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Was ist denn fair? – Gerechtigkeit als Thema

13.03.2017 Weltgebetstag in der St. Johanniskirche gefeiert.

Steinwiesen (sd) „Mabuhay – Willkommen“ – so begrüßten die Frauen des Weltgebetstags-Teams die zahlreichen Besucherinnen beim Weltgebetstagsgottesdienst in der St. Johanniskirche in Steinwiesen. Gestaltet wurde er in diesem Jahr von Frauen auf den Philippinen. Und sie fragen zu Recht: „Was ist fair“; Wie bekommen wir Gerechtigkeit? ; Gerechten Lohn für die viele Arbeit, die sie leisten. Gerechte Entschädigung bei Katastrophen. Gerechte Verteilung des Landes, damit jeder eine Existenzgrundlage besitzt. Dafür kämpfen die philippinischen Frauen, Solidarität ist ihre Kraftquelle und der Glauben eine wertvolle Hilfe. Bereits beim Einzug hatten die Frauen verschiedene Symbole und Gegenstände, die typisch für die Philippinen sind, zum Altar gebracht. Das Weltgebetstags-Plakat, die Landkarte, das Kreuz und die Bambuspflanze, der Regenschirm als Zeichen der Regenzeit und Bananen für die Früchte des Landes. Auch die Bibel und eine Kerze gehören dazu. Zum Schluss wird eine Waage in die Mitte des Altares gestellt. Sie ist das Zeichen für Gerechtigkeit, das zentrale Thema des Weltgebetstages 2017.

Die Lesung aus dem Matthäus-Evangelium, die Geschichte vom Besitzer des Weinberges, der Arbeiter suchte und alle am Ende des Tages gleich entlohnte, egal wie viele Stunden sie gearbeitet hatten, stand im Mittelpunkt der Betrachtung. Gedanken der Arbeiter werden Wirklichkeit, am Ende wird jedem klar, dass es den, der zuerst angefangen hat zu arbeiten, auch als Letzten hätte treffen können. Aber was schließlich zählt ist, dass jeder Arbeit gefunden hat, sie haben eben alle „Glück gehabt“. Und so schließt sich der Kreis, es werden die Letzten wie erste und die Ersten wie letzte sein.

Reis ist eines der wichtigsten Nahrungsmittel auf den Philippinen, er ist aber auch das Zeichen für Gottes befreienden Geist. Gott ist ein Gott des Lebens, er verwandelt Samen in Frucht. Er soll auch in allen Menschen den Samen der Gerechtigkeit aufgehen lassen so wie Pflanzen am lebendigen Wasser. Und er möge Frucht bringen, die Frucht der Gerechtigkeit, sie ist das Zeichen der Sehnsucht, Hoffnung in diese unfaire Welt zu bringen. Als Zeichen für die Besucherinnen des Gottesdienstes wurde jede mit einem kleinen Tütchen Reis beschenkt.

Den Gottesdienst zum Weltgebetstag umrahmte Daniela Krumpholz mit ihrer Gitarre und Ingrid Renk auf der Orgel. Mit kleinen Köstlichkeiten, Kokoskuchen, Tee und Pina Colada klang der Gottesdienst mit guten Gesprächen aus. Die Gottesdienstordnung für den Weltgebetstag 2018 kommt aus Surinam.

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Das Weltgebetstags-Team bei den Vorbereitungen. Claudia Völk, Ingrid Renk und Kathrin Schneider-Gremer (v.li) schmücken den Altar

Kategorien: Kirche, Veranstaltungen