Markt Steinwiesen Markt Steinwiesen
Der Rathausplatz mit Kirche, Pfarrzentrum und Rathaus
Der Ködelblick oberhalb der Trinkwassertalsperre Mauthaus
Teichmühle Steinwiesen
Blütenpracht in der Bahnhofstraße
Sonnendurchfluteter Hochwald
Sonnenuntergang über der kath. Kirche "Mariä Geburt" Steinwiesen
Ruhebank am "Nurner Brocken"
Sonnenuntergang oberhalb von Steinwiesen

Verdiente Marktgemeinderäte wurden verabschiedet

30.04.2020 Richard Rauh als „CSU-ler in der Haut eines SPD-lers“, Bruno Beierlorzer als „Graue Eminenz“ und Josef Schuberth als der „Friedvolle“ gewürdigt.

Steinwiesen (sd) Ein wenig Wehmut klang in den Worten von Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) schon mit, als er nach einem Rückblick auf die vergangene Legislaturperiode die drei verdienten Marktgemeinderäte Bruno Beierlorzer, Richard Rauh und Josef Schuberth verabschiedete. Sie waren lange Jahre maßgeblich daran beteiligt, die Geschicke des Marktes Steinwiesen zu leiten. Sie waren dazu bereit gewesen, zum Wohle der Bürger ihrer Heimatgemeinde zu arbeiten und diesen nach vorne zu bringen. Die Prioritätenliste, die vor langer Zeit erstellt und immer wieder fortgeschrieben wurde, ist nun abgearbeitet und durch neue Projekte ergänzt worden, die nun der „neue“ Marktgemeinderat bearbeiten wird.

Bruno Beierlorzer
Gerhard Wunder ging auf die Verdienste der Marktgemeinderäte ein. 36 Jahre im Gremium, davon 30 Jahre 2. Bürgermeister – Bruno Beierlorzer (CSU) wird immer mit dem Namen „Gemeinderat“ verbunden bleiben. Seit 1. Mai 1984 dabei und seit 1. Mai 1990 2. Bürgermeister hat er die Geschicke seiner Heimatgemeinde maßgeblich geprägt. Erst unter Bürgermeister Reinhold Renk und dann 24 Jahre lang zusammen mit Gerhard Wunder. In etlichen Ausschüssen war er dabei, Auszeichnungen erhielt Bruno Beierlorzer mit der Ehrennadel des Marktes Steinwiesen in Silber 1997, einer Dankurkunde für besondere Verdienste um die Kommunale Selbstverwaltung 2002 und im November 2016 die Kommunale Verdienstmedaille in Bronze. Die Bürger von Steinwiesen habe seine Art schätzen und lieben gelernt und er ist immer für ein funktionierendes humane Zusammenleben eingetreten. Auch mit den Vereinen, besonders mit der Feuerwehr in Steinwiesen, hat ihn viel verbunden, ebenso mit den kirchlichen Gremien, wo er als Kirchenrat aktiv ist. Bruno Beierlorzer geht der Gemeinde Steinwiesen jedoch nicht verloren, ist er doch noch ehrenamtlich als Leerstandlotse tätig. „Du bist und du warst vor allem ein Kommunalpolitiker mit Herz“, schloss Bürgermeister Wunder seine Laudatio.

Richard Rauh
Ein Urgestein der SPD, ein Marktgemeinderat für die Bürger und ein bestens integrierter „Reigschlafter“ ist Richard Rauh (SPD). Seit 24 Jahren steht er als Marktgemeinderat für die Belange der Bürger ein. Zahlreiche Ausschüsse, Schulverband und Aufsichtsrat REW sind nur einige der Aufgaben. Ausgezeichnet wurde Richard Rauh 2004 mit der Ehrennadel in Gold für verdiente Vereinsvorstandsmitglieder, 2014 erhielt er die Dankurkunde für besondere Verdienste um die Kommunale Selbstverwaltung und 2019 die Ehrennadel des Landkreises Kronach in Gold. Sein Spruch „Ich mache aus meinem Herzen keine Mördergrube“ und seine spezielle Art „der Frauenliebe“ machen ihn überall einzigartig. In langen Jahren als Fraktionsführer der SPD war er stets bemüht, trotz Minderheit die Belange der Fraktion in die Entscheidungen einfließen zu lassen. „Auch Schwarze sind Menschen mit denen man es aushalten kann“, pflegte er immer im Hinblick auf die CSU-Fraktion zu sagen. Auch in Vereinskreisen ist Richard Rauh kein unbekannter, war er doch 30 Jahre Vorsitzender des SV Steinwiesen. Er hat sich stets für das Gemeinwohl eingesetzt und wird dies auch in Zukunft tun.

Josef Schuberth
Als Josef Schuberth (CSU) vor 18 Jahren in den Marktgemeinderat kam, war er sozusagen „Einzelkämpfer“ aus Nurn. Er hat sich jedoch mit seiner wertvollen Arbeit als Gemeinderat vor allem in Nurn in vorbildlicher Weise für die Bürgerinnen und Bürger eingesetzt. Ab 1. Mai 2002 dabei, wurde Josef Schuberth 2008 zum dritten Bürgermeister ernannt, diesen Posten hatte er bis 2014 inne. Bauausschuss, Finanzausschuss und Aufsichtsrat der REW sind einige Bausteine auf seinem Weg. Das Ehrenzeichen des Marktes Steinwiesen in Gold erhielt er 2015 und die Ehrennadel des Landkreises Kronach in Gold 2019. In Nurn ist er in vielen Vereinen lange Jahre aktiv und auch aus der kirchlichen Arbeit war er nicht wegzudenken.


Allen ausscheidenden Räten dankte Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) mit warmen Worten, einer Urkunde und einem Geschenk in Form des Porzellanflößers von Kober Porzellan, sowie eines Blumenstraußes für die Ehefrauen. Er sagte jedem ein herzliches Vergelt`s Gott für die gute Arbeit, die sie im Gemeinderat zum Wohle der Bürger geleistet haben. Auch für die Fraktionsvorsitzenden der CSU und SPD war es ein Bedürfnis, den ausscheidenden Marktgemeinderäten zu danken. Jürgen Eckert (CSU) meinte, dass alle drei fachliche Kompetenz, Menschlichkeit und Kollegialität bewiesen haben. Bruno Beierlorzer sei mit 36 Jahren die graue Eminenz und Richard Rauh bezeichnete er als „Konfuzius“ und „als CSU-ler in der Haut eines SPD-lers“. Josef Schuberth sei immer „Josef der Friedvolle“ gewesen und hat mit seiner ruhigen Art jeden Streit von vornherein verhindert. Auch Jürgen Deuerling (SPD) sagte Dank und meinte, er sei in große Fußstapfen getreten, als er den Posten des Fraktionsführers und auch des Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins von Richard Rauh übernommen hatte. Er wünschte sich auch weiterhin eine gute Zusammenarbeit und Kollegialität. Sichtlich gerührt nahmen danach auch die drei scheidenden Marktgemeinderäte mit bewegenden Worten Abschied und versicherten, diese Zeit genossen zu haben und sie nicht missen zu wollen.


Kategorien: Rathaus, Marktgemeinderat