Jahresversammlung RVC

10. August 2021 : Wolfram Gremer zum Ehrenmitglied des Radsportvereins Concordia Steinwiesen ernannt – Georg Müller schon 70 Jahre Concorde.

Steinwiesen – Bei der Jahreshauptversammlung des Radsportvereins Concordia (RVC) Steinwiesen standen mit Georg Müller und Wolfram Gremer zwei ehemalige aktive und äußerst erfolgreiche Sportler im Mittelpunkt. Während Müller für eine bereits 70-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt wurde, wurde Gremer zum Ehrenmitglied ernannt.

Darüber hinaus wurden Mitglieder für eine 25, 40, 50 und 60-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Keine größeren Veränderungen ergaben die Neuwahlen mit Erstem Vorsitzenden Michael Schmittdorsch an der Spitze.

Obwohl die Hauptversammlung im Vereinslokal „Grüner Baum“ für die knapp zwei zurückliegenden Jahre galt, fiel coronabedingt der Rückblick des Vorsitzenden Schmittdorsch sehr überschaubar aus. Besonders musste er bedauern, dass das im vergangenen Jahr geplante 110-jährige Jubiläum ausfallen musste. Inzwischen wurde festgelegt, dass dieses „110-Jährige“ nicht nachträglich stattfindet, sondern im Jahre 2025 das 115-jährige Vereinsbestehen gefeiert wird. Nicht davon betroffen ist der ausgefallene Auftritt des fernsehbekannten Kabarettisten Oti Schmelzer. Sobald die Corona-Beschränkungen fallen, wird mit dem Frankenfasching-Akteur ein aktueller Termin vereinbart. Aufgrund der länger andauernden Turnhallensanierung in Steinwiesen wird dieser Unterhaltungsabend im Feststadl in Neufang stattfinden. Schmittdorsch berichtete, dass er deswegen bereits Gespräche mit dem Neufanger Verantwortlichen geführt und das Einverständnis bekommen habe.

Bei seinem Rückblick auf die gesellschaftlichen Veranstaltungen nannte er besonders die Faschingsparty zu Beginn des Jahres 2020, zu der immerhin 160 zahlende Gäste gekommen waren. Hingegen fiel das zweite finanzielle Standbein, das Fronleichnamsfest, der Coronapandemie zum Opfer.

Erfreut stellte er aber fest, dass der Verein vom Freistaat Bayern einen Corona-Zuschuss in Höhe von 1600 Euro erhalten habe. Der Dank hierfür ging unter anderem an Wieland Beierkuhnlein, dem Präsidenten der örtlichen Faschingsgesellschaft. Da zwei Neuzugängen drei Todesfälle und fünf Austritte gegenüberstanden reduzierte sich der Mitgliederstand auf 112 Personen. Seine zahlreichen Dankesworte reichten von den aktiven Sportlern über die Helferschar bis zur Marktgemeinde, hierbei unter anderem an den Hausmeister Harald Schwägerl.

Trotz mehrerer ausgefallener Veranstaltungen gestaltete sich der Bericht des Kassiers Herbert Wessel positiv, dies vor allem wegen des erwähnten Zuschusses und der durchgeführten Faschingsveranstaltung. Größere Ausgaben verursachte der laufende Spielbetrieb sowie die Instandhaltung und Anschaffung neuer Radballmaschinen. Die Prüfer Raimund Bienlein und Bernd Rüger bestätigten dem Bankangestellten Herbert Wessel eine tadellose Führung der Finanzgeschäfte.

Sportleiter Markus Michel ging auf das Abschneiden und die Tabellenstände bis zum Saisonabbruch des Bezirksligateams, der beiden Landesligamannschaften und des Zweit-Bundesligisten ein. Am erfolgreichsten seien er, Michel, und sein Partner Sebastian Rehmet mit dem Gewinn der Bayerischen Meisterschaft gewesen. Für heuer seien diese „Bayerischen“ am 18./19. September in Burgkunstadt geplant. Hierfür hat sich das Radballer-Duo Michel/Rehmet erneut qualifiziert. Das Halbfinale um den Bayernpokal ist für den 3. Oktober geplant und der RVC wird hierzu zwei oder drei Teams melden.

Dem Bericht des Jugendleiters Georg Porzel war zu entnehmen, dass kürzlich Hannah Schmittdorsch und Fabian Rehwald bei einem nordbayerischen Qualifikationsturnier der U15-Teams den sechsten Platz belegt haben. Vorsitzender Schmittdorsch informierte in Sachen Jugendarbeit, dass im Rahmen des Schulsports der Verein wieder eine Radsportaktion für interessierte Grundschüler durchführen werde.

Da bereits gewisse Vorbereitungen getroffen worden waren, gingen die Neuwahlen reibungslos über die Bühne. Das Ergebnis: Erster Vorsitzender Michael Schmittdorsch, Zweiter Vorsitzender Andreas Klinger, Kassierer Herbert Wessel, Schriftführer Hans Franz, Ausschussmitglieder Wolfram Gremer, Tommy Jonak, Reinhard Klinger, Roland Kuhnlein, Markus Müller und Bernd Rüger, Rechnungsprüfer Raimund Bienlein und Bernd Rüger.


Ehrungen beim RVC Steinwiesen. Von links: Sebastian Müller (25 Jahre), stellvertretender Vorsitzender Andreas Klinger, Roland Kuhnlein (40 Jahre), Waldtraud Kämpfer (50 Jahre), Vorsitzender Michael Schmittdorsch, Urban Hollendonner (50 Jahre) und Bürgermeister Gerhard Wunder.

„Für sage und schreibe 70 Jahre Vereinszugehörigkeit darf ich unser Ehrenmitglied Georg Müller ehren“, so der Vorsitzende bei der Auszeichnung für den viele Jahre aktiven und erfolgreichen Radballer und einstigen Kassier. Georg Müller und sein damaliger Partner Fredi Michel waren als Jugendliche die ersten RVC-Radballer die einen Bayerischen Meistertitel errangen (1956). Schon ein Jahr später war er mit Reinhold Porzel in der seinerzeitigen Oberliga vertreten und war in den Folgejahren auf hohem Niveau auf Punktejagd gegangen.

Geehrt wurden weiterhin, und zwar für 60 Jahre Mitgliedschaft Siegfried Kämpfer, für 50 Jahre Waltraud Kämpfer, Urban Hollendonner, Reinhard Beiergrößlein und Rudolf Franz, für 40 Jahre Roland Kuhnlein und für 25 Jahre Sebastian Müller.

Wolfram Gremer, der seine aktive Laufbahn aufgrund einer Verletzung beendeten musste, machte sich danach überregional einen Namen als Schiedsrichter. Er war unter anderem im Jahre 1970 mit Reinhold Welsch Bayerischer Meister geworden. Einen weiteren bayerischen Titelgewinn errang er neun Jahre später mit Gerhard Michel. 1972 hatte er den Aufstieg in die Oberliga geschafft. Heute gehört er bei Heimspieltagen dem Kampfgericht an und zusätzlich wirkt er mehr als 50 Jahre im Vereinsausschuss mit. Für dieses vielseitige Engagement wurde ihm nun die Ehrenmitgliedschaft übertragen.

Bei der Vorschau nannte Vorsitzender Schmittdorsch das Fronleichnams-Gartenfest (16. Juni 2022), die traditionale Herbstwanderung nach Nurn (3. Oktober 2022) und die Jahresversammlung (11. Dezember 2022).

Bürgermeister Gerhard Wunder meinte bei seinen Grußworten wie traurig es sei, dass das Vereinsleben wegen Corona leiden müsse. Dies besonders auch im Hinblick darauf, weil eine Gemeinde sehr von einem intakten Vereinsgeschehen atme. Aufmunternde Worte sprachen dem Verein zu Jürgen Deuerling im Namen der Faschingsgesellschaft, Gerhard Welch (Rote Teufel der Feuerwehr) und Roland Kuhnlein (Musikverein). Traditionsgemäß bildete das gemeinsam gesungene Concorden-Lied den Abschluss der harmonisch verlaufenen Versammlung. hf