durchstoß ins jeweilige Gemeindegebiet kehrt die Grabungsmannschaft immer um. Dabei wollte sich Norbert Gräbner als Silberbergzwerg zur Verfügung stellen. Hier sei man sich noch nicht so einig, aber in Schlegelshaid werde man ein Schloss für das Kinderprinzenpaar bauen. (Gemeindehaus)


Die Bürgermeister aus den Satellitenstaaten des Rodachtals von links Gerhard Wunder aus dem Paradies Steinwiesen, Norbert Gräbner, der den Weg freiräumen lässt, um schneller dort zu sein, Ludwig Pötzinger vom Nordpol Nordhalben und Jens Korn, der Admiral der Flößerei

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