Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Nurn

10. März 2020 : Staatliches Ehrenzeichen für Alexander Franz – Ausgezeichnete Jugendarbeit gelobt – Lea Bürger löst Julia Greser als Jugendwartin ab.

Nurn – Die Auszeichnung mit dem staatlichen Feuerwehr-Ehrenzeichen für Alexander Franz und weitere Ehrungen sowie die Berufung von Lea Burger zur neuen Leiterin der Jugendwehr waren einige bedeutungsvolle Punkte im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Nurn. Von allen Rednern wurden die Leistungen der Jugendfeuerwehr, die heuer auf ihr 20-jähriges Bestehen blicken kann, gewürdigt.

Zu Beginn der Versammlung in der Gaststätte Klug zeigte Vorsitzender Lukas Deuerling des 95 Mitglieder zählenden Feuerwehrvereins die im Berichtszeitraum stattgefundenen gesellschaftlichen Ereignisse auf. Hierzu zählten unter anderem das traditionelle Teichfest, das Abbrennen des Johannifeuers, ein Weißwurst-Frühschoppen und Kameradschaftsabend, die Winterwonderlandfeier und Jahresabschlusswanderung. Eine Selbstverständlichkeit sei die Beteiligung mit der Fahnenabordnung an kirchlichen, gemeindlichen und weltlichen Anlässen gewesen.

Hinsichtlich der Veranstaltungen dankte er sowohl den Helfern als auch der Bevölkerung für deren Besuch. Auch ansonsten war der Katalog des Vorsitzenden recht groß an Dankesworten, die von den Aktiven über die Vorstandsmitglieder bis hin zu den Damen, die sich der Pflege von Grünflächen und der Geräteräumlichkeiten annehmen, reichten.

Kommandant Jörg Greser erwähnte zunächst die gute Beteiligung der 31 Aktiven an 14 abgehaltenen Übungen. Ein Hauptaugenmerk sei auf die Besichtigung durch die Kreisbandinspektion gelegt worden. Diese sei im praktischen und im theoretischen Teil jeweils mit „sehr gut“ bewertet worden. Zwei Gruppen hätten erfolgreich die Leistungsprüfung, die bis zur Stufe sechs (Gold-Rot) reichte, abgelegt. Mehrere Kameraden beteiligten sich an den verschiedensten Schulungen, wie dem Maschinisten-, Motorsägen-, Gerätewart- oder modularen Truppenlehrgang. Erfolgreich hätten Alexander Greser, Nicolai Ströhlein und er, der Vorsitzende, den Gruppenführerlehrgang in Würzburg abgeschlossen. Erfreut stellte der Redner fest: „Mit vier Damen in der aktiven Mannschaft und drei Jugendlichen ist die Schlagkraft unserer Wehr gesteigert worden.“

Die Großübung der Marktgemeinde Steinwiesen mit rund 70 Kameraden sei in Nurn bei der Formenbau-Firma Bernhard Wunder durchgeführt worden. Dabei habe sich das Gelände besonders durch die Erweitung einer Lagerhalle als ein optimales Brandobjekt erwiesen. Elf Einsätze seien im Bereich Sicherheitswachen und technischer Hilfeleistungen erfolgt. Was zu diesem Zeitpunkt der Kommandant nicht ahnen konnte, war, dass nur einen Tag später die Wehr zum Großbrand nach Mauthaus gerufen wurde.

Julia Greser, die seit März 2017 die Jugendgruppe leitet, sprach von einem Jahr, das von viel Schweiß und leidenschaftlichem Engagement geprägt war. Als Beispiel nannte sie die Teilnahme am Kreisleistungsmarsch, wo der vor zwei Jahren erreichte ohnehin ausgezeichnete sechste Platz nunmehr noch einmal mit dem vierten Rang übertroffen worden sei. Verbunden sei damit die Teilnahmeberechtigung am Bezirksleistungsmarsch in Hof gewesen. Allerdings gab es hier einige Tränen, denn durch unglückliche Umstände wurde eine gute Platzierung verpasst. Dennoch zeigte sich die Jugendwartin mit Rang 22 unter 38 Gruppen sehr zufrieden. So rief sie ihrer Truppe zu: „Ihr könnt von so was stolz auf eure Leistungen sein. Diese Erfahrung nimmt euch keiner mehr. Euer Zusammenhalt und die gegenseitige Unterstützung von euch allen finde ich einfach klasse.“ Schließlich informierte sie noch, dass mindestens 150 Stunden von den Jugendlichen in Praxis- und Theorieübungen investiert worden seien. Dann verkündete Julia Greser die schon seit etwas längerem bekannte Niederlegung ihres Amtes an. „Aber keine Sorge, als Betreuerin bleibe ich euch erhalten.“ Im Vorfeld waren wegen der Nachfolge schon Nägel mit Köpfen gemacht worden. So ist nun Lea Burger die neue Jugendwartin. Sie nahm auch gleich den Ausblick für dieses Jahr vor und nannte dabei besonders die 20-Jahr-Feier am 8. Mai. Eingebunden ist am Tag darauf der Floriantag der Marktgemeinde.

Kassierer Josef Schuberth zeigte die Einnahmen und Ausgaben auf. Die Prüfer Markus Merkl und Matthias Förtsch bescheinigten die korrekte Führung der Finanzen.

Neben der staatlichen Ehrung an Alexander Franz für eine 25-jährige aktive Feuerwehrdienstzeit – sie wurde vom Kreisbrandmeister Hans Stumpf vorgenommen - wurden gar für 30 Jahre Dienst Matthias Förtsch und Vinzenz Sesselmann ausgezeichnet. Hinzu kamen für 20 Jahre Bernd Deuerling, Dominik Lunk und Frank Sesselmann sowie für zehn Jahre Aktivität Patrick Kotschenreuther und Lukas Deuerling.

Für eine langjährige Vereinszugehörigkeit wurden folgende passiven Mitglieder geehrt: Reinhard Förtsch (für 50 Jahre), Andreas Deuerling (40 Jahre), Volker Sesselmann (30 Jahre) Sabine Klug und Andreas Burger (25 Jahre) sowie Anja Förtsch (20 Jahre).

Bürgermeister Gerhard Wunder hob die Leistungen der Nurner Feuerwehr zum Schutz der Bevölkerung hervor. KBM Hans Stumpf aus Wallenfels rief das ausgezeichnete Ergebnis bei der Besichtigung in Erinnerung, was auch davon zeugte, dass Verlass auf die örtliche Wehr sei. Hinsichtlich der 20-jährigen Jugendarbeit sprach er von einer tollen Geschichte. Für Kreisjugendwart und KBM Dirk Raupach war dies Veranlassung einen „Riesen-Dank“ auszusprechen. „Was hier in den vergangenen 20 Jahren bei der Jugendfeuerwehr passierte, ist schon außergewöhnlich. Zahlreiche gewonnene Wettbewerbe zeugen davon und haben zum einem Aushängeschild geführt.“

Abschließend gab Vorsitzender Lukas Deuerling einen Ausblick, wobei bereits an diesem Sonntag, 8. März, der Weißwurst-Frühschoppen wieder auf dem Programm steht. hf / Hans Franz