500 Millionen Euro Fördersumme seit 1927

26. Juli 2022 : Preise der Oberfrankenstiftung in Höhe von 45.000 Euro vergeben.

Mainleus – Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, zugleich Vorsitzende des Stiftungsrats der Oberfrankenstiftung, hat Persönlichkeiten und Institutionen für hervorragende Leistungen in und für Oberfranken ausgezeichnet. Seit 1957 vergibt die Oberfrankenstiftung Preise. Diese sind jeweils mit 15.000 Euro dotiert und werden einmal im Jahr vom Stiftungsrat der Oberfrankenstiftung festgelegt. Die diesjährigen Preisträger sind Herr Fares Day, Herr Rainer Kober und die Grundschule St. Georgen Bayreuth. Die Verleihung fand am Donnerstagmittag im kleinen Rahmen in der Spinnstube in Mainleus statt.

In Ihrer Begrüßung betonte Piwernetz, dass die 1927 gegründete Oberfrankenstiftung seitdem über 500 Mio. Euro für soziale Themen, für Kunst und Kultur, für die Denkmalpflege und für Wissenschaft und Forschung bereitgestellt hat.

Die Laudatio für Fares Day – der in Kulmbach in den vergangenen Jahren mehrere Denkmalobjekte saniert hat – wurde durch Bezirkstagspräsidenten Henry Schramm vorgetragen. "Fares Day ist das Musterbeispiel für einen engagierten Bürger, der alten Häusern zu neuem Glanz verhilft, der dadurch das gesamte Stadtbild aufwertet und der in seinem denkmalgerechten wie wirtschaftlich sinnvollen Handeln Beispiel gebend ist" so Schramm.

Aktuell saniert Day das Areal um das ehemalige Cafe Stamm in Kulmbach, zuvor hatte er bereits die Ruppert-Villa - eine Fabrikantenvilla - und den Ratskeller am Kulmbacher Marktplatz saniert.

Mit viel Begeisterung stellten die Kinder der Grundschule St. Georgen ihr Projekt "Kochen in der Klimawerkstatt" vor. Seit über 10 Jahren ist die Grundschule aktiv im Bereich Klima und Nachhaltigkeit unterwegs.

"Es wird immer das gekocht, was zur Jahreszeit auch im Garten ist", so die Kinder.

"Wir haben hier eine ganz besondere Persönlichkeit vor uns, einen vielseitig begabten und umtriebigen Mann, einen wahren Tausendsassa", so formulierte Regierungspräsidentin Piwernetz den Beginn der Laudatio über Rainer Kober.

Rainer Kober ist in Gablonz geboren und in Kronach aufgewachsen. Er machte Abitur in Coburg und studierte Verfahrenstechnik an der TU München. Über viele Jahre war er in leitenden Funktionen in der Porzellanindustrie tätig, bis er im Jahr 2005 das von der Schließung bedrohte Porzellanwerk in Steinwiesen kurzerhand selbst übernahm.

Heute ist KOBER mit 75 Mitarbeitern Spezialist für vielfältige Produkte aus dem Werkstoff Porzellan.

"Schon seine unternehmerische Leistung nötigt Respekt ab. Doch seit Jahrzehnten setzt sich Rainer Kober in Vereinen und Initiativen ehrenamtlich für die Entwicklung und den Aufbruch der Region ein", so Piwernetz.

Rainer Kober engagiert sich u.a. bei den Vereinen „KRONACH Creativ e.V.“ und „Oberfranken Offensiv e.V.“ sowie dem lokalen „Bündnis familienfreudiger Landkreis Kronach“. Er war Gründer des Magazins „ECHT Oberfranken“. Seine Heimatgemeinde Steinwiesen liegt ihm besonders am Herzen.