Feierliche Klänge in Steinwiesen

10. Oktober 2022 : Firmsakrament soll unter die Haut gehen – Domkapitular Thomas Teuchgräber begrüßte 21 junge Christen zur Hlg. Firmung.
Erich Mähringer (li) und Paul Förtsch danken Firmspender Domkapitular Thomas Teuchgräber im Namen der Firmlinge und übergeben das Firmopfer. Fotos: Susanne Deuerling

Steinwiesen (sd) Unter den feierlichen Klängen der Orgel zogen Domkapitular und Firmspender Thomas Teuchgräber, Pfarrer Richard Reis, Pater Jan Poja und Pastoralreferent Harald Ulbrich begleitete von den Ministranten und dem Kreuz in die Pfarr- und Wallfahrtskirche „Mariae Geburt“ in Steinwiesen ein. Erwartungsvoll warteten die Firmlinge mit ihren Paten und Familien darauf, an diesem Festtag das Sakrament der Firmung zu erhalten.

Zu einer „erfreulichen Unterbrechung des Alltags“, erklärte Teuchgräber diesen Gottesdienst, bei dem der gute Geist Gottes auf die Jugendlichen herabkommen möge. Dieser Tag sei eben etwas Besonderes, da habe man sich „aufgestylt“, um die Salbung mit Chrisam-Öl zu empfangen. Der Firmspender bezeichnete die jungen Christen als Gesalbte, als königlich, denn früher und in England auch noch heute, wurden Könige gesalbt und in ihre Ämter eingesetzt. Teuchgräber wünschte sich, dass die Firmung für die Jugendlichen allerdings nicht nur das äußere Zeichen der Salbung bliebe, sondern dass sie auch „unter die Haut“ gehe. So wie zum Beispiel besonders emotionale Momente oder schöne Erlebnisse, z.B. im Urlaub. Der göttliche Funken, der Geist Gottes, helfe den Zusammenhalt zu stärken, sich gegenseitig zu helfen und auf ihn zu vertrauen. Der Domkapitular ging aber auch auf die wenig erfreulichen Dinge ein, die den Ruf der Kirche angreifen. Man soll nichts unter den Teppich kehren und aus den Fehlern der Vergangenheit lernen. „Die Botschaft Christi ist besser als viele ihrer Vertreter auf Erden“, betonte Teuchgräber. Er bat die Paten für ihre Patenkinder zu beten und auch umgekehrt und vor allem nie zu vergessen, dass niemand allein ist, das Wichtigste ist die Gemeinschaft und wenn alle zusammen helfen, ist ihm auch hier nicht bange.

In der Firmvorbereitung mit Pastoralreferent Harald Ulbrich hatten die Firmlinge Bilder gemalt, die sie im Gottesdienst erklärten. Da war der Hl. Geist im Frankenwald, im Sport, in der Gemeinschaft und im Feuer – alle hatte eine besondere Bedeutung. Vor allem „der Hlg. Geist und der Friede“ ist im Angesicht des Konfliktes in der Ukraine sehr aktuell. Die Flaggen der Ukraine und Russlands verbindet das Wort Frieden und die Taube, die den Hlg. Geist darstellt. Überall findet man das Peace-Zeichen, das für die weltumspannende Abrüstung steht. Und nur so geht Frieden – wenn Menschen und Länder zusammenkommen und nicht nur einer im Vordergrund steht.

Als Dank überreichten die Firmlinge ein kleines Geschenk und ihre Firmopfer an Domkapitular Thomas Teuchgräber. Im Namen des Pfarrgemeinderates dankte Brigitte Geiger dem Geistlichen. Umrahmt und gestaltet wurde der Firmgottesdienst von den Firmlingen und Pastoralreferent Harald Ulbrich sowie von Martin Franz an der Orgel. Yvonne Kremer verzauberte wieder einmal mit ihrer herrlichen Stimme und schönen Liedern.

Die Firmlinge 2022 waren
Birnbaum: Anna Löffler, Leni Ott, Philip Weber, Jan Wich
Steinwiesen:                Julia Beierkuhnlein, Lena Beierkuhnlein, Michelle Celik, Julia Ebert, Hannes Feil, Jan Schmitt, Jonas Spindler
Nurn: Paul Förtsch
Wallenfels: Emily Fischer, Nikita Kossatz, Erich Mähringer, Oskar Mähringer, Lena Weiß, Shirin Weiß, Laura Witzgall
Wolfersgrün: Luis Schütz
Neuengrün: Katharina Schütz