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Fränkische Schlehen

Trauer

07.05.2019 Ehrenbürger Albin Deuerling aus Nurn verstorben.

Nurn — Metzgermeister, Gastwirt, Vereinsförderer, Gerichtsschöffe, Ehrenbürger der Marktgemeinde Steinwiesen – all diese und noch mehr Attribute vereinigte auf sich der weit über die Gemeindegrenzen von Nurn hinaus bekannte Albin Deuerling. Nun ist der 83-Jährige nach einem überaus arbeitsreichen Leben am Karfreitag verstorben. Noch im Januar jubelte er in seiner Gastwirtschaft, als er beim Bierkopf-Kartwettbewerb „seiner“ Frankenwaldvereins-Ortsgruppe, die er 1977 mit ins Leben rief und der er in der Folge 13 Jahre lang als Erster Obmann den Stempel aufdrückte, als Sieger durchs Ziel ging.

Von seinem Vater Georg hatte er die örtliche Metzgerei übernommen, diese an einem neuen Standort im Ort direkt an der Kreisstraße errichtet und dabei die Traditionsgaststätte „Frankenwald“ mit integriert. Inzwischen ist sein Sohn Thomas in die Metzger-Fußstapfen getreten. Während der weitere Sohn Josef des Verstorbenen am Klinikum in Bayreuth als Arzt tätig ist, ist der Älteste von einem Trio bei einer Genossenschaftsbank beschäftigt. Seine drei Kinder stammen von der im Jahre 1977 viel zu früh verstorbenen Ehefrau Elisabeth. Auch in den Folgejahren blieb er von manchen Nackenschlägen nicht verschont. Doch mit seiner lebensfrohen Art meisterte er die Hindernisse.

Obwohl Albin Deuerling tagtäglich beruflich eingespannt war, lag ihm die Ehrenamtlichkeit sehr am Herzen. So gehörte er 36 Jahre dem Gemeinderat an, davon 24 Jahre als Fraktionsvorsitzender der CSU. Bereits 1966 wurde er in den Gemeinderat der damals noch selbstständigen Gemeinde Nurn gewählt. Nach der Eingemeindung vertrat er in Steinwiesen die Interessen der Bürger der gesamten Großgemeinde. Seine langjährige kommunalpolitische Tätigkeit wurde mit der goldenen Bürgernadel des Marktes Steinwiesen und der Bayerischen Kommunalmedaille gewürdigt. Zehn Jahre lang war er Schöffe am Amtsgericht in Kronach.

Neben seiner Tätigkeit als Metzger und Gastwirt sowie als Marktgemeinderat wirkte  Albin Deuerling in zahlreichen Vereinen und in der Kirchengemeinde. Als Ehrenobmann des Frankenwaldvereins wurde er für seine Verdienste mit der selten verliehenen Dr.-Oskar-Köhl-Medaille bedacht. Sehr engagiert hat er sich um die Patenschaft mit den Thüringer Wanderfreunden aus Friesau bei Lobenstein. In früheren Jahren war er unter anderem aktiver Sänger beim örtlichen Gesangverein und aktiver Feuerwehrmann. Als Gründungsmitglied des Mehrzweckhaus-Bauvereins hatte er wesentlichen Anteil am Bau des Gemeinschaftshauses. Fast schon unzählig sind seine Mitgliedschaften in den Vereinen, die auch über den Ort hinausgehen. So unterstützte er zum Beispiel die Radballer des RVC Steinwiesen oder die Birnbaumer Musikanten und Fußballer.

An seinem 80 Geburtstag stellte er vor drei Jahren mit einem Lächeln fest: „Ich helfe in der Gastwirtschaft, beim Einkauf für die Metzgerei, eben all dort, wo ich gebraucht werde." Zumeist freitags machte er einen gewissen Kundschaftskreis die Aufwartung: „Der Freitag ist immer Einkaufstag, da besuche ich die Landwirte und schaffe das benötigte Vieh ran." Nach getaner Arbeit stand mindestens einmal in der Woche das Bierkopfkarten auf seinem „Rentner-Programm“. Eine Leidenschaft, die ihr bis zu seinem Tode einfach nicht ablegen konnte. Das Dubiose: Nach dem erwähnten Gewinn des Bierkopfs im Januar, an dem auch Josef Welscher aus Remitzhof teilnahm, verstarb dieser Kartkamerad vor wenigen Wochen. Nun ist ihn Albin Deuerling in das himmlische Reich Gottes gefolgt. Hans Franz

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