95. Geburtstag mit Volksfestcharakter

05. Juli 2022 : Irma Michel feiert im Zelt ihren Geburtstag mit der Familie und vielen Gästen.
Zusammen mit ihrer großen Familie, Pfarrer Richard Reis und zweiten Bürgermeister Frank Hauck feiert Irma Michel (vorne sitzend) ihren 95. Geburtstag. Foto: Susanne Deuerling

Steinwiesen (sd) Ein Jubiläum, das nicht viele erleben können, feierte Irma Michel am vergangenen Freitag. Man könnte meinen, ein Verein hält sein Sommerfest, so viele Gäste sind gekommen, um ihr zum 95. Geburtstag zu gratulieren.

Als älteste Einwohnerin des Marktes Steinwiesen, es gibt nur noch Männer, die älter sind, thront sie im „Festzelt“ inmitten ihrer Freunde, Bekannten und Nachbarn. Und da ist ja auch noch die große Familie, die Irma Michel ihr Eigen nennt. Vier Kinder, acht Enkel und neun Urenkel hat sie um sich versammelt.

Bereits am Vormittag war hoher Besuch angesagt. Landrat Klaus Löffler schaute persönlich vorbei, um der Jubilarin zum Geburtstag zu gratulieren. Nachmittags ging es dann so richtig rund. Pfarrer Richard Reis überbrachte die herzlichsten Glückwünsche und Gottes Segen. Von Seiten der Gemeinde gratulierte zweiter Bürgermeister Frank Hauck recht herzlich und übermittelte auch die Glückwünsche von erstem Bürgermeister Gerhard Wunder. Vertreter des VdK, vom RVC und die Seniorenbeauftragten der Caritas waren ebenfalls vertreten. Der Musikverein Steinwiesen brachte der Jubilarin am Abend ein Ständchen.

Irma Michel ist eine echte Steinwiesenerin, die, obwohl sie in jungen Jahren zwei Jahre am Ammersee in Stellung war, doch wieder in ihre Heimat zurückgekehrt ist. Mit 21 hat sie ihren Nachbarn Franz geheiratet, der bereits verwitwet war und vier Kinder mit in die Ehe brachte. Bald gesellten sich auch noch vier eigene Kinder, Marianne, Gerhard, Christa und Helmut hinzu, sodass man eigentlich nicht fragen muss, welche Hobbys die Jubilarin in all den Jahren hatte. Die Familie und die Nähe ihrer Kinder, Enkelkinder und Urenkel sind das Wichtigste für die Jubilarin. Nachdem ihr Mann Franz bereits 1974 verstorben ist, ist es besonders schön, dass alle in der Nähe geblieben sind.

Ihren Lebensabend verbringt sie im Haus von Tochter Christa. Zwar fällt ihr das Laufen und Treppensteigen schwer, aber geistig ist Irma Michel noch topfit. Lesen und Fernsehen schauen, das sind ihre Lieblingsbeschäftigungen und ab und zu die Kaffeestunde am Nachmittag, das möchte sie nicht missen. Aber das Wichtigste ist und bleibt für sie, dass sich ihre Familie gut versteht, es keinen Streit gibt und man immer fest zusammenhält.