Markt Steinwiesen Markt Steinwiesen
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Sonnenuntergang über der kath. Kirche "Mariä Geburt" Steinwiesen
Ruhebank am "Nurner Brocken"
Sonnenuntergang oberhalb von Steinwiesen

„Wenn ich 90 bin, koch ich nicht mehr“

03.07.2017 Irma Michel lässt sich an ihrem runden Geburtstag verwöhnen – 90. Geburtstag mit der ganzen Familie gefeiert.

Steinwiesen (sd) Man könnte meinen, ein Verein hält sein Sommerfest, so viele Gäste sind gekommen, um Irma Michel zum 90. Geburtstag zu gratulieren. Das Zelt im Garten füllt sich mit Freunden, Bekannten und Nachbarn. Und da ist ja auch noch die große Familie, die Irma Michel ihr Eigen nennt. Vier Kinder, acht Enkel und acht Urenkel hat sie um sich versammelt. Und das neunte Urenkelchen ist bereits unterwegs. Zum Gratulieren ist auch Pfarrer Richard Reis gekommen, der die herzlichsten Glückwünsche und Gottes Segen überbrachte. Von Seiten der Gemeinde gratulierte dritter Bürgermeister Thomas Reißig recht herzlich und übermittelte auch die Glückwünsche von Landrat Klaus Löffler. Vertreter des VdK, vom RVC und die Seniorenbeauftragten der Caritas waren ebenfalls vertreten. Der Musikverein Steinwiesen brachte der Jubilarin am Abend ein Ständchen.

Irma Michel ist eine echte Steinwiesnerin, die, obwohl sie in jungen Jahren zwei Jahre am Ammersee in Stellung war, doch wieder in ihre Heimat zurückgekehrt ist. Mit 21 hat sie ihren Nachbarn Franz geheiratet, der bereits verwitwet war und vier Kinder mit in die Ehe brachte. Bald gesellten sich auch noch vier eigene Kinder, Marianne, Gerhard, Christa und Helmut hinzu, sodass man eigentlich nicht fragen muss, welche Hobbys die Jubilarin in all den Jahren hatte. Mit acht Kindern, Landwirtschaft und zusätzlichen „Sommergästen“, die in den 60er und Anfang der 70er Jahre zahlreich besonders aus Berlin nach Steinwiesen kamen, war Irma Michel voll und ganz ausgelastet. „Wir hatten also damals bereits Urlaub auf dem Bauernhof. Einmal waren wir 21 Leute beim Frühstück. Da fing ich ganz schön an zu rotieren“, lacht die 90jährige. Überhaupt, die Familie und die Nähe ihrer Kinder, Enkelkinder und Urenkel sind das Wichtigste für die Jubilarin. Nachdem ihr Mann Franz bereits 1974 verstorben ist, ist es besonders schön, dass alle in der Nähe geblieben sind.

Ihren Lebensabend verbringt sie im Haus von Tochter Christa. Dort werkelt sie und bringt jeden Mittag das Essen auf den Tisch. Doch damit soll jetzt Schluss sein. „Wenn ich 90 bin, koche ich nicht mehr“, lacht Irma Michel. Aber ob sie das durchhält, daran haben alle ihre Zweifel. Lesen und Fernsehen schauen, das sind ihre Lieblingsbeschäftigungen und die Kaffeestunde am Nachmittag, die lassen sich Irma Michel und ihre Töchter nicht nehmen. „Aber das Wichtigste ist, dass es bei uns keinen Streit gibt und wir uns immer alle gut vertragen haben“, strahlt die 90-jährige an ihrem Jubeltag.

Kategorien: Rathaus