Markt Steinwiesen Markt Steinwiesen
Der Rathausplatz mit Kirche, Pfarrzentrum und Rathaus
Der Ködelblick oberhalb der Trinkwassertalsperre Mauthaus
Teichmühle Steinwiesen
Blütenpracht in der Bahnhofstraße
Sonnendurchfluteter Hochwald
Sonnenuntergang über der kath. Kirche "Mariä Geburt" Steinwiesen
Ruhebank am "Nurner Brocken"
Sonnenuntergang oberhalb von Steinwiesen

Vereinsbericht

20.02.2018 Der Gesangverein Nurn hat derzeit keinen Partner mehr.

Nurn. Wenige Tage vor Weihnachten hat die Chorgemeinschaft Steinwiesen der gemeinsamen Chorleiterin Karina Klaumünzner gekündigt. In der Jahreshauptversammlung in Nurn wurden sowohl der Zeitpunkt als auch die Art und Weise massiv kritisiert. 2. Vorsitzende Katharina Deuerling las der Versammlung ein Schreiben von Michaela Matthes, der Vorsitzenden des Gesangvereins Steinwiesen, vor. Demnach werde es keine gemeinsame Chorleitung mehr geben, deshalb könne auch die Chorgemeinschaft nicht weiterbestehen. Sie plädierte für eine freiwillige Form des Zusammensingens.

Katharina Deuerling, 2. Vorsitzende des Gesangvereins Nurn, bedauerte den Zeitpunkt der Kündigung kurz vor Weihnachten. Die Vorgehensweise, von Steinwiesener Seite her habe nach 14 gemeinsamen Jahren wehgetan. Die ins Leben gerufene Schola sei hauptsächlich für Beerdigungen gedacht gewesen und sollte als Ergänzung nicht jedoch als Ersatz für die Chöre dienen. Sie sagte: „Der Chor gehört zur Ortschaft dazu, ob er nun klein ist oder groß“.

Vorsitzende Elisabeth Daum meinte, dass die Vermittlung der Nurner Sänger zwischen der Steinwiesener Vorsitzenden und der Dirigentin ohne Erfolg geblieben sei. Sie warf Michaela Matthes vor, nicht kompromissbereit zu sein, und zweifelte daran, ob alle Steinwiesener Sänger die Entlassung auch wollten. In Nurn habe sich der Vorstand gegen die Kündigung ausgesprochen, sagte Daum. Man hoffe, dass sich die Chorgemeinschaft wieder zusammenfinde, da Michaela Mattes jetzt nicht mehr Vorsitzende in Steinwiesen sei. „Sie wirft uns da raus und will, dass wir in einer Singgemeinschaft weiter machen, dass geht doch nicht“, meinte die Nurner Vorsitzende. 14 Jahre habe es an der friedlichen Chorgemeinschaft nie Zweifel gegeben.

Ähnlich argumentierte Sängerin Gisela Mertens. Sie meinte, dass Behauptungen von Michaela Matthes nicht haltbar seien, zumal man mit Walter Klose über viele Jahre hinweg hervorragend zusammengewirkt habe. Der langjährige Chorleiter Walter Klose sagte, dass er frühzeitig informiert gewesen sei, dass es mit Karina Klaumünzner nicht mehr funktioniere. Grund hierfür sei fehlende Kommunikation gewesen, auch habe der gute Wille einer weiteren Zusammenarbeit gefehlt. Von der zweiten Absicht die Chorgemeinschaft zu kündigen, habe er aber nichts gewusst. In der chaotischen Versammlung in Steinwiesen sei man dann schockiert gewesen. Dort habe man bei den turnusgemäßen Neuwahlen auch aktuell keinen handlungsfähigen Vorstand wählen können. Die überwiegende Anzahl der Sänger sei für das Fortbestehen der Chorgemeinschaft. Er habe schon in Steinwiesen angekündigt, dass er seine Ehrenmitgliedschaft und den Titel des Ehrendirigenten an die „Cäcilia“ Steinwiesen zurückgeben werde, wenn es keine Einigung gebe, sagte Klose. In Steinwiesen müsse demnächst eine Mitgliederversammlung einberufen werden, damit der Verein wieder handlungsfähig zu werden. 

Recht deutlich wurde zum Ende der die Versammlung beherrschenden Diskussion noch Hans-Kurt Mertens. Er sagte: „63 Jahre singe ich im Chor. Frau Matthes hat ohne Recht der Dirigentin gekündigt. Das ist eine Frechheit. Sie hat gezielt versucht die Chorgemeinschaft auseinander zu bringen und zwei Vereine kaputt zu machen.“

Ehrenkassier Fritz Deuerling sprach vielen Versammlungsteilnehmern aus dem Herzen. Die Nurner Vorstandschaft hat sich stark gezeigt und solle sich für den Fortbestand der Chorgemeinschaft einsetzten, meinte er unter den Applaus der Mitglieder.

In ihren Tätigkeitsbericht ging die Vorsitzende Elisabeth Daum vorher auf die unveränderte Mitgliederzahl von 78 ein. Heuer seien mit Anna Deuerling und Maria Hönick bereits zwei neue aktive Sängerinnen hinzugekommen. Insgesamt hatte man 53 Termine der Aktiven zu verzeichnen. Als besonderes Erlebnis bezeichnete sie eine Messe am Tag der Wallfahrt in Vierzehnheiligen, die man mitgestaltet habe. Im Sommer habe man das Freundschaftssingen in Windheim anlässlich dessen 90. Jubiläumsfest besucht. Kirchliche Feste wurden in Nurn und Steinwiesen mitgestaltet. Auch gratulierte man den Mitgliedern zu runden Geburtstagen mit Ständchen. In diesem Jahr werde der Mehrzweckhausbauverein 40 Jahre, das will man musikalisch begleiten. Der Gesangverein könne sein 90- jähriges Bestehen feiern. Man denke über ein Gartenfest und ein Freundschaftssingen im Mehrzweckhaus nach.


Kategorien: Vereine