Gold für Bruno Beierlorzer

11. August 2021 : Er ist ein Mensch mit Ecken und Kanten, aber auch einer mit viel Herz – Nun wurde das kommunalpolitische Urgestein für sein Wirken von der Marktgemeinde Steinwiesen ausgezeichnet.

Steinwiesen. Wenn jemand in Steinwiesen Kommunalpolitik wirklich gelebt hat, dann ist es Bruno Beierlorzer. Er kann auf 36 Jahre kommunalpolitisches Wirken zurückblicken und erhielt für seine Verdienste um den Markt Steinwiesen nun die goldene Bürgermedaille. An der Verleihung nahmen auch Landrat Klaus Löffler, Pfarrer Richard Reis sowie die Träger der goldenen Bürgermedaille Manfred Vogler und Eugen Bätz teil.

Bürgermeister Gerhard Wunder erinnerte in seiner Laudatio noch einmal an die ersten Jahre seines kommunalpolitischen Wirkens. 1984 wurde Beierlorzer in den Marktgemeinderat Steinwiesen gewählt. „Zur damaligen Zeit galt es Kommunalpolitik behutsam zu gestalten“, so Wunder. Bruno Beierlorzer habe dabei immer stets Rückgrat bewiesen. Er sei dabei stets ein Mann mit Ecken und Kanten, aber vor allem ein Kommunalpolitiker mit viel Herz gewesen.

30 Jahre 2. Bürgermeister
Beierlorzer habe 30 Jahre lang das Amt des 2. Bürgermeisters bekleidet. Von 1990 bis 1996 stand er dem verstorbenen Altbürgermeister Reinhold Renk zur Seite und ab 1996 Bürgermeister Gerhard Wunder. „Auf die Loyalität von Bruno Beierlorzer konnte ich immer bauen. Es war ein angenehmes Zusammenarbeiten“, so Wunder. Bruno Beierlorzer habe in den langen Jahren seines kommunalpolitischen Wirkens die Entwicklung des Marktes Steinwiesen mitgeprägt. „Er ist ein Beispiel dafür, dass man nicht nur immer kritisieren, sondern selbst Verantwortung für seine Heimatgemeinde übernehmen sollte“, so Wunder. Auch schwierige Phasen in der Kommunalpolitik habe er mit Gelassenheit gemeistert.

Im Bereich der Vereine engagierte sich Bruno Beierlorzer vor allem bei der Feuerwehr. Dort hatte er Verantwortung als Gerätewart und Mitglied der Vereinsführung übernommen. In der katholischen Kirche bekleidet er das Amt des Kirchenrates und betreut die neue Hackschnitzelheizung der Kirche. Auch beim Markt Steinwiesen ist er nach wie vor ehrenamtlich als Leerstandslotse tätig. In der Arbeitsgruppe „Steinwiesen Aktiv“ ist er somit Ansprechpartner für die Eigentümer von lehrstehenden Wohnungen, um diesen die Möglichkeiten der Sanierung oder der Förderung aufzuzeigen. Neben den Ehrungen für die Verdienste in der Vereinsarbeit wurde Bruno Beierlorzer 2016 für sein kommunalpolitisches Wirken bereits die kommunale Verdienstmedaille in Bronze des Freistaates Bayern verliehen.

Lob vom Landrat
Auch Landrat Klaus Löffler dankte Bruno Beierlorzer. Er kenne Bruno Beierlorzer so schon seit Jahrzehnten und schätze seine klare politische Ausrichtung. Es gehöre zu den demokratischen Grundprinzipien, auch einmal zu diskutieren und manchmal auch zu streiten. „Auf Bruno Beierlorzer“, so der Landrat, „war immer Verlass, wenn es darum ging, nicht nur den Markt Steinwiesen, sondern auch den gesamten Landkreis Kronach nach vorne zu bringen“. Als Vereinsmensch habe Bruno Beierlorzer ebenfalls stets Verantwortung übernommen. Letztlich hätten ihm auch die Bürger ihre Anerkennung ausgesprochen, indem sie Bruno Beierlorzer 36 Jahre das Vertrauen bei den Wahlen zum Gemeinderat gaben. Löffler betonte, Bruno Beierlorzer könne stolz auf sein Lebenswerk sein.

Pfarrer Richard Reis bedankte sich im Namen der katholischen Kirche Steinwiesen. Seit Jahren kümmere sich Bruno Beierlorzer als Kirchenrat in der katholischen Kirchenstiftung, vor allem um die Grundstücksverwaltung sowie die Heizungsanlage der Kirche, in Kindergarten und Pfarrzentrum. Pfarrer Reis würdigte auch die gute Verbindung zwischen der Kirche und der Marktgemeinde. Dabei sei Beierlorzer stets das Bindeglied gewesen. Auch er stellte die Hilfsbereitschaft und das ehrenamtliche Engagement von Bruno Beierlorzer heraus.

Parteipolitik spielt keine Rolle
Sichtlich bewegt bedankte sich Bruno Beierlorzer bei den Rednern für die vielen Lobes- und Dankesworte und die guten Glückwünsche. Sein Dank galt auch den Mitarbeitern im Rathaus, im Bauhof und den Außenstellen, welche seine Arbeit als zweiter Bürgermeister immer unterstützt haben. Auch er ließ sein kommunalpolitisches Wirken Revue passieren. „Auch in den kommunalen Gremien gab es immer wieder hitzige Wortgefechte, aber nach den Sitzungen konnte man sich immer wieder die Hand geben“, so Bruno Beierlorzer. Für ihn habe Parteipolitik nie eine Rolle gespielt. Das Wichtigste für ihn war, für die Bürger Einrichtungen und Infrastruktur zu schaffen, um Steinwiesen attraktiver zu machen. Gerade im Bereich der Dorferneuerung und Städtebauförderungen sei in den letzten Jahren viel passiert. Dabei habe man nun die Schwerpunkte auf die Beseitigung von Leerständen, der Tourismusförderung und der Förderung der Gemeinschaft gelegt. Als Leerstandslotse stehe er dem Markt Steinwiesen weiterhin zur Seite. Auch „seine Hackschnitzelheizung“ bei der katholischen Kirche fordere ihn immer wieder heraus. Er dankte seine Frau Karin und seiner Familie für die Unterstützung und versprach auch weiterhin für die Bürger Ansprechpartner zu sein.