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Nach dem Gottesdienst ließen die Kommunionkinder Marie Wunder, Kilian Beierlorzer, Felix Deuerling und Moritz Förtsch (v.li) als Zeichen der Freude bunte Luftballons mit Karten und dem Fischsymbol in den Himmel steigen

„Vertrau mir, ich bin da“ war das Motto

07.06.2021 Kirche St. Michael schön geschmückt – Kuratie Nurn feiert Erstkommunion.

Zusammen mit Pfarrer Richard Reis strahlten die Erstkommunionkinder Marie Wunder, Kilian Beierlorzer, Felix Deuerling und Moritz Förtsch (v.li) vor der Kirche St. Michael in Nurn

Nurn (sd) „Nun ist er da, der große Augenblick. Kein Brot, sondern Jesus selbst schenkt sich euch heute zum ersten Mal in der heiligen Kommunion“, beginnt Pfarrer Richard Reis den feierlichen Erstkommuniongottesdienst in der Kirche St. Michael der Kuratie Nurn.

Unter den Klängen einiger Musiker und der jubilierenden Orgel waren die drei Jungen und ein Mädchen eingezogen in das innen und außen herrlich geschmückte Gotteshaus. Nach dem Anzünden der Kommunionkerzen, die anschließend vor dem Volksaltar brannten, eröffnete Yvonne Kremer mit dem Lied „Wir wünschen dir Liebe“ den Gottesdienst.

„Vertrau mir, ich bin da!“ – So hieß das Motto der diesjährigen Kommunionvorbereitung. Und das Bild, das sich die Kommunionkinder ausgesucht haben, zeigt einen tiefen Wasserfall zwischen zwei Bergmassiven. Wer da hineinfällt, für den gibt es keine Rettung. Doch über dem tiefen Abgrund spannt sich das Kreuz, von einem Berg zum anderen. „Vertrau mir, ich bin da“, sagt Jesus und hilft so den Kindern über den Abgrund hinweg. Auf dieses Motto ging Pfarrer Richard Reis auch in seiner Predigt ein. Die Zerrissenheit, Unsicherheit, Ungewissheit und die vielen Ängste, die die Menschen haben, setzen ihnen zu. Aber wenn man im Glauben Treue bewahrt, Gut und Böse unterscheiden kann, dann hilft der Heilige Geist, dann hilft Gott. Wenn man dem Kreuz folgt, ihm treu bleibt, dann kann man auch Abgründe überwinden. Das Durcheinander in der Welt, Menschen, die sich ohne Rücksicht zu nehmen, selbstverwirklichen wollen, die Haltung, dass Gott egal ist, macht sich immer mehr breit. „Aber ihr sollt Kinder Gottes sein, das Zeichen des Kreuzes wird immer wichtiger und das „Ich bin da“ meint Jesus auch wirklich, er ist nicht nur Heute sondern immer da“, betonte der Priester. Gott lässt keinen fallen, er macht kein leeres Gerede, sondern gibt ein festes Versprechen.

Mit den Texten des Kyrie, der Erneuerung des Taufversprechens und den Fürbitten brachten sich die Kinder beim Gottesdienst ein. Sie beteten dafür, dass der Tag der Erstkommunion zu einem unvergesslichen Fest werde, für die Mütter, Väter, Großeltern und Paten, die den Kindern Zeit, Liebe und Gottvertrauen geben. Sie sagten Danke dafür, dass Gott das Brot des Lebens ist und sie baten Gott, den Verstorbenen Geborgenheit und ewige Freude in seinem Reich zu schenken. Und dann kam der große Moment, Jesus schenkt sich den Kindern ganz in der Hostie, in seinem Leib, den sie nun das erste Mal empfangen dürfen. Die Freude findet auch ihren Ausdruck im gemeinsamen Gebet „Jesus, du bist ganz bei mir“.

Bereichert wurde der Gottesdienst durch eine jubilierende Orgel und die herrliche Stimme von Yvonne Kremer, die mit den Liedern „Wir wünschen dir Liebe“ „Halleluja“ von Leonhard Cohen, „Nimm oh Herr die Gaben“ und dem schönen Lied für die Erstkommunionkinder „Mögen Engel dich begleiten“ Gänsehaut auslöste. Die feierlichen Lieder dazwischen kamen Corona-Konform als CD und die Lesung trug Andreas Förtsch vor. Nach dem Gottesdienst ließen die Kommunionkinder als Zeichen der Freude bunte Luftballons mit Karten und dem Fischsymbol in den Himmel steigen.

Die Kommunionkinder, die in Nurn zur ersten Heiligen Kommunion gingen, sind:
Moritz Förtsch, Marie Wunder, Felix Deuerling und Kilian Beierlorzer (Steinwiesen)

Kategorien: Kirche, Veranstaltungen