Dankbar für 40 Jahre Treue

18. Oktober 2022 : Caritasverband Kronach ehrt und dankt langjährigen Mitgliedern – sie sind die Schätze der Gemeinschaft.
Mit Rosen und einem kleinen Geschenk wurde den treuen Mitgliedern gedankt. Von rechts Maik Förner, Gabi Alka, Luisa Thron, Brigitte Wunder und Cornelia Thron. Links Silvia Wachter. Oben rechts Pfarrer Richard Reis. Fotos: Susanne Deuerling

Steinwiesen (sd) Dankbar sein und danke sagen, das will der Caritasverband Kronach, der im Jahr 2018 sein 40-jähriges Bestehen gefeiert hat. Viele Mitglieder halten ihm schon seit den Anfängen die Treue und dafür soll nun ein großes Vergelt’s Gott gesagt werden.

Über 400 Mitglieder sind seit 40 Jahren oder sogar schon länger dabei und halten „ihrer Caritas“ die Treue. Sie sind verstreut im ganzen Landkreis und so ziehen Geschäftsführerin Cornelia Thron und ihre Mitstreiter von Gotteshaus zu Gotteshaus und machen in 10 verschiedenen Gemeinden Station, um dort den Mitgliedern zu danken. Oftmals im Rahmen eines Gottesdienstes oder einer Andacht. Und deshalb steht die Marienandacht in der Pfarr- und Wallfahrtskirche „Mariae Geburt“ in Steinwiesen stellvertretend für alle Stationen im Landkreis. Allein hier für Steinwiesen und Nurn stehen 80 Personen auf der Mitgliederliste. Nicht alle konnten bei dieser Feier- und Dankesstunde dabei sein, aber alle werden mit Blumen und einem kleinen Geschenk bedacht. Und diejenigen, die dabei waren, erhielten ihren Dank gleich vor Ort.

Maria, die Mutter Gottes steht im Mittelpunkt der Andacht, in der all den treuen Mitgliedern gedankt wird. Und genau wie Maria, die sich immer um ihre Kinder kümmert, so kümmern sich die Mitarbeiter des Caritasverbandes um ihre Schützlinge. Aber dazu brauchen sie Unterstützung. Diese Unterstützung kommt nun von all den Mitgliedern, die sich seit mehr als 40 Jahren dafür engagieren und die Caritas unterstützen. So wie bei Maria stehen bei der Arbeit der Caritas die Bedürftigen, die Hilflosen, Ausgegrenzten, Kinder und alle, die Hilfe benötigen, im Mittelpunkt. Beratungsstellen, Altenheime, Kinderbetreuung sind nur einige Säulen ihrer Arbeit. Bei der Andacht steht Maria als Knotenlöserin im Mittelpunkt. Das Bild aus dem 17. Jahrhundert zeigt Maria, wie sie ganz bedächtig und vorsichtig Knoten in einem Seil löst und dieses völlig glatt aus ihrer Hand herausgleitet. Luisa und Maria Thron geben Impulse zu diesem Bild, anschaulich mit einem Seil, aus dem sie die Knoten lösen. Knoten gibt es überall, an Konfliktherden, Kriegsschauplätzen, in der Familie, im Verein – immer dort, wo Meinungen aufeinanderprallen und Argumente sich verheddern. Doch wie Maria Knotenlöserin sollen auch die Menschen ihre Verknotungen und Konflikte mit Ruhe und Geduld lösen. Manchmal braucht es einen langen Atem oder Hilfe von außen. Doch es kann gelingen, wenn man die Knoten in Gottes und Mariens Hände legt. Dafür wurde auch in den Fürbitten gebetet, die Knoten in allen Lebenslagen, privat, beruflich, politisch, in Krankheit und Not zu lösen.

Cornelia Thron bezeichnete die Mitglieder als „Schätze“, Schätze, die ein Teil des Caritasverbandes Kronach sind, hilfsbereit und durch ihre Zugehörigkeit den Geist Gottes im Wirken spürbar werden lassen. Auch die vielen Mitarbeiter und Ehrenamtlichen im Caritasverband lösen Knoten, egal in welcher Einrichtung. Und deshalb ist es so wichtig, Unterstützung für die Arbeit zu erhalten. Thron sagte allen, die bereits seit über 40 Jahren dabei sind Danke, Danke für die Treue, Unterstützung und das Mitgehen, Danke für das Hinter ihnen stehen, Mut machen und Vertrauen und Danke für die Verbundenheit und Gutes tun. Schon Albert Schweitzer sagte: „Was ein Mensch an Gutem in die Welt hinausgibt, geht nicht verloren.“ „Ich möchte euch ein großes Vergelt’s Gott sagen und möge Gott das Gute, was wir mit euren Beiträgen tun können, tausendfach vergelten“, betonte die Geschäftsführerin.

Pfarrer Richard Reis hatte zu Beginn der Marienandacht alle willkommen geheißen und sie in der Kirche „Santa Maria Maggiore des Frankenwaldes“ begrüßt. Caritas heißt übersetzt „Gottes Liebe“ und genauso versteht sich der Caritasverband, Gottes Liebe überall dahin zu tragen, wo Menschen diese Liebe brauchen, egal ob körperlich oder geistig. Caritas ist im Christentum die Bezeichnung für die tätige Nächstenliebe und Wohltätigkeit. Die wertschätzende, helfende Liebe gilt seit den Anfängen des Christentums als christliche Tugend. Die Marienandacht wurde gestaltet von Gabi Alka, Luisa und Maria Thron, Cornelia Thron und musikalisch begleitet von Silvia Wachter mit ihrer Gitarre und Gesang und Maik Förner und seiner Panflöte. Silvia und Maik sind stets bereit, für die gute Sache einzustehen, mitzugestalten, mitzuhelfen und immer da zu sein, wenn man sie braucht.