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Tradition

29.08.2019 „Pfeffera“ Neufang spenden 2.000 Euro.

Die Neufanger Burschen pfefferten Ende letzten Jahres ihre Mitbürger. Der „Pfefferlohn“ und die Erlöse des „Pfeffertanzes“ kommen traditionell wohltätigen Zwecken zugute. Dieses Mal kamen stolze 2.000 Euro zusammen.

Neufang- Der uralte Brauch des „Pfefferns“ hat in Neufang noch immer Bestand. Übernommen wird das Pfeffern alljährlich von den Neufanger Burschen der Dorfjugend. Am 28. Dezember, dem Gedenktag der unschuldigen Kinder, ziehen die jungen Männer in ihrem Heimatort von Haus zu Haus. Nach getaner Arbeit bitten der Schlotfeger, der Scherenschleifer, der Schifferklavier-Spieler, der Sack- und Schnapsträger sowie die Jäger und Tänzer artig um ihren Pfefferlohn, den der Kürassier verwaltet. Der Lohn wird traditionell für die Finanzierung des Pfeffertanzes verwendet. Der Rest sowie die Einnahmen des Tanzes kommen wohltätigen Zwecken in Neufang zugute.

Bei der offiziellen Spendenübergabe vermeldeten Bastian Brehm, Julia Föhrweiser, Isabell Müller, Marie Hofmann und Vanessa Wich ein Spitzenergebnis von sage und schreibe 2.000 Euro, die man nun für wohltätige Zwecke innerhalb Neufangs weitergeben wolle. Die größte Spende mit 1.000 Euro ging an die Kirchenverwaltung. Mit 400 Euro wurde der Sportverein und mit 300 Euro der Musikverein bedacht. Über 200 Euro darf sich die Dorfgemeinschaft sowie über 100 Euro die KLJB Neufang freuen.

Die Spendenempfänger zeigten sich voll des Lobes über die jungen Erwachsenen. Diese hielten nicht nur den schönen Brauch aufrecht, sondern zeigten zugleich auch großes Engagement für ihren Heimatort. Die „Finanzspritzen“ kämen wie gerufen. Dies gilt insbesondere für die Spende an die Kirchenverwaltung. Wie Jochen Kotschenreuther und Michael Angles namens der Kirchenverwaltung beziehungsweise des Pfarrgemeinderats ausführten, müsse die Pfarrkirche St. Laurentius Neufang komplett generalsaniert werden. Die letzte größere Sanierung war bereits vor rund 30 Jahren erfolgt. Das Großprojekt stelle einen großen finanziellen Kraftakt dar, sodass man auf weitere Spenden dringend angewiesen sei.

Sanierungen stehen auch im Feststoudl an, weswegen die Spende - laut dem Sprecher der Dorfgemeinschaft, Eugen Bätz - hierfür Verwendung findet. Auch beim DJK-Sportverein Neufang verursachen - so 1. Vorsitzender Bernd Haderlein - Instandhaltungen und der laufende Unterhalt der Sportanlage hohe Kosten. Die Spenden für den Musikverein sowie für die KLJB wurden von Marco Kotschenreuther beziehungsweise Matthias Möller entgegengenommen. Beide Male wird das Geld im Jugendbereich eingesetzt. Der Musikverein wird damit die Jugendarbeit für die sich in Ausbildung befindlichen unter 18-Jährigen im Verein unterstützen. Die KLJB wird damit Ausflüge bezuschussen, um sie für die jungen Leute bezahlbar zu halten.

Die „Pfeffera“ freuten sich sehr, die Vereine beziehungsweise die Kirchenverwaltung, die mit großem Einsatz so viel Gutes für den Ort leisteten, unterstützen zu können. Gleichzeitig kündigten sie an, auch in Zukunft die Tradition des - leider nur noch in sehr wenigen Dörfern aufrecht erhaltenen - „Pfefferns“ fortführen und pflegen zu wollen. „Es ist eine Ehre, Pfeffera zu sein“, waren sie sich einig. hs

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