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Teufelsgeige und Witwenbund, singender Pfarrer und alda Weibe

02.02.2017 Beim Seniorenfasching in Steinwiesen ging es Schlag auf Schlag.

Steinwiesen (sd) Wer sagt, dass es beim Seniorenfasching langweilig sein muss? „Laude alda Leud, dou is doch nex lues“, heißt es oft. Aber wer beim Seniorentreff in Steinwiesen Fasching feiert, der kann darüber nur lachen. Gleich zu Beginn heizten die „Teufelsgeigerin Erika“ und Musikant Schorsch so richtig ein. Schunkeln und Mitsingen war angesagt. Lieder, die man wirklich nur im Fasching singen sollte und Schlager und Evergreen, die jeder kennt. Der „singende Pfarrer“ alias Kirchenpfleger Walter Schmittdorsch wiegte sich in seiner Zufriedenheit und meinte „ich finds schön, Pfarrer zu sein“ nach der Melodie von „Yesterday“. „Des is ja goa nie su schlimm dou“, resümierte die „Jungseniorin“ Hedi Höhn, die den Senioren einen Besuch abstattete. Als „Antifaschingsfraa“ trat sie noch einmal auf und erzählte aus ihrer Jugend vom „Jugendtreff im Ficknbabelahaus“. „Des Babela hat den ersten Fernseh gehabt, mit einem kleinen Eintritt konnte man dort schauen“, erinnert sich Hedi Höhn.

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Der singende Pfarrer – Kirchenpfleger Walter Schmittdorsch

„Wir machen eine Wallfahrt zu Fuß, weil ein neuer Mann her muss“ – der Steinwies´ner Witwenbund macht eine Wallfahrt, weil es „bei mancher schon so richtig pressiert“. Ob die sechs Weiber Erika, Edeltraud, Brigitte, Konny, Rita, Kathrin und Johanna einen Mann gefunden haben, wissen wir nicht, aber die arma Fraan versuchen es weiter. Dass man mit einigen wenigen Worten viel aussagen und einen Sketch auf die Beine stellen kann, zeigten Erika und Klaus. Als zwei „Minka aus Riatschinka mit 99 Jahr“ begeisterten sie alle Senioren im Saal und die Lachsalven nahmen fast kein Ende.

Natürlich durfte auch die Jugend beim lustigen Faschingstreiben nicht fehlen. Das Kinderprinzenpaar Hannes I. und Heidi I. mit ihrer Kindergarde und den Tanzmariechen Lena und Julia brachten sofort frischen Wind in den Pfarrsaal. Sie wirbelten und tanzten, was das Zeug hielt und so manche Oma oder Uroma war stolz auf ihre Kleine.

Mit einer Polonaise, zünftigem Essen mit selbstgemachter Gulaschsuppe und noch sehr viel Musik neigte sich der Nachmittag dem Ende. Ein letztes Helau und man freute sich schon auf das nächste Jahr.

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Die beiden Tanzmariechen Julia (li) und Lena


Kategorien: Fasching, Veranstaltungen, Kirche