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Trotz Corona auf der Erfolgsspur

10.09.2020 Kerstin Kuhnlein gewinnt souverän den Rennsteigride Halbmarathon in der Damenwertung, Uwe Kuhnlein dritter seiner Altersklasse.

Fotos: privat
Gesamtsiegerin im Halbmarathon der Damen, Kerstin Kuhnlein aus Steinwiesen, wurde anschließend fürs Fernsehen interviewt

Steinwiesen/Schmiedefeld (sd) Eigentlich war die Rennsaison für Kerstin und Uwe Kuhnlein, die für das Bikestore Racing Team aus Haßfurt an den Start gehen, in diesem Jahr gelaufen. Auf Grund der Corona Pandemie wollten beide diese Saison keine Rennen fahren, wobei der Großteil der Rennen eh schon ausgefallen war. Doch der Rennsteigride in Schmiedefeld war etwas Besonderes. Bereits im letzten Jahr konnte Kerstin Kuhnlein durch den Gesamtsieg einen Freistart für 2020 für sich verbuchen. Deshalb beschlossen Kerstin und Uwe, auch ohne große Rennvorbereitung zumindest auf der Mittelstrecke mit 34 km und einem Höhenunterschied von 833 Höhenmeter zu starten.

Das gesamte Reglement war auf die Hygienebestimmungen ausgelegt. So gab es diesmal keinen Massenstart, sondern es wurde immer in 25er Blöcken mit zwei Meter Abstand gestartet, wobei am Ende natürlich immer die Nettozeit jedes Teilnehmers zählte. Fast 400 Teilnehmer waren allein beim Halbmarathon am Start. Uwe startete im Elite-Block der ersten 25 Fahrer. Kerstin im Elite-Block der Damen drei Minuten später. In drei Minuten Abständen starteten dann immer jeweils 25 Starter/innen. Da durch den zeitlich versetzten Start jederzeit ein später gestarteter Konkurrent noch schneller sein konnte, war während des ganzen Rennes nie klar, wo man tatsächlich steht. Einzig Kerstin Kuhnlein fuhr vom Start weg ein so hohes Tempo, dass keine Dame aus dem Elite-Block folgen konnte und sehr wahrscheinlich auch von hinten nichts mehr anbrennen sollte.

Vom Start an der Talstation Winterwelt Schmiedefeld (in Blöcken) geht es auf den Mittelweg des Skiliftes Am Eisenberg. Kurz die Aussicht genießen und dann biegt die Strecke scharf rechts ab in Richtung Kreuzwege/Bierfleck. Nach kurzer Erholung folgt der steile Anstieg hinauf auf den Großen Finsterberg (944 m NN). Rasant geht’s nun bergab zur ersten VP am Mordfleck. Über breite Wege rollte das Bike hinunter in die Tiefen des Thüringer Waldes auf knapp 690 m NN, bevor man den langen Anstieg zum Schneekopf unter die Reifen nimmt. Über die alte Salzmannstraße verläuft die Strecke hinauf zur Schmücke. Es folgt eine kurze Erholungsphase hinunter zur Güldenen Brücke. Von hier fährt man ca. 1,5 km bergauf bis auf den höchsten Punkt der Tour – das Plateau des Schneekopfes (978 m NN). Eine 360°-Runde um die beiden Schneekopftürme und über den Hüttenweg biegt man rasant in Richtung Oberhof ab. Der Halbmarathon führt an dieser Stelle hinauf zur Straßenquerung und trifft am Adler wieder auf die lange Distanz. Frisch gestärkt nach der zweiten Verpflegung radeln die Biker gemeinsam weiter durch die tiefen Wälder, vorbei an atemberaubenden Ausblicken, bevor sie sich am Bierfleck/Kreuzwege (Km 27) weiter über den Mittelweg am Skilift hinunter zur Talstation und weiter über die Wiesen am Gabelenzebach zur Straßenquerung Suhler Straße fahren. Über Schwimmbad, Naturlehrpfade und Rodelbahn folgt der Schlussanstieg bis ins Ziel am Schmiedefelder Sportplatz.


Gesamtsiegerin der Damen im Halbmarathon ist Kerstin Kuhnlein aus Steinwiesen

Uwe Kuhnlein erreichte nach einer Zeit von 1:33:46 als dritter seine Altersklasse das Ziel. Kerstin überquerte als überlegene Siegerin der Damenwertung in einer Zeit von 1:39:54 das Ziel. Zweite wurde Steffi Göttig mit 1:44:28 und dritte Carmen Wolf mit 1:44:30. Wegen ihrer überragenden Leistung wurde sie sofort für das Fernsehen interviewt, was die beiden Kuhnleins aus dem Frankenwald natürlich unheimlich stolz machte.

Letztendlich war es eine gelungene Veranstaltung, die trotz der aktuell sehr schwierigen Situation doch recht normal abgelaufen ist. Siegerehrung gab es leider keine, aber es war schön, all die ganzen Konkurrenten endlich mal wieder zu sehen und sich mit ihnen zu messen. Dass der Frankenwald stark vertreten war, zeigt sich auch am Gesamtsieg des Seibelsdorfers Lucas Heiß bei der Herren Konkurrenz mit 1:18:42. Er startet wie die Kuhnleins ebenfalls für den Verein RVC Trieb. Ob beide dieses Jahr noch weitere Rennen fahren, wird jeweils kurzfristig entschieden. Extra trainiert wird sicher nicht mehr darauf.

Kategorien: Sport, Veranstaltungen